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Saufnix
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Dieses Thema hat 42 Antworten
und wurde 2.299 mal aufgerufen
 Akute Hilfe
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RainerAlk Offline




Beiträge: 34

27.05.2004 08:17
RE: Ich halte durch, ein Erfahrungsbericht antworten

Hallo Lisa, Hallo Maiglöckchen, Hallo Zusammen
hier wie schon früher angekündigt ein neues Thema, ist mir einfach zu dumm, immer unter " Der erste Tag ohne" zu schreiben.
Bin nun 10 Tage trocken und es gefällt mir gut. Meine Freunde und Bekannten habe ich nichts von meinem Problem erzählt. Sie habe auch mit einer Ausnahme nicht gefragt,warum ich keinen Wein mehr trinke. Diese Ausnahme war, als einer fragte, bist du krank, weil Du nichts mehr trinkst. Ich hatte nur mit "ja" geantwortet, dann hatte er in die Menge posaunt, "Rainer ist Krank" und es kam ihn sofort selbst außerst dumm vor.
Trinke jetzt viel Traubensaft. Merke entlich, das es außer Bier und Wein noch andere Getränke gibt. Beim Italiener zu Nudeln Tomatensaft mit Salz und Pfeffer, schmeckt super!!!
Melde mich demnächst wieder.
Gruß
Rainer


NoAlktoday Offline




Beiträge: 654

27.05.2004 15:18
#2 RE: Ich halte durch, ein Erfahrungsbericht antworten

Hallo Rainer,

Glückwunsch zu den trockenen Tagen

Und zu dem

Zitat
Meine Freunde und Bekannten habe ich nichts von meinem Problem erzählt. Sie habe auch mit einer Ausnahme nicht gefragt,warum ich keinen Wein mehr trinke.



Da fragt auch selten mal jemand nach.
Heutzutage sind viele mit ihrem KFZ unterwegs, möchten nichts riskieren und bleiben gerne nüchtern.
Man kann ja auch zusammen sitzen, ohne sich abzufüllen, oder?
Meist sind wir es doch, die sich einen Kopf machen, ob es auffällt. Und solange man bei derartigen Fragen nicht unbedingt betont, dass man nicht darf, sondern sagt: Nein danke, ich will nicht....
wird das auch überall akzeptiert.
Jedenfalls ist mir das so aufgefallen
Heute frage ich mich höchstens bei Anderen im Stillen, wenn sie zu viel trinken, ob das sein muss.

So ändern sich die Zeiten

Dir weiterhin alles Gute und halte durch, es lohnt sich!

Gruß Jutta


RainerAlk Offline




Beiträge: 34

27.05.2004 15:33
#3 RE: Ich halte durch, ein Erfahrungsbericht antworten

Hallo Jutta
so ist das.Als wir uns noch regelmäßig volllaufen lassen haben,glaubten wir, nicht aufhören zu können,damit die Anderen unser Problem nicht erkennen, "wir können Alles ab!" Was werden wohl für Fragen kommen, wenn ich coöa oder Saft trinke? Alles nur ausreden um weiter saufen zu können. Auch Alkoholfahrten mit dem Auto sind heute kein Kavaliersdelikt mehr.
Ich bin im Moment richtig glücklich. Gehe jetzt in den Garten und werde Gurken säen und Tomaten pflanzen. Früher hatte ich hierzu gar keine Zeit, war immer nur mit dem Alk beschäftigt. Wo bekomme ich den nächsten Drink her und wo kann ich ihn verstecken.
Es beginnt eine schönere Zeit!!!
Gruß
Rainer


Lisl Offline




Beiträge: 1.980

27.05.2004 17:13
#4 RE: Ich halte durch, ein Erfahrungsbericht antworten

Hallo Rainer

du hast geschrieben:
"Ich bin im Moment richtig glücklich. Gehe jetzt in den Garten und werde Gurken säen und Tomaten pflanzen. Früher hatte ich hierzu gar keine Zeit, war immer nur mit dem Alk beschäftigt. Wo bekomme ich den nächsten Drink her und wo kann ich ihn verstecken.
Es beginnt eine schönere Zeit!!!

Das ist so schööööööööööön

kenne ich von mir

Gestern 16 Wochen und hier zu schreiben hatt mir so viel geholfen durchzuhalten

Leuts dieser Spruch oben von Willo hatt mir das alles wieder bewusst gemacht


Ich danke Euch bin nun ganz euphorisch geworden könnt grad in den PC hineinkriechen und euch umarmen


Adobe Offline




Beiträge: 2.561

27.05.2004 23:47
#5 RE: Ich halte durch, ein Erfahrungsbericht antworten



Rainer, da hast Du verdammt recht. Ich sehe Autofahren mit Promille auch nicht mehr als Kavaliersdelikt an. Im Gegenteil, heute verurteile ich diejenigen, die angetrunken fahren. Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis mehr. Ich würde heute nicht mal mehr mit einem einzigen Glas fahren. Was nicht heißen soll, daß ich das Glas trinken will.

Letztens bei einer Autofahrt habe ich zu meinem Sohn gesagt, ich könnte nicht die Hand dafür ins Feuer legen, daß ich mein Leben lang trocken bleibe und nie wieder was trinke (habe ich zwar vor) aber ich lege sie dafür ins Feuer, daß ich garantiert kein Auto fahre mit einem einzigen Schluck.

Und ich muß Dir beipflichten, ohne Alkohol geht es einem viel besser. Das Leben ist viel schöner.


Adobe


NoAlktoday Offline




Beiträge: 654

28.05.2004 00:24
#6 RE: Ich halte durch, ein Erfahrungsbericht antworten

Hallo Adobe

Wie wahr, wie wahr:

Zitat
Und ich muß Dir beipflichten, ohne Alkohol geht es einem viel besser. Das Leben ist viel schöner.



Das habe ich gerade am heutigen Abend festgestellt. Wir hatten Besuch und was gehört auf den Tisch?
Richtig - Alkohol.
Ich saß daneben, amüsierte mich und konnte feststellen, wie manche nach dem Alkoholgenuss Artikulationsprobleme hatten.
Mensch, war ich froh, dass ich von dem Zeugs los bin :-)
Ich habe morgen früh keinen dicken Kopft und weiß noch ganz genau, was los war

Hallo Rainer

Es ist ja nicht nur schön, Gurken zu säen und Tomaten zu pflanzen, sondern du wirst feststellen, dass die Früchte, die du irgendwann ernten wirst, dann ganz anders schmecken!
Und letzten Endes kann man sich sogar daran erinnern, was man alles investiert hat, damit es so weit kommen kann.
Das ist ein schönes Gefühl!

Also weiter durchhalten

Gruß Jutta


RainerAlk Offline




Beiträge: 34

30.05.2004 10:13
#7 RE: Ich halte durch, ein Erfahrungsbericht antworten

Hallöchen Ihr Lieben
jetzt sind 2 Wochen um wo ich trocken bin und ich muß immer an Alk und meine damaligen Saufphasen denken. Zum Teil sogar mit freude. Meine Saufkumpels sind in meinen Tagträumen da und wir saufen bis zum Umfallen. Dabei überkommt mir eine gewisse Freude. Ist dies normal??? Ich will doch vom Alk wegkommen!!!
Morgens Aufwachen und nüchtern sein, keinen schweren Kopf zu haben, sich an alles erinnern können, das ist das was zählt. Im Moment bin ich allerdings im Tief, ich weiß nicht warum? Hattet Ihr auch solche Tagträume???
Gruß
Rainer


LisaBen Offline



Beiträge: 85

30.05.2004 19:09
#8 RE: Ich halte durch, ein Erfahrungsbericht antworten

hallo rainer

mach nich schlapp jetzt, scheiß träumerei.
klar verbindet man auch viele positive erinnerung mit dem genuss von alkohol. wenn ich dran denk demnächst ohne ein weinchen am rhein zu hocken, immer. nie wieder sekt zum frühstück und nie wieder edle tropfen in nuss
das ist schon irgendwie ganz schön hart. aber da müssen wir jetzt wohl durch, wir vertragens halt nicht.
schiel nicht nach deinen saufkumpanen, ich hab' selbst so einen, der ist aber auch krank. sei froh, dass du jetzt den anfang schon gemacht hast. 14 tage sind doch echt 'ne leistung. hab' ich heute auch

sei lieb gegrüßt
lisa


Pauline Offline




Beiträge: 580

17.06.2004 16:36
#9 RE: Ich halte durch, ein Erfahrungsbericht antworten

Hallo rainer alk,

hast Du durchgehalten?

Gruß Pauline
PS fange heute an zu trocknen


Marieluu ( gelöscht )
Beiträge:

17.06.2004 22:30
#10 RE: Ich halte durch, ein Erfahrungsbericht antworten

Rainer,

es gibt immer Hochs und Tiefs am Anfang der Trockenzeit.
Halte durch- Morgen kann es schon wieder ganz anders aussehen und Du freust Dich über Deie Nüchternheit

Ich wünsche Dir gute 24 Stunden
Marieluu


RainerAlk Offline




Beiträge: 34

19.06.2004 12:51
#11 RE: Ich halte durch, ein Erfahrungsbericht antworten

Hallo zusammen
leider hatte ich nicht durchgehalten.
Vor 14 Tagen ist mein Vater gestorben,abends nach der Beisetzung habe ich mit meinem Bruder zusammengesessen.Ich hatte nicht den Mut nein zu sagen und hatte mit Ihm ordentlich einen gebechert. Am nächsten Tag gleich einen hinterher. Dann war ich über den Tod meines Vaters und über mich selbst so trairig,das ich bis heute trocken bin(14 Tage). