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Saufnix
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Dieses Thema hat 157 Antworten
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 Akute Hilfe
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Gast ( gelöscht )
Beiträge:

14.07.2004 21:34
#16 RE: traurige Bilanz antworten

Ja hallo Nelli
willkommen auf dem Board, den ersten Schritt hast Du schon getan weil Du einsiehst das Du nen Problem hast
Ich kann den anderen nur zustimmen, wenn Du den Entschluß gefasst hast nicht mehr zu trinken begebe Dich in ärztliche Obhut sonst kann das nach hinten losgehen. Ich will Dir keine Angst machen aber das werden Dir hier alle bestätigen das nach so einer langen Zeit des Alkohokonsums der Entzug alleine gefährlich ist.
Wenn Du auf nem Dorf wohnst und dem Arzt nicht vertraust gehe in die nächste Stadt ins Krankenhaus oder rufe ne Beratungsstelle an.
Dein Spruch mit dem nicht tiefer sinken glaube ich Dir aber hier werden Dir einige bestätigen das man noch tiefer sinken kann.
Also fasse Dir ein Herz und unternehme was ich wünsche Dir dazu viel Kraft und Erfolg

Monica
you never walk alone


Lisl Offline




Beiträge: 1.980

14.07.2004 21:44
#17 RE: traurige Bilanz antworten

hallo Nelli

auch von mir ein herzliches Willkommen

wenn Du wirklich aufhören willst zu trinken
und du hast morgen zittrige Hände, dann musst du zu deinem Arzt gehen oder in eine Krankenhaus!

Das ist der Anfang vom Ende des Elends!

Anschliessend Beratungsstelle und da gibt es dann Therapiegespräche
alles andere wegen Versicherung etc ergibt sich dann fast von selbst.

Alles gute und schreib wieder wie es Dir geht


Nelli ( gelöscht )
Beiträge:

14.07.2004 21:50
#18 RE: traurige Bilanz antworten

Hallo ich nochmal,
über die Qualen die da auf mich zukommen durch den Entzug und mein Finzanz-dilemma werde ich mir mal morgen Sorgen machen, was mich heut noch lang beschäftigen wird ist Tommis Frage: "Warum tust du dir das eigentlich an?"
Zuerst dachte ich: genau, hol dir doch noch paar Flaschen Bier am Büdchen, dann ist alles paletti!
Aber wäre das die Lösung für mein Problem? sicher nicht ...
Bezieht sich die Frage vielleicht eher auf das warum ich trinke? aus Langweile, aus Frust, weil es regnet? ich weis es wirklich nicht... ich sollte es wohl herausfinden. Oder willst du wissen warum ich aufhören will zu trinken? weil das Leben so einfach keinen Sinn mehr für mich macht.

Nelli


amapola4y Offline




Beiträge: 99

14.07.2004 21:51
#19 RE: traurige Bilanz antworten

achso Nelli
war eben nicht eingeloggt
mit der krankenkasse brauchst du dir keinen stress machen auf jeder krankenhausstation in der entzüge gemacht werden ist auch ein sozialarbeiter/in die regeln die sache für dich auch z.b sachen die arbeitslosenhilfe oder sozialhilfe betreffen.
also fasse dir ein herz und tue was !

Monica


Adobe Offline




Beiträge: 2.561

14.07.2004 21:58
#20 RE: traurige Bilanz antworten

Hallo Nelli,

zur Frage der Krankenversicherung. Wenn Du Arbeitslosenhilfe beantragt hast und die bewilligt bekommst (davon ist ja auszugehen), dann bist Du auch krankenversichert. Nur ist das Arbeitsamt ja im Moment ganz schön überlastet, so daß es etwas dauern kann. Ruf die Krankenkasse an und schilder denen die Lage. Du wirst sehen, es gibt einen Weg. Und dann steht auch dem Krankenhaus nichts mehr im Wege.

Ich persönlich fand das morgendliche Zittern dermaßen schlimm und entwürdigend, daß ich da dann sofort was unternahm.

