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Saufnix
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Dieses Thema hat 71 Antworten
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 Ganz, ganz viele Fragen
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taize72 Offline



Beiträge: 61

06.11.2004 21:53
#31 RE: Alkohol-Ausstieg antworten

Nochmals Hallo Roberto1,

warum sagst Du eine Klinik sei nix für Dich?
Hast Du das schonmal ausprobiert? Abbrechen kann man immer noch wenn man merkt, dass DAS nix ist.

Aber die Entscheidung triffst natürlich Du!


tommie Offline




Beiträge: 10.571

06.11.2004 22:43
#32 RE: Alkohol-Ausstieg antworten

Hallo Roberto ,

willkommen auf dem Board und einen schönen Samstagabend .

Mir persönlich fallen in deinen Statements ein paar Dinge auf, zu denen ich meinen Senf beigeben möchte - mit jetzt schon angekündigten Wiederholungen:

Zitat
Gepostet von Roberto1, 05. November 04 (21:38)
Dazu wäre noch zu sagen, daß ich gerne zu Hause alleine mit dem Trinken aufhören würde (ich weiss, daß das nicht so gerne gehört wird), da ich ziemlich viel arbeite und es für mich nicht möglich ist, einfach so zwei Wochen im Krankenhaus zu verbringen.


Ich weiss nicht wie du dir einen Entzug vorstellst, deshalb meine Frage: wie soll das funktionieren?

Zitat
Gepostet von Roberto1, 05. November 04 (22:28)
Muss dann wohl mit einigen Pausen arbeiten, das wäre aber nicht mein grösstes Problem.


Du denkst allen Ernstes daran während eines körperlichen Entzugs "so nebenbei" zu arbeiten. Ist nicht dein Ernst, oder? Ist dir klar was das heisst, körperlicher Entzug?

Und doch, es wäre ein gewaltiges Problem.

Zitat
Gepostet von Roberto1, 05. November 04 (22:28)
Mit der "Begleitung" bei dem Unternehmen wird's allerdings wie gesagt wirklich schwierig. Ich wüsste nicht wem ich das zumuten könnte...


"Das mit der Begleitung" wird nicht schwierig werden. Es wird lebensgefährlich werden ohne. Für dich.

Zitat
Gepostet von Roberto1, 06. November 04 (14:44)
Ich arbeite sehr viel "nebenbei" und da hab ich keinen Anspruch auf Urlaub. Entweder ich mache es od. ich mache es nicht. Ein paar Tage sind da vielleicht drinnen, aber sicher nicht mehr als 3 od. 4. Es geht einfach nicht anders, glaub's mir. Ich möchte das nicht auf Spiel setzen.


Vergiss es. Bei einem körperlichen Entzug kannst du auch "so nebenbei" nicht arbeiten, schon gar nicht zuhause.
Es ist relativ einfach, du hast mehrere Möglichkeiten:
- alles alleine machen und es geht gut, du wirst erst einmal trocken.
- alles alleine machen und schwere gesundheitliche Schäden davontragen. Der schwerste wäre der Tod.
- ambulant entziehen, unter ärztlicher Aufsicht.
- stationär entziehen, das bieten selbst ganz "normale" Krankenhäuser an.

Zitat
Gepostet von Roberto1, 06. November 04 (14:44)
Also ich mache mir wesentlich mehr Sorgen wegen dem körperlichen Entzug als wegen dem psychischen.


Beides kann unangenehm sein. Und mit körperlichen Entzugserscheinungen wirst du zuhause ganz sicher nicht "so nebenbei" etwas arbeiten können. Vergiss es.

Zitat
Gepostet von Roberto1, 06. November 04 (14:44)
Wenn ich es einmal geschafft habe körperlich runter zu kommen, fang ich nicht mehr an


Das schreibst du allen Ernstes und sprichst vorher und nachher von Angstzuständen? Auch nicht dein Ernst, oder?

