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Saufnix
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 Ganz, ganz viele Fragen
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Rosalie ( gelöscht )
Beiträge:

17.09.2004 17:07
#46 RE: Psychischer Alkoholentzug antworten

Hallo Alexander,

darf ich Dich mal zwischendurch was fragen? Welcher Nationalität gehörst Du eigentlich an? Mir fiel auf, das Du eine sehr außergewöhnliche Schreibweise hast. Kann natürlich auch an Deiner speziellen Individualität liegen, wie Du Dich ausdrückst und eigentlich gar nix mit Nationalität zu tun haben...
Musst auch nicht antworten wenn Du nicht magst...
Würd mich nur interessieren...

LG
Rosalie


Gast ( gelöscht )
Beiträge:

17.09.2004 17:22
#47 RE: Psychischer Alkoholentzug antworten

@nicole

tschuldigung: IMHO = "In My Humble Opinion" = "meiner unmaßgeblichen/bescheidenen Meinung nach"
Ist ein oft gebrauchtes Acronym, aber klar, muß man nicht kennen, mein Fehler

@Alexander
Selbsterkenntnis ist der unbedingte Anfang, denke ich. Trinker neigen dazu, nicht nur ihre Umgebung, sondern auch sich selbst zu belügen, sich was vorzumachen. Nur du selbst weißt, wie du dich nach "nur" einem Bier fühlst, ob Körper und/oder Geist "mehr davon und alles wird gut!" schreien. Wenn letzteres der Fall sein sollte, dann würde ich sagen: Willkommen im Club...
"ob ich es auch alleine schaffen kann"
Da weiß ich nicht genau, was du meinst. Alleine den Entzug zu machen? Hier wirst du aus der Entfernung kein klares Ja oder Nein bekommen (können)! Als ich vor zwei, drei Jahren mal aufhören wollte, habe ich wegen genau dieser Frage bei den AA angerufen und konnte der Frau nach Schilderung meines Konsums endlich ein "naja, wenn _Sie_ es unbedingt wollen, versuchen Sie es, aber halten Sie eine Flasche Wein bereit..." Denn das beste Mittel gegen Entzugserscheinungen ist wohl halt Alkohol. Einige hier haben den Entzug alleine gemacht, das bedeutet aber _gar nichts_! Ist keine "Leistung" oder so, sondern eher aus Feigheit, Notwendigkeit, Unwissenheit oder warum auch immer so gemacht.
Aber _alleine_ trocken zu _bleiben_, ohne Therapie und Begleitung durch eine Gruppe, das ist dann schon seeehr viel schwieriger.

In Zeiten von Arbeitslosigkeit und/oder (scheinbar) hoffnungsloser Lage mit dem Saufen aufhören zu wollen, da bist du (auch hier zu Board) nicht allein!

Das _muß_ gehen

Viel Kraft und täglich den Kopf etwas höher,
fallada


Alexander75 Offline



Beiträge: 26

17.09.2004 17:59
#48 RE: Psychischer Alkoholentzug antworten

hallo Rosalie

ja ich weiß das ich etwas komisch schreibe
liegt daran das ich 5 jahre auf einer sprachschule war weil ich gestottert habe.
leider ist beim lernen nicht mehr zu stottern die rechtschreibung etwas zurück geblieben
aber denke mal mich versteht jeder