Viele Grüße
Adobe


Ameise Offline




Beiträge: 1.110

14.07.2004 22:05
#21 RE: traurige Bilanz antworten

Hallo liebe Nelli,

den ersten Schritt hast Du getan:
Du hast Dich zu Deinem Problem bekannt.
Somit bist Du fürs Erste mal über Deinen Schatten gesprungen.
Ich weiß es noch von mir selbst -
es war die Offenbarung meines Lebens und
ich habe mit Herzklopfen auf die ersten
Reaktionen gewartet.
Genau wie Du wurde auch ich nicht gleich abgeurteilt, sondern erstmal willkommen geheißen.
Den ersten Ballast bist Du somit los.
Wenn Du jetzt am Ball bleibst und Deinen Zustand ehrlich und wahrhaftig ändern willst,
dann hast Du hier fürs erste alle Unterstützung,
die Du Dir wünschen kannst.

Seit kurzem sehe ich auf RTL mal wieder GZSZ -
da geht es zur Zeit u. a. um eine Frau, die alkmäßig ziemlich heftig am Abstürzen ist.
Heute ist da von dem Daniel, der ja auch trockener Alkoholiker ist (GSSZ-Insider wissen das), der Schlüsselsatz gefallen:
Er hat diese ziemlich am Boden zerstörte Frau aus seiner Wohnung geschmissen, weil die alles mögliche für ihre Trinkerei verantwortlich macht, nur sich selbst nicht
( Bernd) mit den Worten:
"Solange Du nicht erkennst, daß Dein einziges Problem die Sauferei ist, ist Dir nicht zu helfen."

Ich schreibe das jetzt, weil ich finde, dass das Problem in der Sendung ziemlich gut dargestellt wird.
Schau Dir die Serie vielleicht mal die nächsten Tage an.
Es ist erschreckend, wie man sich selbst darin wiederfindet.
So ein Spiegel kann nicht schaden.

Ich wünsche Dir, dass Dir das board so hilft, wie es mir geholfen hat.
Sicher wirst Du Dir mit der Zeit auch noch andere Hilfe suchen müssen, aber fürs erste bist Du hier erstmal gut aufgehoben.
Wenn Du es willst, kannst Du Dir hier die nötige Stärke herausziehen, die Du benötigst.

Alles Gute wünscht Dir die


tommie Offline




Beiträge: 10.571

14.07.2004 22:11
#22 RE: traurige Bilanz antworten

Zitat
Gepostet von Nelli
Oder willst du wissen warum ich aufhören will zu trinken? weil das Leben so einfach keinen Sinn mehr für mich macht.


Hallo Nelli ,

ich denke, du wirst die Frage, warum du dir das antust, nach nochmaligem, mehrmaligem Überlegen so verstehen wie ich sie gemeint habe .

Eigentlich ist es nicht wichtig warum du aufhören möchtest, der Wille dazu ist das was zählt. Jetzt wird es aber doch noch schwierig: es gilt, diesen Willen auch in die Tat umzusetzen.
Das Leben macht so keinen Sinn mehr für dich, du willst aufhören zu trinken?
Dann höre auf, wenn du noch einen Sinn in deinem Leben sehen möchtest. Bei deinem "Konsum" rate ich dir ganz persönlich dazu, dir professionell helfen zu lassen, mit allem was dazugehört: Arzt (ja ja...), Entgiftung, .....
auch alles eine Frage des Willens.
Du wirst sehen, nach dem allerersten Schritt ist alles weitere gar nicht mehr so "schlimm".


tommie


Nelli ( gelöscht )
Beiträge:

14.07.2004 22:26
#23 RE: traurige Bilanz antworten

Hallo nochmal,
ich kann jetzt gar nicht jedem einzelnen antworten, ich bin ganz schön überweltigt davon dass ihr mir alle auf mein Posting geantwortet habt, es tut so gut nicht mehr so ganz allein dazustehen ....
GZSZ kenn ich auch und ich leide jeden Abend mit Senta, ich glaube ich kann zu Zeit jeden Spiegel brauchen der mir vorgehalten wird.

Nelli


Ameise Offline




Beiträge: 1.110

14.07.2004 22:42
#24 RE: traurige Bilanz antworten

Eben - Du bist nicht allein.

Und man kann es schaffen!!!!!

Keine peinlichen Glascontainer-Gänge mehr.
Keine peinlichen Einkäufe in den Supermärkten des gesamten Landkreises, damit nur niemand merkt, dass man regelmäßig Alkohol einkauft.
Watt für ein Streß.