Zitat
Gepostet von Roberto1, 06. November 04 (17:16)
Mit dem Promille-Abbau kenne ich mich nicht wirklich aus


Das ist einfach: du baust pro Stunde 0,1 Promille ab. Punkt.

Zitat
Gepostet von Roberto1, 06. November 04 (17:16)
aber jetzt zu diesem Arzt zu gehen und zu sagen eigentlich ist es schwachsinning was sie mir verschrieben haben


Ganz genau so. Genau das solltest du diesem "Arzt" sagen. Ins Gesicht. Und er soll sich gefälligst qualifiziert dazu äussern - oder dir sagen dass er von Alkoholismus eigentlich wenig Ahnung hat.

Zitat
Gepostet von Roberto1, 06. November 04 (20:33)
Sich selbst sowas einzugestehen ist die eine Sache, nahestehenden Personen das selbige mitzuteilen ist schon wieder etwas ganz anderes.


Mit nahestehenden Personen meinst du jetzt aber nicht deine Eltern? Falls doch, solltest du dir überlegen ob du vielleicht erst dann Nägel mit Köpfen machen wirst wenn du es eben diesen "nahestehenden Personen" erzählt hast.

Zitat
Gepostet von Roberto1, 06. November 04 (20:33)
Ich möchte jetzt mal das Trinken in den Griff bekommen, dann kann ich mich der "Angst" widmen


Du solltest dich mehr über die Zusammenhänge von Alkoholerkrankung, Angst und Depression informieren. Denn es kann sein dass da bei dir ein direkter Zusammenhang besteht, der bei/nach einem Entzug sehr gravierende Auswirkungen haben könnte.

Zitat
Gepostet von Roberto1, 06. November 04 (20:47)
Wenn es nicht möglich ist, mit diesem Hintergrund weiterhin Tips zu erhalten, werde ich Euch nicht länger nerven und das Forum verlassen.


Was für Tips erwartest du? Einen wie..."wie werde ich ohne Hilfe in 4 bis 5 Tagen zuhause trocken - und so ganz nebenbei muss ich in der Zeit auch zuhause ein wenig arbeiten"?... Auch nicht dein Ernst, oder?


Roberto, informiere dich über ambulante Entzugsmöglichkeiten und über stationäre, die selbst in "normalen" Krankenhäusern durchgeführt werden.

Tu dir selbst den Gefallen und lasse dir dabei von einem dafür qualifizierten Arzt helfen. Das fängt mit so anscheinend simplen Dingen wie der regelmässigen Kontrolle des Blutdrucks an .....

Alles Gute für dich.



tommie


ben bremser Offline



Beiträge: 955

06.11.2004 22:59
#33 RE: Alkohol-Ausstieg antworten

hallo roberto,
erstmal glückwunsch, diese hilfemöglichkeit hier gefunden zu haben, und vor allem nicht verzagen.

ich möchte auf deine anfangsfrage zurückkommen,nach den erfahrungen mit dem entzug zu hause.
ich schreibe weil ich da viele ähnlichkeiten zu meiner eigenen situation sehe.zwar wohne ich nicht wie du allein, habe keinen arzt (und also auch nicht mit medikamenten zu tun),aber in der heimlichkeit, der angst und panikattacken, sowie der trinkmenge, könnte deine geschichte auch meine sein.
nun wußte ich bis vor 4 wochen noch gar nicht, dass ich alkoholiker bin, bzw. habe es mir nie eingestanden, und was ein delirium bedeutet ist mir erst klargeworden, nachdem
ich schon 4 tage trocken war.mir war nie so richtig bewußt, was da bei trinkpausen eigentlich mit dem körper passiert, und so habe ich vor 20 tagen wieder einmal ganz blauäugig "heimlich" entzogen. ich habe dann praktisch drei tage im bett verbracht, die alles in allem ziemlich wirr waren, aber frei von angst, da ich über entzugserscheinungen zu wenig wußte.
du fragst nun nach erfahrungen, und beschreibst gleichzeitig deine große (dich in bezug auf entziehung beherrschende ) angst.
eigentlich ist mir die antwort, die du nun erwartest klar.es gibt hier bestimmt ettliche einzelkämpfer , so wie mich, die dich mit ihren erfahrungen beruhigen, oder gar ermutigen sollen. aber das kann natürlich nicht funktionieren. zum einen liegt es daran, dass die angst vor dem dilirium nur durch ärtzliche aufsicht genommen werden kann, zum anderen kann dir niemand der über diese gefahr des entzugs weiß, den rat geben , es alleine zu tun.das wäre doch wohl recht verantwortungslos.

