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Saufnix
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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 534 mal aufgerufen
 Deine eigene Alkoholkarriere
delmo1959 ( gelöscht )
Beiträge:

13.11.2004 10:33
RE: Teil 2 antworten

Hallo,
habe gestern in meinen Beitrag die Sache ziemlich kurz betrachtet, wollte erst mal den Anfang machen.
Ich lebe nun seit 15 Monaten getrennt von meiner Familie, wir hatten einen Punkt erreicht wo es für alle eine Belastung war meine Trinkexzesse auszuhalten.
Wir haben uns nicht im bösen getrennt und haben heute noch sehr guten Kontakt. Meine Frau beobachtet sehr genau meine Entwicklung. Vielleicht habe ich das gebraucht, um mein Leben erst einmal selber in die Hand zu nehmen und Verantwortung für mein Tun zu übernehmen.
Habe im laufe meiner Erkrankung einen sehr guten Therapeuten kennengelernt. Er ist selbst Betroffener.
Aber seine Ratschläge annehmen zu können und in die Tat umzusetzen brauchte Zeit. Habe vorhin einen Beitrag gelesen wo jemand schrieb er schämt sich für so und soviel Entgiftungen. Das mag bei mir auch mal so gewesen sein, heute denke ich anders darüber. Ich müßte mich schämen nichts gegen die Sucht zu unternehmen. Also gehören Entgiftung und so weiter dazu.
Was für mich immer ein Problem war, ich hatte das Gefühl nicht zu genügen. Dies begründete sich aus meiner Arbeitslosigkeit. Heute denke ich anders darüber. Erstens bin ich nicht der einzige Arbeitslose, anderen geht es ähnlich, ca. 8 Mio. Menschen, die müßten nun auch zum Stoff greifen. Versuche was in meiner Macht liegt um wieder in Arbeit zu kommen, alles andere kann ich nicht Beeinflussen.
Engagiere mich außerdem bei der Montagsdemo, da bin ich unter Gleichgesinnten, haben dort auch einen Runden Tisch gegründet. Das ist im Prinzip das selbe wie eine Selbsthilfegruppe, ich mache mich nicht einsam.
Jetzt bin ich nun ein 3/4 Jahr trocken und von Zeit zu Zeit meldet sich der Gedanke an Alkohol, stimmt die Abstände werden größer und die Gedanken daran werden kürzer, aber es zeigt deutlich das sich da was auf der Festplatte eingebrannt hat. Das Lösungsmittel heißt Alkohol. Ich gehe eben Bewußt mit meinen Gefühlen um und ich kann auch was aushalten. Vielleicht kann ich auch anderen Mut machen, mir geht es auch nicht jeden Tag gut aber wo steht geschrieben das es jeden Menschen nur gut gehen dürfte.
Aber wie gesagt diese Erkenntnis ist bei mir über Jahre gereift, ein "steiniger Weg"!
So das soll´s erst mal gewesen sein.
Gruß ans Forum Michael


miezegelb Offline




Beiträge: 2.677

13.11.2004 18:03
#2 RE: Teil 2 antworten

Hallo delmo,

ich denke du bist auf dem richtugen Weg .
Das beste was ich machen konnte, es war zwar schon einige zeit nachdem ich aufgehört hatte zu trinken, war mich in einem verein zu betätigen.
Das hat nicht nur meinen Tag ausgefüllt, ich musste und konnte mich auch mit anderen leuten auseinandersetzen, musste auf andere Menschen zugehen.
und wenn man dann das eine oder andere positive erreicht,
stärkt das unwarscheinlich das Selbstwertgefühl, was wiederum zur folge hat das man ein positives lebensgefühl bekommt.
Man muss auch in der Arbeitslosigkeit nicht verzweifeln.
man kann viel tun, es gibt nicht überall Geld dafür, aber es hilft einem in bestimmten Lebenssituationen ganz viel.


LG Ramona


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