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Saufnix
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Dieses Thema hat 16 Antworten
und wurde 892 mal aufgerufen
 Akute Hilfe
Seiten 1 | 2
Gast ( gelöscht )
Beiträge:

26.09.2004 20:00
RE: Wie soll es nur weitergehen? antworten

Hallo ihr alle!

Ich bin ganz neu hier und weiß gar nicht wie ich überhaupt anfangen soll...
Also ich denke, dass mein Problem längst nicht so groß ist wie bei manch anderen hier! Dennoch ist ein Problem für mich. Ich bin übrigens so froh, diese Seite gefunden zu haben, war irgendwie gar nicht so einfach. Hab schon länger nach so einem Forum gesucht ... ach, euch schickt einfach der Himmel!

Also dann:
Ob ich überhaupt ein Alki bin, weiß ich gar nicht. Es ist nur so, dass ich ungefähr zwei bis drei Mal die Woche roten (manchmal auch anderen) Wein trinke, mal eine halbe Flasche, ein anderes Mal mehr - dreiviertel Flasche bis Flasche. Und genau das bereitet mir Sorgen: Ich schaffe es nicht, wenn ich Lust auf den Wein habe, ein Glas oder zwei zu trinken, was ich so schön fände. Nein, dann wird es doch immer gleich mindestens eine halbe Flasche. Ich komme dann halt immer auf den Geschmack und möchte dann gerne mehr. Vor allem werde ich dann irgendwie gierig auf die Wirkung, die ja erst nach mehreren Gläsern so richtig rauskommt.
Heute ist mal wieder so ein Abend. Ich spüre es genau. Das letzte Mal habe ich am Donnerstag was getrunken (fast eine Flasche), während es die letzten beiden Abende überhaupt kein Problem war, zu verzichten bzw. hatte ich gar keine Lust drauf.

Das ganze geht jetzt (wenn ich mich richtig erinnere) seit ca. zweieinhalb bis drei Jahren so. Ich habe das Gefühl als müsste ich jetzt endlich was unternehmen, die Reißleine ziehen. Lange Zeit habe ich mir gar nicht so große Sorgen gemacht, weil ich immer dachte, ein Alkoholiker ist jemand, der nie was ohne Alkohol machen kann, der den ganzen Tag am trinken ist. Ich habe den Test auf dieser Seite gemacht und es kam heraus, dass ich gefährdet bin. Hm. Was meint ihr denn dazu? Ist das alles noch im Rahmen oder habe ich die Grenze schon überschritten?

Ich bin natürlich auch nach einem Trinkabend morgens immer ziemlich fertig, obwohl es auch schon besser geworden ist. Hab mich wohl daran gewöhnt.

Ach ja, ein wichtiger Punkt ist auch noch, dass ich mich ziemlich oft einsam fühle (abends vor allem) und vor allem deshalb zur Flasche greife. Wenn ich getrunken habe, fühle ich die Einsamkeit und Leere nicht mehr.
Früher habe ich immer wenn ich mit Freunden unterwegs war/abends ausgegangen bin, viel getrunken, um meine Hemmungen los zu werden.
Ich trinke also entweder um meine Sorgen loszuwerden oder um lockerer zu werden.

Ich habe Angst, dass es ohne A. einfach auf Dauer nicht mehr geht. Ich meine, es gibt zwar viele schöne Dinge, die man machen kann, aber wenn man nach Betäubung sucht, dann hilft leider z.B. kein Sport. Ich habe Angst, dass ich einen Ersatz brauchen werde, wenn ich mit dem A. aufhöre. Ich habe auch Angst, dass ich möglicherweise anfangen würde, viel zu viel zu essen z.B. Ja, und dann befürchte ich auch, dass mein Leben bzw. ich als Person irgendwie langweilig werde, wenn ich nichts mehr trinke. Gewisse gesellschaftliche Situationen werden bestimmt anders werden ohne Alkohol, und was sagt man dann zu den anderen: "Nein danke, ich trinke nichts"? Da wird sich doch jeder wundern und denken "was ist denn mit der los?" Mit einigen Leuten kann ich dann vielleicht gar nichts mehr anfangen und die nicht mit mir, wenn ich nichts mehr trinke beim weggehen. Und was ist mit meinen Abenden, an denen ich alleine bin? Langeweile und Leere?

Hm ja, ich belass es erstmal dabei, ich könnte wohl noch einiges dazuschreiben, aber ich will es nicht noch länger machen.

Würde mich sehr über Meinungen freuen. Schreibt einfach, was ihr denkt!