hi falladam

ich hatte es ja vorgestern aus probiert und habe gemerkt das nach 2 schluck bier meine ängste und depris weg waren.
denke mal ist schon eindeutig das ich alki bin.
ganz alleine werde ich es nicht schafen, aber da habe ich ja zum glück meine therapeutin, weiß bloß nicht on alle paar wochen ein gesprech mit ihr was bringt.
in einer selbsthilfe gruppe waren nicole und ich schon, leider hat es uns nicht viel gebracht..
ich persönlich finde mehr unterstützun im net wie zum beispiel hier.
zur zeit lass ich mir auch noch die möglichkeit immer was trinken zu können wenn es zu schlimm wird.
ich stelle mir nur die frage was besser ist.
eine flasche bier oder eine tavor (art valium)
leider hat aus der klink noch nimant geantwortet, ich werde woll bis montag warten musse.
ich bin schon sehr gespannt wie es heute abend wird, ob ich es schafe nichts zu trinken.
sicherlich kann mir keiner ein klares ja oder nein zum allein versuch sagen, ich habe aber immer wieder raus gehöhrt das ich es lassen sollte.
zur zeit fühle ich mich aber noch so als könnte ich es alleine mit nicole schaffen, ich weiß auch nicht warum ich nicht in die klink will.
ich habe einfach angst das sie mich falsch einschätzen dort, grade wegen meinen ängsten.
so das war es erst mal, ich werde mal den abend ab warten was er mir bringt.

LG
Alexander75


fallada Offline



Beiträge: 2.386

17.09.2004 18:27
#49 RE: Psychischer Alkoholentzug antworten

Hi Alexander,

"ich stelle mir nur die frage was besser ist. eine flasche bier oder eine tavor (art valium)"

Wenn dir deine Ärztin "tavor" verschrieben hat, dann natürlich das, keine Frage! Schau mal auf den Beipackzettel: Geht das Zeug überhaupt mit Alk?!

Schönen Abend,
fallada


Nic357 Offline



Beiträge: 16

17.09.2004 18:30
#50 RE: Psychischer Alkoholentzug antworten

Hallo fallada

Das Tavor hat ihm die Ärztin gegeben als Notfallmedi gegen die Ängste, da wußte sie noch ncihts von seinem Alkproblem.
Daher wollen wir es ja auch erst mal vermeiden

LG
nicole


Max mX Offline




Beiträge: 5.878

17.09.2004 18:39
#51 RE: Psychischer Alkoholentzug antworten

hallo Alexander,
in meiner Therapie gab es die Sprittis, die Piller und die Kombinierten (im Slang der geschlossenen Station). Es ist möglich die selbige Wirkung zu erzielen - weil das austauschbar ist - egal ob man nun Alk trinkt oder solche Pillen mit Suchtpotential schluckt. Wobei ich dein Medikament nicht kenne, bei uns damals war das 'Faustan' und wirkte recht stark, also 1 Faustan = etwa 3 Doppelte.
In der Klinik wärest du schon deshalb ganz gut aufgehoben, weil man Alk hart absetzt (immer mit Distra 'im Anschlag'), wogegen Medikamente allmählich abgesetzt wurden. Und erst danach kommst du sicher auch an deine Angst und Panik heran, umgekehrt jedenfalls nicht.
ich grüße euch, Max
(sch . . .ade aber besser isses nicht)


barbaraa Offline




Beiträge: 538

17.09.2004 18:58
#52 RE: Psychischer Alkoholentzug antworten

hallo ihr,

jetzt muss ich mich auch mal kurz einmischen.
tavor gibt man krebspatienten, wenn sie sehr grosse schmerzen haben. tavor ist in verbindung mit alkohol so ziemlich das allerletzte. ausserdem gewöhnt man sich sehr schnell daran.

ich weiss wovon ich schreibe, denn in unserem kühlschrank stehen noch 2 flaschen davon. die hat mein mann genommen, nach einer sehr schweren operation. nimmt man zuviel davon, oder in verbindung mit alkohol fängt man an zu spinnen. das verwirrt total den geist.

finger weg davon!!
aber ansonsten ist dieser thread sehr interessant. ich bin zur zeit nur etwas schreibfaul

bis dann, oder im chat
die normalerweise gar nicht aus der ruhe zu bringende

barbaraa
jetzt will ich auch mal mit dem kopf an die wand hauen!


Adobe Offline




Beiträge: 2.561

17.09.2004 19:06
#53 RE: Psychischer Alkoholentzug antworten

Hallo Alexander,

wenn Du ein Suchtproblem hast, dann Vorsicht vor Tavor. Meine Bekannte (auch Alkoholikerin) hat Tavor 2 Wochen lang genommen. Nach Absetzen bekam sie am dritten Tag einen Krampfanfall und landete auf der Intensivstation.