vielleicht mal eine frage an alle, da roberto sich wohl keine auszeit nehmen kann oder will:
ich habe vor ein paar wochen einen bericht im fernsehen gesehen, bei dem es um "entzug unter narkose" ging.stationärer entzug in nur zwei tagen. dort wurde ein arzt der berliner charitee interviewt, allerdings gab es auch kritiker. auf jeden fall wurde diese methode für "heimlichtuer " empfohlen.
viel glück ben


Roberto1 Offline



Beiträge: 17

06.11.2004 23:49
#34 RE: Alkohol-Ausstieg antworten

Hallo nochmal!

Sorry, wenn ich jetzt nicht auf alle Posting seit meinem letzten Besuch antworte, bin schon etwas müde und möchte mich dann hinlegen. Werde das aber natürlich morgen sofort nachholen!

Ich möchte nur ganz kurz Dir Beed und den Anderen die meinen Arzt so wegen seiner Verschreibung kritisiert hatten, folgendes zeigen:

"Ein gewisses Problem stellt die pharmakologische Behandlung Alkoholkranker in der ambulanten Entgiftung dar.
Die neurochemischen Veränderungen im Alkoholentzug sind mittlerweile gut bekannt. Während es bei chronischer Alkoholbelastung zu einer Verstärkung der Wirkung inhibierender Neurotransmitter (GABA) sowie zu einer antagonisierenden (unterbindenden) Wirkung erregender Neurotransmitter, wie zum Beispiel Glutamat (NMDA-Rezeptoren), kommt, führt ein Alkoholentzug zu einer Verminderung der gabaergen Neurotransmission sowie zu einer verstärkten Freisetzung erregender Neurotransmitter wie Dopamin, Glutamat oder Noradrenalin (siehe Abbildung 2 aus Soyka, 1997). Daraus kann abgeleitet werden, dass eine Sedierung in der Therapie des Alkoholentzugssyndroms als wesentliches pharmakologische Prinzip gelten kann. Die Sedierung kann einerseits durch gabaerge Substanzen, wie zum Beispiel Benzodia-zepine, bewirkt werden bzw. durch andere Tranquilizer/Hypnotika, wie zum Beispiel Clomethiazol. Anderseits kann – abhängig von Zielsymptomen – die Gabe von Dopaminantagonisten oder Antiepileptika sedierend wirken. Die Pharmakotherapie der ambulanten Entgiftung ist jedoch problematisch. «Klassische» Tranquilizer/Hypnotika (wie zum Beispiel Clomethiazol) oder Benzodiazepine (wie z.B. Diazepam), die üblicherweise bei schweren Alkoholentzugssyndromen mit sehr gutem Erfolg eingesetzt werden, weisen ein starkes Suchtpotential auf, was den ambulanten Einsatz weitgehend ausschliesst. Zudem haben einige dieser Substanzen (z.B. Clomethiazol) eine relativ geringe therapeutische Breite. Gerade in der ambulanten Entzugsbehandlung Alkoholkranker ist daher nach anderen Alternativen zu suchen."

Des weiteren wird in diesem Artikel auch noch darauf hingewiesen, daß diese Benzodiazepine sehr gut gegen das Auftreten von mögl. Krampfzuständen bzw. Delirien anschlagen.

Es ist wie gesagt nicht so, daß ich mich nicht informiere, deshalb möchte ich auch bitten, nicht sofort über alles "drüberzufahren", was ich erlebt habe bzw. ansonsten von mir gebe.

Bis morgen, habt eine gute Nacht, ich hole die Antworten auf die anderen Postings morgen nach.

Roberto

PS: Artikel zu lesen unter: http://www.alkohol-info.ch/ServicePresse...ekt_ab_0300.htm


Roberto1 Offline



Beiträge: 17

06.11.2004 23:57
#35 RE: Alkohol-Ausstieg antworten

Ganz kurz muss ich nochmal stören, da ich gerade darin vertieft bin/war. Auch das hier wird einige von Euch interessieren, wirklich lesenswert.

http://www.scientificjournals.com/sj/sfp/Pdf/aId/6456


tommie Offline




Beiträge: 10.571

07.11.2004 00:35
#36 RE: Alkohol-Ausstieg antworten

Hallo Roberto ,

Zitat
Gepostet von Roberto1
Nun wird es Euch wenig wundern, daß ich beide Probleme gerne lösen würde. Wie gesagt, ich war beim Arzt und bin mit den Problemen rausgerückt. Daraufhin hat mir der Arzt ein Antidepressiva (Cipralex) und eine "Unterstützung" für die Abstinenz (Praxiten) verschrieben.

Er meinte dazu, daß ich mir keine Sorgen über eventuelle körperliche Entzugserscheinungen machen müsste.



Was mich angeht, muss ich da gar nicht weiter überlegen - es sei denn, du hast in deinem oben ziterten Beitrag nicht alles geschrieben. Was meinst du also mit "und bin mit den Problemen rausgerückt" ?

Es ist kein Geheimnis dass Praxiten 10/PRAXITEN/-FORTE Tabletten bei Alkoholentzug nicht geeignet sind. Auch bei Depressionen liegt eine Gegenanzeige vor. Ich nehme somit an dass du diesem Arzt nicht mitgeteilt hast, dass du einen Entzug machen möchtest und dabei gedenkst, selbiges Mittel einzunehmen. Zumal sowohl Cipralex als auch Praxiten nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden sollen. Auch kein Geheimnis, steht in beiden Beipackzetteln.

Benzodiazepine beinträchtigen ausserdem die Qualität des Schlafes/ der Erholung. Man schläft zwar eventuell durch, ist aber anschliesend "gerädert" ohne Ende. Eine überaus ungeeignete Krücke bei deinem "Vorhaben".



tommie


beed Offline




Beiträge: 882

07.11.2004 01:26
#37 RE: Alkohol-Ausstieg antworten

Hallo Roberto,

irgendwie hatte ich gehofft, dass Du Dir wenigstens die Einwände von tommie ein wenig zu Herzen nimmst.

Falls Du den rauskopierten Text verstanden hast, frage ich Dich mal, wozu Du ihn reingesetzt hast?

1. Hättest Du den ganzen Text gelesen, wäre Dir aufgefallen, dass bei einem Fall wie Dir, keine ambulante Therapie gemacht worden wäre.

2. Du kannst nicht alle Benzos in einen Topf schmeißen. Oxazepam ist kein Diazepam. Letzteres bekam ich auch.

Es ist auch kaum möglich, es irgendwie noch deutlicher auszudrücken, als es in diesem Thread mittlerweile steht. Ich versuche, es nochmal zusammenzufassen:

Du trinkst seit Jahren und nimmst täglich um die 200g Alkohol zu Dir. Du wohnst allein, hast einen Job und mehrere Nebenjobs. Du leidest unter Angst- und Panikattacken, die durch den Alkohol immer schlimmer geworden sind.
Du willst jetzt trocken werden, um Deine psychosomatische Erkrankung und Deine Alkoholabhängigkeit zu überwinden.
Du willst Dich aber nur geringfügig einschränken und den Entzug zu Hause machen.
Da Deiner Meinung nach von der Alkoholabhängigkeit bis auf Deinen Arzt, niemand etwas weiß und das auch so bleiben soll, willst Du diesen Entzug ohne die stetige Anwesenheit einer Begleitperson machen, obwohl Deine Eltern direkt unter Dir wohnen, aber auch sie es nicht wissen sollen.
Du versuchst nun Informationen zu sammeln, um Dir ein Bild über die körperliche Entzugsphase machen zu können.
Punkt

Und ab hier drehen wir uns im Kreis!!

Niemand kann sagen, wie heftig ein Organismus auf den Entzug reagiert, deshalb ist eine Überwachung ja so wichtig.
Und Du irrst mit Deiner Meinung informiert zu sein gewaltig!

Du wirst Regungen und Gefühle in Dir feststellen, an die Du jetzt niemals denken würdest und kannst deshalb auch nicht wissen, ob und wie lange Du dann noch die Kontrolle über Dich hast. Wenn Du all den Leuten, die das schon erlebt haben, nicht glaubst und es ohne Erfahrung unbedingt besser wissen willst, dann tu, was Du nicht lassen kannst. Aber wunder Dich nachher nicht, wenn die ganze Aktion voll an den Baum geht!!!

Ich wünsch Dir Kraft
beed


Saftnase Offline




Beiträge: 1.206

07.11.2004 02:40
#38 RE: Alkohol-Ausstieg antworten

Hallo Roberto,

nach den ganzen medizinisch/medikamentösen Erläuterungen durch und auf deine Posts würde ich ganz einfach sagen:

Das was du vor hast, ist so ähnlich, wie ein besoffener Blindflug im Nebel. Den Sonnenschein denkst du dir und beim Absturz merkst du, dass es nichts zum Festhalten gibt und wenn du dann aufprallst, brauchst DU vielleicht nie mehr arbeiten, nach Urlaub fragen oder deine Eltern über irgendwas informieren.
Na, das sind doch tolle Aussichten.....

Roberto, mach keine Experimente. Das Leben ist zu kurz, um es wegen Angst und Scham vor einem klinischen Entzug, alleine zu Hause aufs Spiel zu setzen.

LG Laila


BellaT Offline




Beiträge: 96

07.11.2004 12:58
#39 RE: Alkohol-Ausstieg antworten

Hallo Roberto,

ich habe mir diese Seiten hier nocheinmal ganz in Ruhe durchgelesen. Du hast von diversen Boardmitgliedern, wie ich finde sehr eindeutige und ehrliche Antworten erhalten.

Ich habe über längere Zeit täglich so ca. 3 Bier und am WE auch mal mehr (aber nur Bier) getrunken und dann aus verschiedenen Gründen von einen Tag auf den anderen aufgehört, ohne mir Sorgen zu machen.

Ich hatte 4-5 Tage, Kribbeln in den Händen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen und habe wirres Zeug geträumt und habe einen ganz schönen Schrecken bekommen. Da habe ich erst gemerkt, was Alkohol im Körper überhaupt anrichtet.

Sicherlich reagiert jeder Körper anders, aber Du solltest Dich da auf einiges gefaßt machen.

Ich kann schon verstehen, daß die Hemmschwelle, sich zu outen, sehr hoch ist. Nur wenn Du versuchst, heimlich zu entziehen, und Dir passiert etwas dabei, erfahren doch erstrecht Alle von Deinem Problem und Du bist dann nicht mehr in der Lage, irgendetwas zu steuern.

Gibt es nicht vielleicht doch 1 oder 2 engere Vertraute, die Dir bei einem ambulanten Entzug helfen könnten?

Außerdem, wie stellst Du Dir denn Dein Leben nach dem Entzug vor?? Wie willst Du reagieren, wenn die "Anderen" Dich auf das Nichttrinken ansprechen?? Ehrlich währt am Längsten oder kannst Du mit einer Lebenslüge leben?? Was meinst Du, wie lange Du das Nichttrinken so durchhältst?

Ich habe mich genau diese Dinge auch fragen müssen und habe beschlossen, zu mir selber zu stehen und ehrlich zu sein, sowohl mir gegenüber als auch gegenüber meinen Mitmenschen. So kann ich jedenfalls jeden Morgen noch mit einem guten Gewissen in den Spiegel schauen.

Roberto, es ist eine gute Entscheidung mit dem Saufen aufzuhören. Sieh' es als eine Chance auf einen Neuanfang. Lass Dir helfen, woimmer es geht.

Wie auch immer Du Dich entscheidest, ich wünsche Dir viel Glück.

Gruß
BellaT


Beachen Offline




Beiträge: 3.654

07.11.2004 16:23
#40 RE: Alkohol-Ausstieg antworten

Hi Beed !

Zitat
Oxazepam ist kein Diazepam



... zur Richtigstellung :

Alle Wirkstoffe der Wirkstoffgruppe Benzodiazepine haben die Endung - am.
Somit ist Oxazepam sehr wohl ein Benzodiaepin / Diazepam, und macht zudem selbst noch relativ schnell abhängig.
Einem suchtkranken Menschen sollte man keinesfalls Benzodiazepine verschreiben, das ist quasi ein ärztlicher Kunstfehler (oder man sagt es dem Arzt einfach nicht, das man alkoholabhängig ist )

Gruß
Bea


miezegelb Offline




Beiträge: 2.677

07.11.2004 16:39
#41 RE: Alkohol-Ausstieg antworten


beed Offline




Beiträge: 882

07.11.2004 16:45
#42 RE: Alkohol-Ausstieg antworten

Hallo Bea,

danke für den Hinweis.

Abhängig können beide machen und der Unterschied bezog sich darauf, dass bei Praxiten mit Wirkstoff Oxazepam steht: NICHT bei Alkoholentzug und beim meinetwegen Faustan mit Wirkstoff Diazepam steht das nicht.
Ich bin auch kein Mediziner, aber ein Unterschied ist da schon da.

Um die innere Unruhe bei Entzugserscheinungen zu bekämpfen, wird sehrwohl Diazepam verschrieben.

Letztlich ist das ja nur ein Teil dessen, worum es in diesem Thread geht.

LG
beed


beed Offline




Beiträge: 882

07.11.2004 16:50
#43 RE: Alkohol-Ausstieg antworten

ach so, übrigens wird Diazepam ja grade deswegen auch nur für max. 10 Tage verschrieben, da ab einem längeren Zeitraum die Abhängigkeitsgefahr rapide zunimmt.
Es länger zu verabreichen, wäre dann tatsächlich ein Fehler.

beed


Beachen Offline




Beiträge: 3.654

07.11.2004 17:03
#44 RE: Alkohol-Ausstieg antworten

Hi Beed !

Ein Benzodiazepin zu verschreiben ( egal ob Diazepam, Oxazepam oder Bromazepam, Flunitrazepam etcpp) bei bekannter Alkoholabhängigkeit - also einer Suchtkrankheit ist auf jeden Fall ein Fehler, da ein viel zu hohes eigenes Suchtpotential !
Das macht sicherlich kein wirklich guter Allgemeinarzt, denn der würde bei Entzugserscheinungen eine Klinikeinweisung herausschreiben.

Gruß
Bea


beed Offline




Beiträge: 882

07.11.2004 17:11
#45 RE: Alkohol-Ausstieg antworten

Bea,

das glaube ich Dir doch auch, aber man muss von der Realität ausgehen und da wird es zu einem großen Teil nun mal so gemacht.
Da kann ich ja nun auch nichts dafür.

Gruß
beed


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