Viele Grüße an alle!
Jil


Jil Offline




Beiträge: 21

26.09.2004 20:02
#2 RE: Wie soll es nur weitergehen? antworten

Komisch, der Beitrag war von mir - Jil - ich wurde wohl wieder ausgeloggt. Sorry!


Max mX Offline




Beiträge: 5.878

26.09.2004 20:37
#3 RE: Wie soll es nur weitergehen? antworten

hallo Jil,
"was sagt man dann zu den anderen: "Nein danke, ich trinke nichts"? Da wird sich doch jeder wundern und denken "was ist denn mit der los?""
Was "man" sagt weiß ich nicht.
ICH würde mich nicht wundern.
Es reicht auch ein einfaches "nein danke", denn du wirst ja doch irgendwas trinken?! z.B. Wasser oder Tee?! Und da die anderen auch mir nicht begründen weshalb sie Flüssigkeiten mit Alkohol trinken, sähe ich nicht ein weshalb ich denen mein Verhalten begründen soll.
Aber Alk zur Entspannung, und ohne Alk keine Entspannung + Wohjlgefühl, ist bedenklich. Du säufst ja nun nicht gerade frei darauflos. Aber darum geht es auch gar nicht. Es ist die Art und Weise des Trinkens. Und doese fällt dir ja selber als negativ auf.
so erstmal, ich grüße dich, Max


Weggefaehrte Offline



Beiträge: 360

26.09.2004 21:33
#4 RE: Wie soll es nur weitergehen? antworten

Hallo Jil,

So harmlos wie Du es gern hättest ist die Sache leider nicht, bei mir hat es auch mit einer geringen Menge angefangen und sich dann im laufe der Zeit gesteigert bis ich mir endlich eingestehen konnte, dass ich ein masives Alkoholproblem hatte. War fast schon zu spät, den zu diesem Zeitpunkt hat mein Körper schon verrückt gespielt.

Einige Antworten hast Du Dir ja schon selbst gegeben. Du brauchst den Alkohol wenn Du einsam bist, Du brauchst Alkohol weil Du lockerer werden willst, und es fehlt Dir eine ganze Portion Selbstbewustsein. Das sind alles klassische Begleiderscheinungen die man häufig bei Suchtkranken findet. Ich mußte auch erst lernen mit diesen Dingen ohne Alkohol umzugehen. Ich kann nur unterstreichen was Max Dir geschrieben hat, ein nein Danke muß den anderen genügen. Du mußt nicht begründen warum Du keinen Alkohol mehr trinken willst.

Übrigens kannst Du Dich ja selbst mal testen, versuch doch mal 6 Wochen überhaupt keinen Alkohol zu trinken. Wenn Du dies nicht schaffst, solltest Du dringent was unternehmen. Am sinnvollsten ist dann ein Besuch bei einer Suchtberatungsstelle, dort erhälst Du hilfe um vom Alkohol loszukommen, wenn Du Dir das Wert bist.

Liebe Grüße von Günther einem Weggefährten.


mohnfeld Offline




Beiträge: 223

26.09.2004 21:51
#5 RE: Wie soll es nur weitergehen? antworten

hallo Jil,

Du kannst auch erstmal einfach sagen - danke, ich trinke im Moment keinen Alkohol.
Das ist nicht verkehrt und fällt Dir vielleicht für den Anfang leichter.
Es ist prima und ganz sicher richtig, dass Du Deinem warnenden Gespür bezüglich Deiner Trinkgewohnheiten traust, hellhörig bist und es nicht einfach schleifen läßt- und auf diese Weise ja schon mal hierhergefunden hast.

einen unterstützenden gruß!
mohnfeld


Ingrid ( gelöscht )
Beiträge:

26.09.2004 21:57
#6 RE: Wie soll es nur weitergehen? antworten

Du musst Dich doch gar nicht erklären... Wenn Du Raucher bist erwartest Du doch sicherlich auch nicht eine Rechtfertigung, wenn andere in Deiner Nähe nicht rauchen (wollen)!


Saftnase Offline




Beiträge: 1.206

27.09.2004 02:08
#7 RE: Wie soll es nur weitergehen? antworten

Hallo und willkommen Jil,

auch ich habe mal mit einem Glas Wein angefangen......
Es war gar nicht der Geschmack, sondern die Wirkung, die ich gebraucht habe, um bestimmte Situationen zu überstehen.
Ich wollte auch immer "richtig" sein, unterhaltsam und manchmal war es eben die Langeweile oder das Alleinsein, worüber mich der Alkohol hinweg hob.