Ich will Dir keine Angst einjagen, aber sowas würde ich nur im äußersten Notfall nehmen. Auch ist Medikamentenabhängigkeit viel schwieriger im Entzug als Alkoholabhängigkeit.

LG
Adobe


fallada Offline



Beiträge: 2.386

17.09.2004 19:08
#54 RE: Psychischer Alkoholentzug antworten

Hallo Nicole,

jetzt bin ich ein wenig verwirrt... Habt ihr die Befürchtung, daß Alexander kollabiert, wenn er kalt entzieht, oder seid ihr am Überlegen, ob man seine Angstzustände mit Alk. oder Valium bekämpft?

Ich bin aber weder Arzt noch Therapeut, sondern nur (Ex-)Trinker. Alexander, Hilfe aus'm inet ist gut und schön, aber, _professionelle_ Hilfe wirst du da nicht bekommen!

Viele Grüße,
fallada

PS: Wenn Alexander akute Attacken hat und derart verunsichert ist, warum fahrt ihr nicht einfach ins Krankenhaus? Das ist eine ehrliche Frage! Was soll die Quälerei?!

[f1][ Editiert von fallada am: 17.09.2004 19:17 ][/f]


Nic357 Offline



Beiträge: 16

17.09.2004 19:26
#55 RE: Psychischer Alkoholentzug antworten

Hallo

uhi hier hat sich ja einiges getan

Also....Tavor wird zum beispiel in psychatrischen Kliniken benutzt um pazienten von ihrer panik runter zu holen , um überhaupt an sie ran zu keommen bzw sie zu therapieren...wenn eine Panikzustand so extrem ist und auf dauer ...dann ist man nicht fähig zu therapieren. Daher wird erst Tavor in kombination mit Antidepressivum verordnet.
Tavor ist fast gleich zu stellen mit Valium.
Es wird unter anderem Panikpazienten gegeben die in ambulanter Therapie sind und es dann als absolutes Notfallmedi dehmen können, sofern sie es nicht schaffen sich selber aus der Panik zu holen. Natürlich und das ist mir auch ganz klar...werden wir Tavor nicht als Dauermedi nehmen, denn dann wäre es eine Suchtverlagerung und die endgiftung wäre wahrscheinlich köplerich richtig heftig.
Also keine bange....mir ging es nur drum ob man es im absoluten notfall einsetzen darf...oder ob dann der entzug wieder von vorne beginnt....wie als wenn er sich das bier zur beruhigung holen würde.


LG
nicole

[f1][ Editiert von Nic357 am: 17.09.2004 19:27 ][/f]


Alexander75 Offline



Beiträge: 26

17.09.2004 19:26
#56 RE: Psychischer Alkoholentzug antworten

hi zusammen

also ich kenne die wirkung von tavor sher gut.
es ist eine notfall tablette für mich wenn die ängste zu groß werde.
wenn überhaubt nehme ich eine tavor wenn es sein muss, wenn die angst zu groß ist.
ich stelle mir nur die frage was besser war, alk oder tavor.
natürlich einmalig.
kann schon sein das tavor bei krebs eingesetzt wird aber auch sehr oft bei ängsten.
bis jetzt geht es mir eigentlich auch sehr gut, und ich habe 48 std keine alk getrunken, werde mal sehen wie es weiter geht.
ein riesen dank für eure anteilnahme an meinen problem,das weiß ich sehr zu schätzen.
ich merke auch wie es mir hilft hier über meine probleme zu reden
schade das keine von der sucht klink zurück gerufen hat, die hätte ich wegen dem tavor fragen können.
aber so schnell wird man davon nicht anhänging, sonst hätte es mir meine psychaterin nicht verschrieben.
soll nicht heißen das ich mehr als eine nehme, wenn es sein sollte.
ich denke mal ich werde weiter ab warten was mir die tage bringen und dann endscheiden was ich machen, tavor oder alk.
am besten natürlich garnichts.
wieleicht sehen wir uns ja später im chat

LG
ALexander75


Nic357 Offline



Beiträge: 16

17.09.2004 19:34
#57 RE: Psychischer Alkoholentzug antworten

Hallo Fallada

Alexander hat momentan keine akuten attacken....wir wollten nur vorsorglich das abklären bevor wir etwas falsch machen.

