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Saufnix
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Dieses Thema hat 7 Antworten
und wurde 665 mal aufgerufen
 Akute Hilfe
Alexandra1392 Offline




Beiträge: 57

11.08.2004 06:36
RE: Freundeskreis antworten

Hallo Zusammen,

Ich sitze hier ganz friedlich und ausgeschlafen und lese mich wieder mal durch die Beiträge.

Also ich wüsste nicht, ob ich jemals trocken geworden wäre, wenn ich so einen Freundeskreis wie z.B. Keoma gehabt hätte. Und das ist offensichtlich ein ganz "normaler".

Meine ensten 3 Freundinnen mit denen ich oft ausgehe trinken so gut wie nie Alkohol. Die sind richtig froh, dass ich jetzt den ganzen Abend nüchtern bleibe.

Die Leute in meinem Umfeld sind fast ausschließlich immer nüchtern, nur mein Freund trinkt ab und zu sein Bier.
Bei der Arbeit wird nie getrunken und auch bei Firmenseminaren oder so ist Antialkoholisches (am Abend) am Tisch die Regel und Alkohol die Ausnahme.

Ich glaub ich hab echt gute Voraussetzungen um trocken zu bleiben und dafür bin ich im Moment einfach unsagbar dankbar.

Wie ist das aber, wenn der Freundeskreis zu den Kampftrinkern zählt? Ich meine trocken werden und den Freundeskreis zu ändern ist sicher keine leichte Sache oder hat sich das bei euch von selbst ergeben? Und wie ging das?

Neugierige Grüße, Alexandra


Reiner Offline




Beiträge: 1.036

11.08.2004 06:49
#2 RE: Freundeskreis antworten

Moin Alexandra

....ich sitze auch schon seit 4.00 Uhr am Pc und kein bissel müde obwohl ich Spätschicht habe und erst 24 Uhr ins Nest bin...

Bei mir hat sich das (Prob) Freunde eigentlich von selbst gelöst, nachdem ich trocken war/bin.
In die Kneipe ging ich nich mehr also fielen schon die Saufkumpane weg...
Und danach fielen noch ganz wenige durch's Raster wo ich im Nachhinein feststellen musste, dass es eh keine richtigen Freunde waren.
Dann kam bei mir noch der Umzug (500Km) dazu und ich habe hier nur wenige... dafür aber echte Freunde, auf die ich mich verlassen kann und die mich und meine Krankheit verstehen und akzeptieren

Musste grad tierisch grinsen als ich Dein Profil las

Ciao Reiner


1Aldebaran ( gelöscht )
Beiträge:

11.08.2004 08:29
#3 RE: Freundeskreis antworten

Hallo Alexandra,

ich habe Auch die Erfahrung gemacht, dass sich das von ganz alleine regelt.
Schließlich wirst du, wenn du nicht mehr (mit-)trinkst für das trinkende Umfeld "uninteressant"...hast dich davon distantziert und geoutet.
Die meiden dann ganz automatisch deine Gesellschaft; teils aus Neid und "Bewunderung", weil du aus diesem "erlauchten Kreis" einen Ausweg gefunden hast, teils auch, weil sie sich nicht die *Sauflaune* verderben lassen wollen.

Wir gehören halt nicht mehr "dazu"...Gott sei Dank!

Nen super Tag euch allen

Aldebaran


Max mX Offline




Beiträge: 5.878

11.08.2004 09:05
#4 RE: Freundeskreis antworten

hallo Alexandra,
„Ich meine trocken werden und den Freundeskreis zu ändern ist sicher keine leichte Sache oder hat sich das bei euch von selbst ergeben? Und wie ging das?“
Der "Umtausch des Feundeskreises war bei mir eine eher leichte Sache. Das hatte mit Konsequenz zu tun. Nach meinem seelischen Zusammenbruch an mir selber konnte ich ja kapitulieren vor dem Alk. Das war dann die Grundlage, alles andere ergab sich daraus. Alles wo Alk war kam für mich nicht in Frage, ohne Erklärung nach außen und nach innen. Das war einfach so. Und wer mich nun nach wie vor kennen wollte der tat es dann trocken. Und wer nicht, dann eben nicht.
Nach länger als einem Jahr trocken nahm ich dann gelegentlich an Festen teil wo auch getrunken wurde. Da wusste ich aber stets vorher dass mich das nicht berühren würde (oder ich wäre nicht hingegangen). Kleiner Nebeneffekt: Zuerst waren die anderen, ohne Alk, gehemmt oder lahm, nach 3,4 oder 5 Gläsern tauten sie dann auf. Und genau so heiter war ich bereits vorher erschienen weil ich so bin. Und nach einer weiteren Stunde ging ich dann für gewöhnlich fort, weil die Versammlung immer platter wurde. Schade um die Zeit, und sowas fand ich früher mal lustig?!!
ich grüße dich, Max


Adobe Offline




Beiträge: 2.561

11.08.2004 09:16
#5 RE: Freundeskreis antworten

Hallo Alexandra,

in meinem engsten Freundeskreis war wohl ich die Säuferin. Das hatte ich festgestellt, als ich aufgehört hatte. Ich war diejenige, die immer Alkohol aufgetischt hat. Habe dann auch immer das meiste getrunken. Als es bei mir keinen Alkohol gab, war Kaffee für diese Leute genauso gut.

Bei 2 Säufern ging die Freundschaft in die Brüche aber ausschleichend und ohne mein Zutun. Es war halt nicht mehr interessant mich anzurufen und fragen gehen wir dort und dort hin.

Heute bin ich mit einem befreundet, der ganz schön trinkt. Habe ihn aber erst vor 4 Jahren kennengelernt und es stört mich nicht mehr, wenn er seine Weine trinkt.

Ansonsten ist mein Umfeld wie bei Dir ziemlich trocken. Meine beste Freundin trinkt im Jahr soviel, daß man damit keinen Goldfisch betäuben könnte. (Noch nie getan).

LG
Adobe


Porzer ( gelöscht )
Beiträge:

12.08.2004 21:12
#6 RE: Freundeskreis antworten

Hi, Alexandra !
Tja, ich habe den Kontakt zu meinen ehemaligen Freunden abgebrochen, aus Angst wieder in die Szene reinzugeraten.
War schwer, aber wohl richtig.
Gruß: Eric


Hyperlink ( gelöscht )
Beiträge:

13.08.2004 22:19
#7 RE: Freundeskreis antworten

Hallo Alexandra
Ging alles von alleine, und war auch vorherzusehen. Erstens ging ich in keine Kneipe mehr, dann gabs in meinem Kühlschrank nur noch Frei-Mineralwasser statt Frei-Bier,das hat auch den Härtesten vergrault. Und als ich dann auch noch auf Therapie gegangen bin, war auch der letzte Saufkumpan Geschichte. Übriggeblieben sind diejenigen, die ich zu meinen Saufzeiten am wenigsten beachtet habe, nämlich die richtigen Freunde, die absolut nichts mit Alkohol am Hut hatten.


tommes ( gelöscht )
Beiträge:

16.08.2004 17:57
#8 RE: Freundeskreis antworten

hallo alexandra,

bei mir hat sich das fast auch von alleine geregelt.
okay, zunächst hab ich die leute auch erstmal auf mich zukommen lassen, war also passiv...wollt mal checken, wie sie mit meiner trockenheit umgehen.

abgesehen von ihrem üblichen gesabbel, von wegen...'ey, find ich voll gut, dass du abgekickt hast' usw. gingen mir die leute mit fortgeschrittem alk-/drugkonsum so dermaßen
auf den nerv, dass ich sie entweder rausgeschmissen habe, oder mich einfach schlafen gelegt habe.

am nächsten morgen hab ich ihnen dann auch klargemacht, dass sie mir auf den sack gehen und sie sich gerne wieder melden könnten, wenn ein vernünftiges gespräch möglich ist.

gut, klingt vielleicht hart, aber es war für mich der einzige weg mich selbst zu schützen, bzw. mich abzugrenzen.

und das waren nicht irgendwelche leute...mit den hatte ich sehr geile zeiten unabhängig von der ganzen suchtgeschichte. aber dennoch, ich hab mich weiterentwickelt und die leute schwelgen halt immernoch in ihren vorstellungen von anarchie/alternativem gegenkonzept/das system grundlegend verändern usw. (hallo bernd48)...ist aber im umnebeltem dauerzustand net umzusetzen...es ist nur einfach armselig.

anfangs hab ich auch noch missioniert, von wegen: kick erstmal von dem ganzen scheiß ab und find zu dir selber...
aber abgesehen davon, dass es für'n arsch war, hab ich mich dabei auch immer beschissener gefühlt.

gruß
tom


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