Das Blöde dabei ist, dass ich mich an das locker, leichte Gefühl gewöhnt und lange Jahre gar nicht gemerkt oder wahr haben wollte, dass ich ohne dieses künstliche angeturnt sein, weder ich selbst war, noch dass ich mir etwas ganz schlechtes angetan habe.
Dafür hat sich aber der Konsum immens gesteigert, weil eine halbe oder ganze Flasche gar nicht mehr ausreichte, um auf die schwebende Wolke zu kommen. Selbstverständlich habe ich mir keine Gedanken gemacht, denn schließlich trinkt ja jeder Alkohol und weil es bei mir immer mehr wurde, habe ich mir eingeredet, dass ich halt besonders viel vertrage. Da war ich Dussel auch noch Stolz drauf.
Irgendwann bin ich auf harte Schnäpse umgestiegen, weil mir das Entsorgen der Wein- und Sektflaschen zu lästig wurde.

Ich denke, du solltest deinen Konsum für mindestens 6 Wochen einstellen. Dann wirst du merken, wie du dich in dieser Zeit fühlst und wie sehr die Alkoholgedanken in deinem Kopf kreisen.
Allerdings kannst du bereits nach 2 Gläsern Wein nicht aufhören und du gierst nach der WIRKUNG des Alkohols. Das ist für mich ein untrügliches Zeichen, dass du bereits mehr als dir lieb ist, auf die Wirkung, gerade in bestimmten Situationen, angewiesen bist.
In diesem Stadium würde ich dir raten, dauerhaft konsequent auf Alkohol zu verzichten.
Die Suchtspirale wird sich sonst immer weiter nach unten drehen. Ein Alkoholiker kann seinen gewohnten Pegel nicht herunterschrauben, sondern er wird sich langsam aber stetig erhöhen.
Wenn du bei einer Flasche Wein angelangt bist, wirst du mit einer halben oder viertel Flasche niemals das Wohlgefühl erreichen......

Ich kann dir aber aus Erfahrung sagen, dass das Leben ohne Alkohol viel mehr Spaß macht und eine ganz andere Qualität bietet.
Die positive Persönlichkeitsveränderung, die ich erleben durfte, ist mein Kapital um auf die alkoholische "Verbiegung" nicht mehr angewiesen zu sein.
Ob jetzt andere Leute trinken interessiert mich nicht und ab einem gewissen Pegel entziehe ich mich deren Gesellschaft.
Angebotenen Alkohol kann ich ganz einfach mit "nein, danke" zurückweisen, ohne große Erklärungen abgeben zu müssen.

JEDER ist für sich SELBST verantwortlich. ICH BESTIMME, was mir bekommt und was ich möchte - sonst NIEMAND.

Ich wünsche dir sehr, dass du die Kurve bekommst und nicht viele Jahre an einen "Freund" verschenkst, der durch Geschmack? und Wirkung ein verdeckter
Langzeit-Killer ist.

Liebe Grüße

Laila


Wildatheart ( gelöscht )
Beiträge:

27.09.2004 07:10
#8 RE: Wie soll es nur weitergehen? antworten

Hallo Jil,

Ich finde es toll von Dir das Du die Zeichen der Zeit erkennst und Dich sehr kritisch mit Deinem Alkohol Konsum auseinandersetzt;zwar zweifelst Du noch ein bißchen daran ob Du wirklich schon Alkoholiker bist oder doch noch die Kurve zu dem 1 Glas Wein schaffen kannst.


Es scheint mir auch so das Dir manche schreckliche Erfahrung durch Alkohol erspart worden ist,das macht Deine Situationn natürlich ein bisschen schwerer.

Oft brauchts bei einem Alkoholiker den persönlichen Tiefpunkt, (Polizei,Krankenhaus,Finanzieller Ruin,.....),um eine starke Motivation zu entwickeln aufzuhören.
Ich wünsche Dir das Dir das alles erspart bleiben wird.

Bei mir fings natürlich genauso an, nur war ich damals nicht so schlau wie Du auf meine inneren Gefühle zu hören.

Saftnase hat vollkommen recht das es bei weiterem Konsum unweigerlich zu einer Dosis Steigerung kommen wird, aber das hast Du selbst ja auch schon bemerkt.

Für mich persönlich hab ich rausgefunden das wenn ich mir nicht durch Alkohol Glücksgefühle verschaffe, ich es auf einen anderen Weg machen muß,und das sind dann die realen Sachen die am nächsten Morgen nicht weh tun sondern weiterhin poistiv wirken.

Aller Anfang ist schwer,auf den richtigen Weg bist Du allemal, den glaub mir Alkoholismus hat noch niemanden ein happy end beschert.

Ich wünsch Dir alles Gute und viel Kraft


Max mX Offline




Beiträge: 5.878

27.09.2004 07:32
#9 RE: Wie soll es nur weitergehen? antworten

hallo Jil,
ich knüpfe mal an Saftnase Laila an, deren Ausführungen wohl kaum zu überbieten sein dürften.
Der notwendige (und zu recht so oft zitierte) Tiefpunkt, an welchem "der Alkoholiker" zuerst sein muss, bevor er aufhören kann, heißt ja nicht dass du unbedingt zuerst stockbesoffen im Gebüsch übernachten musst, sondern dass du dich selber nicht mehr leiden kannst. Also dich stört dein eigenes Trinkverhalten dermaßen, aber emotional, die ganze Seele schreit nur noch, dass du dich kaum noch in den Spiegel gucken möchtest. Außer nach ein paar "Gläschen" dann geht es ja wieder.
Ich konnte mich damals selber nicht mehr leiden
ich wollte es ändern und konnte es nicht,
auch nicht beim allerbesten Willen,
deshalb musste ich vor dem Alkohol kapitulieren,
das war der Tiefunkt,
seit dem geht es bergaufwärts,
ich wünsche dir ein gleiches
Max


Adobe Offline




Beiträge: 2.561

27.09.2004 11:17
#10 RE: Wie soll es nur weitergehen? antworten

Hallo Jil und herzlich willkommen.

Auch bei mir fing die Trinkerei mit 1 - 2 Gläsern Wein an. Zum Schluß war ich bei 2 Flaschen und war damit immer noch "gesellschaftsfähig". War aber so dusselig, überhaupt nicht zu merken, daß da was nicht stimmt. Und eines Tages kamen dann Entzugserscheinungen. Erst da habe ich bemerkt, daß da was aus dem Ruder geraten ist.

Als ich dann trocken war, war ich sehr erstaunt über die Reaktionen der anderen. Es hat wirklich keinen interessiert, daß ich statt zu einem Glas Alkohol zu einem Glas Saft gegriffen haben. Ich glaube, da macht man sich viel zu viele Gedanken um nichts.

Wenn ich heute irgendwo was angeboten kriege, genügt ein einfaches nein danke, ein Glas Wasser wäre mir lieber. Begründen tue ich das nicht.

LG
Adobe


apfelsaft Offline



Beiträge: 256

27.09.2004 11:57
#11 RE: Wie soll es nur weitergehen? antworten

hallo jil,

du hast gemerkt das etwas mit deinem trinkverhalten nicht stimmt und hast den mut aufgebracht dich hier vor anderen und dir selber zu outen. der erste schritt! Prima! mir erging es ähnlich.

die frage bin ich alkoholiker? oder ab wann bin ich alkoholiker wird hier oft gestellt... auch ich wollte mir es anfangs schönreden...(nasses denken, hintertürchen offenhalten etc.)so weit wie "Die" biste ja noch nicht....ergo auch kein richtiger alki.

aber was bringt mir diese skala: 2 bier täglich: stufe 1 eine flasche am tag: stufe 2, mit der flasche korn auf der parkbank stufe 5 usw. Nichts
irgendwann hat, wenn nicht vorher die einsicht gekommen ist und die damit verbundenen maaßnahmen durchgezogen werden, der alkoholkranke die letzte stufe der skala erreicht! siech-station!( im letzten meeting erzählte franz (er schrieb eine biographie "der beton-springer")wenn jemand interesse an diesem buch hat, erkundige ich mich gerne nach weiteren daten) von dieser "endstation des alkoholikers" die kranken liegen nur noch auf betten, nackt (die kleidung wird von ihnen runtergerissen), sie werden gefüttert weil sie nichts mehr selbstständig machen können.. sie nehmen nichts mehr wahr und warten letzendlich noch auf den tod. "tot-gesoffen".

für mich ist es motivation genug nicht dort zu enden!
auch wenn ich vielleicht nur am anfang der scala stand!

bis später mal

markus


Jil Offline




Beiträge: 21

27.09.2004 22:03
#12 RE: Wie soll es nur weitergehen? antworten

Hallo ihr ... und vielen Dank für eure lieben Antworten!
Hab mich echt gefreut, dass gleich so viele geschrieben haben.
Ich habe jetzt mal ein paar ganz neue Sichtweisen zu dem Thema bekommen.

Ihr habt ja (natürlich :grins2 recht, wenn ihr sagt, dass man es nicht erklären braucht, wenn man nichts trinken möchte. Ich glaube, ich bin da immer noch ein bisschen in diesem Schema drin, dass Alkohol eben dazu gehört, wenn man "cool" sein will. So war das jedenfalls ganz früher mal zu Schulzeiten. Die Zeiten sind zwar lange vorbei, aber irgendwie habe ich diese (schlechte) Einstellung "verschleppt".

Eure Idee, mind. 6 Wochen nichts zu trinken will ich mal probieren. Bin sehr gespannt, ob ich es schaffe. Bis jetzt bin ich sehr zuversichtlich. Der Wille ist auf jeden Fall da. Ich werd dann mal hier rein schreiben, wie es so läuft (bzw. laufen wird dann hoffentlich nix mehr - hm, schlechter Witz . ). Richtig schwierig wird es wohl spätestens Ende Oktober, wenn ich zu einer Party eingeladen sein werde (ansonsten gehe ich eher selten auf Partys), da bin ich mal gespannt, wie das wird. Ob ich es schaffe, auch wenn die Unsicherheit ohne Alkohol wieder hochkommt. Hilfe !!!

Ich fahre aus Prinzip nie Auto, wenn ich etwas getrunken habe. Und auch sonst hatte ich noch nie Probleme mit der Polizei o.ä. durch A. Ich habe auch gar kein Auto, da ich mir als Studentin gar keins leisten kann.

Ich bin im Grunde schon ganz zuversichtlich, dass ein Leben ohne A. auch ein erfülltes oder sogar noch ein viel besseres sein kann. Was mich nur so enttäuscht, das bin ich selber: Warum schaffe ich es nicht, am Abend einfach ein Glas zu trinken und es dabei zu belassen? Das deprimiert mich, weil es für mich eine Schwäche ist. Naja, man kann eben nicht alles haben im Leben.

So long ...

Liebe Grüße an alle!

Jil


Biene2 Offline




Beiträge: 4.231

28.09.2004 08:01
#13 RE: Wie soll es nur weitergehen? antworten

Hallo Ihrs,

das mit diesem einen Glas und Gläschen hatten wir ja vor Kurzem schon mal in einem anderen Threat.
Ich hatte am Samstag dazu ein sehr aufschlussreiches Gespräch mit meinem Mann.

Der erzählte mir auch,wie sein Vater früher immer der Meinung gewesen sein,er hätte sich das Püllchen nach seinem Arbeitstag verdient.

Natürlich blieb es ja nicht bei dem einen Püllchen....

Naja,aber nu zu meiner Feststellung in diesem Zusammenhang....gibt es eigentlich eine noch lebensverachtendere Einstellung zu diesem Thema????

"Ich habe nun diesen Tag ertragen müssen ...und nu darf ich mir endlich die Birne wegschiessen...!!!

Ich weiß,wenn man in dem Sumpf steckt,ist das völlig normales Denken....für mich ist das mittlerweile nur noch krank.


fallada Offline



Beiträge: 2.386

28.09.2004 08:37
#14 RE: Wie soll es nur weitergehen? antworten

Hi Jil,

"Warum schaffe ich es nicht, am Abend einfach ein Glas zu trinken und es dabei zu belassen? Das deprimiert mich, weil es für mich eine Schwäche ist."

Hmm, könntest du (schon) unter Kontrollverlust leiden? Das wär keine "Schwäche" sondern ein klassisches Symptom von Alkoholkrankheit...
Darum geht ja auch der Spruch: "Laß das erste Glas stehen, dann mußt du das zweite nicht trinken!"

Schönen Tag wünscht,
fallada


Jil Offline




Beiträge: 21

28.09.2004 11:06
#15 RE: Wie soll es nur weitergehen? antworten

Hallo!

Ihr seid wirklich super, baut mich immer wieder auf...

@ Biene:
Du hast natürlich vollkommen recht.. Ich muss noch an meiner Einstellung arbeiten und dabei vor allem an meinem Selbstwertgefühl, denn wenn das gut ist, dann gibt es ja auch keinen Grund mehr, mir selbst Schaden zuzufügen.

@ fallada:
Der Spruch ist gut! Muss ich mir merken.

Naja, bis jetzt ist alles im Grünen Bereich, mal sehen wie die Woche noch so wird.

Liebe Grüße
Jil


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