Naja Krankenhaus ist so ne sache,.....er hatte schon mal vor ein paar monaten einen extremen stundenlangen Panikanfall...wo selbst ich ihn nicht runter holen konnte...also schnappte ich ihn und bin mit ihm hier ins örtliche KH gefahren.....Die ärzte wußten gar nicht was sich machen sollten und fragten dann doch tatsächlich mich was sie tun sollten
Naja ich sagte ihnen dann das ich gerne eine Tablette zur beruhigung für ihn hätte damit er runter kommt und schlafen kann. Das gaben sie uns dann auch, aber mehr wußten die auch nicht. So was finde ich schon der Hammer, wenn der Arzt in einer Klinik mich fragt was er machen soll.

Nun warten wir mal ab wie es ihm heute abend geht und was der morgige tag bringt...ich denke vordenken ist gut, aber wichtig ist hier und jetzt,..oder?

LG
nicole


barbaraa Offline




Beiträge: 538

17.09.2004 19:34
#58 RE: Psychischer Alkoholentzug antworten

hallo liebster alexander 75,

du schreibst: für was ich mich entscheide, tavor oder alk.
findest du das nicht etwas heftig?

mit so einem spruch forderst du die leute heraus. das saufnixboard ist nicht dazu da sich für tavor oder alk zu entscheiden, sondern für keines von beiden.

also nix für ungut

barbara


Nic357 Offline



Beiträge: 16

17.09.2004 20:06
#59 RE: Psychischer Alkoholentzug antworten

Hallo barbara

ich denke das kam falsch rüber, natürlich will er keines von beidem nehmen...er meint nur das er es erst entscheiden wird wenn es nötig wäre eine entscheidung zu fällen.

LG
nicole


Gast ( gelöscht )
Beiträge:

18.09.2004 09:01
#60 RE: Psychischer Alkoholentzug antworten

Hallo Alexander,

Als langjährige Panikerin muss ich mich auch mal zu Wort melden.
Vor 7-8 Jahren habe ich die angslösende Wirkung von Alkohol erkannt und mir auch gedacht 2 Bier pro Tag schaden nicht.
Endlich hatte ich was gegen meine Angst, was ziemlich schnell wirkte. Besser als die Tabletten.

(Nur zur Info, ich hatte eine sehr heftige Angsterkrankung, habe am Anfang vor 13 Jahren in den ersten 3 Wochen 6kg abgenommen, weil ich gar nicht mehr runter kam von meinerAngst. Danach war es zwar "besser" aber echt jahrelang furchtbar.)

Naja, du siehst, ich bin heir gelandet. Dazwischen lagen Jahre in denen es bergab ging mit mir. Zu letzt waren 6 Bier die Norm, Wochenende auch mehr.
Am Schluß wusste ich nicht mehr, was vorherrschte. Die Angst, die Depression oder der Entzug, wenn ich keinen Alk hatte.

Ich bin nicht in die Klinik gegangen. Nicht mal meine Hausärztin weiß bescheid, die kennt nur meine Angst und meine Depris.

Ich bin an dem Punkt, an dem ich mir sage, dass ich an der Angst nicht sterbe, würde ich aber wieder Alk trinken, würde das irgendwann zu meinem Tod führen. Also Angst aushalten.

Und das Schöne derzeit. Die Angst hält sich in total erträglichen Grenzen. Ich bin mittlerweile über 3 Monate trocken und werde es weiter bleiben.

Die Depris gibt es noch, aber in Summe habe ich sehr viel Lebensmut geschöpft und sehe meiner Zukunft mit Freude entgegen. (Meistens).

Eigentlich will ich dir mit meiner Antwort nur sagen: Kein Alkohol gegen die Angst!!!

Liebe Grüße, Alexandra


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