Nebenbei wird man mit einem besseren Aussehen und körperlichem Wohlbefinden belohnt.
Und man lernt definitiv nettere Leute mit der Zeit kennen.

Meine Durststrecke war auch ziemlich lang.
Arbeitslosigkeit - das schlimmste Kapitel überhaupt.
Aber ich habe die Zähne zusammengebissen.
Es hat lange gedauert - fast zwei Jahre - aber jetzt habe ich wieder Arbeit.
Geduld, Glaube an sich selbst, Glaube an das Gute -
Toleranz sich selbst und anderen gegenüber -
das kann man lernen und sich bewahren.
Die kleinen Erfolge summieren sich irgendwann auf einen etwas größeren Erfolg.
Das geht nicht von heute auf morgen.
Aber es ist machbar.

Kopf hoch - pack es an!!!!


Dinchen Offline




Beiträge: 49

14.07.2004 22:44
#25 RE: traurige Bilanz antworten

Hallo Nelli,

Auch von mir herzlich willkommen

Wenn du denkst, dass andere nicht bemerken dass du trinkst, dann ist dies ein Trugschluss.

Wir wohnen übrigens auch aufm Dorf, ein bisschen mehr als 1500 Einwohner.

Wenn ich in den Laden einkaufen gehe, dann fragen die mich schon ob ich noch einen Kasten Bier brauche. Weil sie wissen dass mein Partner jeden Tag das Bier holt. Vermutlich denken die schon, ich sei Alkoholikerin. Mir ist das irgendwie ganz schön peinlich.

Wenn er aus dem Haus geht, dann nimmt er immer ein Pfefferminzbonbon in den Mund und parfümiert sich ein. Er denkt immer noch dass man es dann nicht riecht.
Aber die Fahne riechen eben alle schon von weitem.

Den Glascontainer vom Dorf könnten wir locker zu uns bestellen. Jeden Tag einen Rucksack voller Flaschen....

Liebe Nelli, ich wünsche dir von Herzen dass du es schaffst.

Ganz viel Kraft und liebe Grüsse

Dinchen


NoAlktoday Offline




Beiträge: 654

14.07.2004 23:35
#26 RE: traurige Bilanz antworten

Hallo Nelli,

auch von mir ein herzlich Willkommen hier am Board.
Ich sage immer, der erste richtige Schritt in die Abstinenz beginnt mit dem Erkennen seiner Alkohol-Krankheit und mit der Suche nach Informationen, um sich helfen lassen zu können.
Du hast den ersten Schritt bereits unternommen und dazu möchte ich dir gratulieren. Du findest hier auf dem Board viele Menschen, die alle dasselbe hinter sich gelassen haben, wogegen du jetzt ankämpfst.
Auch ich fühlte mich vor mehr als 22 Monaten nur noch wohl, wenn ich meinen Pegel wieder auffüllen konnte und schämte mich, mit zittrigen Fingern meinen Alkohol an der Kasse zu bezahlen. Auch ich suchte immer wieder andere Geschäfte auf, um nicht aufzufallen, dass ich Alkohol kaufen musste.

Später habe ich meine Gedanken dazu zu Papier gebracht und dabei ist auch dieses Gedicht entstanden:

Gelebt, genippt, genossen, gesoffen.
Ein Ende in Sicht? Es war noch offen.
Geweint, gehadert, gefragt:
Warum ich?
Wollte nur trinken.
Warum trifft es mich?

Gekämpft, versucht, gescheitert, verkrochen.
Warum ich?
Was hab ich verbrochen?
Zum Mittag das Bier, am Abend den Wein.
Nur aufhören geht nicht.
Warum muss das sein?

Nicht mehr!
Das war's.
Den Weg gefunden.
Bedauern für verschenkte Stunden.
Das Licht ist da.
Das Leben lacht.
Was habe ich bisher gemacht?
Vergeudet die Jahre, das Leben versoffen.

Nun geht es aufwärts,
Abstinenz lässt hoffen.


Ich hoffe für dich, dass du auch bald "Nicht mehr!" sagen kannst. Nimm nach Möglichkeit alle Hilfen an, die dir geboten werden. Du wirst es nicht bereuen!

Ich wünsche dir auf dem Wege in ein trockenes Leben alles Gute!

Jutta




[f1][ Editiert von NoAlktoday am: 14.07.2004 23:36 ][/f]


detlef54 ( gelöscht )
Beiträge:

15.07.2004 00:06
#27 RE: traurige Bilanz antworten

Hallo Nelli,ich glaube das Du an einen Punkt angelangt bist,wo Du Dich entscheiden mußt..will ich saufen und daran sterben oder will ich aufhören und leben.Wenn Du sterben willst..dann trinke weiter..es kann noch lange dauern,aber der Weg führt dorthin!
Solltest Du dich für das Leben entscheiden..mußt Du mit dem Saufen aufhören,so einfach ist das!
Sicherlich denkst Du..was ist das für ein Spinner?,aber glaube mir ,ich weiss worüber ich rede.Ich war in der gleichen Situation..alle anderen hatten Schuld ..nur ich nicht,was habe ich alles in meiner nassen Zeit hoch und heilig versprochen,doch gehalten habe ich nichts.Ich denke jeder für sich muß seinen eigenen Tiefpunkt erreichen und mit dem Arsch an der Wand stehen um zu erkennen das es so nicht weiter gehen kann.Wenn Du meinst,das Du diesen punkt erreicht hast,dann zögere nicht und lasse Dir provessonell helfen.Gehe zu einen Arzt deiner Wahl oder gleich ins Krankenhaus,mache einen Entzug!Du brauchst Dich nicht zu schämen oder deinen Kopf darüber zerbrechen,Du bist nicht die Erste und sicherlich nicht die Letzte die Hilfe in Anspruch nimmt!Nur unter ärztlicher Aufsicht und therapeutischer Betreung ist in den meisten Fällen ein Erfolg zu verbuchen,aber das wichtigste ist.."Ich muss es wollen"!!So ein Entzug tut nicht weh,selbst die Ärzte und Krankenschwestern wissen deinen Entschluß zu würdigen..respekttieren diesen und geben uns so schon ein Gefühl der Achtung..und das ist Balsam für unsere Wunden und Psyche. Einzel und Gruppengespräche helfen Dir, und lassen Dich erkennen das Du nicht alleine in dieser Lage bist.. und gemeinschaftlich ein Weg daraus finden.Mach es!!Ich drücke Dir beide Daumen..liebe Grüße Detlef


Saftnase Offline




Beiträge: 1.206

15.07.2004 00:27
#28 RE: traurige Bilanz antworten

Hallo Nelli,

ich begrüße dich recht herzlich und kann dir bestätigen, dass mir deine Erzählungen auch seeeehr bekannt vorkommen.
Aber ich würde dir unbedingt raten, bei deinem Konsum keine großen Experimente bezüglich des Entzuges zu wagen, sondern unbedingt den Hausarzt aufzusuchen.
Du brauchst auch keine Scham zu haben, denn dein Hausarzt ist an die Schweigepflicht gebunden. Das gilt auch für ein kleines "Kuhdorf".
Im übrigen wird man bei dir im Ort schon wissen, welchem "Hobby" du frönst. Von daher gesehen kann es dir doch egal sein, was die Leute reden oder denken. Genausowenig, wie jemand von den "Tratschtanten" zu dir sagen würde: Mädel, ich glaub du trinkst zu viel, mach mal was - genausowenig sagt anschließend einer: Prima, dass du nichts mehr trinkst.
Aber getrascht wird trotzdem.

Die Leute müssen dir einfach egal sein.
Es geht nur um dich!
Du möchtest wieder leben und zufrieden werden - nicht die Leute.

Was meinst du, wie sich dein Inneres und Äußeres positiv mit der Trockenheit verändern werden? Du wirst überrascht sein und dich fühlen, wie neu geboren.

Natürlich werden sich deshalb Arbeitslosigkeit oder andere Probleme nicht in Luft auflösen, aber du gehst mit einer anderen Energie und Selbstsicherheit an die Sache ran.
Das schöne Gefühl der Lockerheit und des-über-den-Dingen-stehen, was dir der Suff vorgauckelt, ist nur eine Seifenblase, die immer wieder zerplatzt und die du mit jedem neuen Schluck wieder aufbläst.
Verlasse die Welt der Seifenblasen und lerne das Leben fest auf zwei Beinen stehend kennen.

Das ist am Anfang immer schwierig und deshalb ist es ungemein wichtig, Kontakt mit Leuten zu haben, die ganz genau dieselbe alkoholische Höllenfahrt hinter sich
haben.
Bei den saufnixern hast du schon mal den ersten Angelhaken gefunden, um immer weiter und besser aus dem Alkoholtümpel rauszukommen.

Nelli, ich habe auch über 20 Jahre in unterschiedlicher Menge, im Alkohol geschwommen und in den letzten 3 Jahren wäre ich fast darin untergegangen.
Der Anfang der Abstinenz war nicht unbedingt einfach, aber es ist zu schaffen und vor allem: es lohnt sich. Selbst wenn jetzt eine Wunderpille auf den Markt käme, die es mir ermöglicht nach einem Glas Alkoholika, nicht mehr weiter trinken zu müssen, dann würde ich trotzdem verzichten, weil ich keinen Sinn mehr in diesem Getränk erkenne und mittlerweile einen richtigen Ekel davor habe.

Ich wünsche dir, dass du den ins Auge gefassten Weg einschlägst und dich nicht davon abbringen lässt.

Liebe Grüße

Laila


bordeauxnixe ( gelöscht )
Beiträge:

15.07.2004 08:57
#29 RE: traurige Bilanz antworten

@Laila:
Es ist immer wieder klasse zu lesen wie du unsere Krankheit auf den Punkt bringst! Kann dir nur beipflichten.

@noalktoday
Applaus für dein Gedicht


@Nelli: Auch von mir ein herzliches Willkommen in diesem Forum. Du hast diesen Tread "traurige Bilanz" genannt. Das ist die Wahrheit!

@alle, folgendes habe ich von einer Seite eines trockenen Alkoholikers:

"Gründe zum Trinken"

Ich trank, aus Freude und mir wurde elend.
Ich trank, um glücklich zu werden, und wurde unglücklich.
Ich trank,um aus mir herauszugehen und habe mich in mich verkrochen.
Ich trank,um besonders vornehm und klug zu wirken und wurde derb und ausfallend.
Ich trank,um Freunde zu finden und machte mir Feinde.
Ich trank,um meinen Kummer loszuwerden und badete mich in Selbstmitleid.
Ich trank,um schlafen zu können, wachte aber unausgeruht auf.
Ich trank,um stark zu sein und fühlte mich schwach.
Ich trank,aus medizinischen Gründen und wurde krank.
Ich trank,weil ich glaubte, dass mein Beruf es foderte und verlor meine Arbeit.
Ich trank, zur Entspannung und bekam das Zittern.
Ich trank,um mehr Selbstbewußtsein zu bekommen und wurde unsicher.
Ich trank,um mutig zu werden und bekam Ängste.
Ich trank,um Sicherheit zu erlangen und wurde ein Zweifler.
Ich trank,um meine Gedanken zu beflügeln und hatte Filmrisse.
Ich trank,um Konversation zu machen, doch meine Zunge war gelähmt.
Ich trank,um warmherzig zu werden und verlor meine Kaltblütigkeit.
Ich trank,um kaltblütig zu sein und verlor dabei meine Warmherzigkeit.
Ich trank,um mich wie im Himmel zu fühlen und lernte die Hölle kennen.
Ich trank,um zu vergessen und fühlte mich von Gespenstern verfolgt.
Ich trank,um frei zu sein und wurde zum Sklaven.
Ich trank,um Problemen zu entfliehen, sah aber, wie sie sich vervielfältigen.
Ich trank,um Kraft zu bekommen und wurde immer kraftloser.
Ich trank,um mit dem Leben fertig zu werden und begegnete dem Tod.
Ich trank,weil ich es für richtig hielt und alles wurde falsch.



EINE BILANZ !

Liebe Grüße
und einen schönen "gute 24 Stunden" Tag an alle

Bordeauxnixe






[f1][ Editiert von bordeauxnixe am: 15.07.2004 9:32 ][/f]


Adobe Offline




Beiträge: 2.561

15.07.2004 09:09
#30 RE: traurige Bilanz antworten

Hallo Bordeauxnixe,

die Gründe sind echt gut. Da finde ich mich doch in vielen total wieder. Das muß ich mir aufheben.

Viele Grüße
Adobe


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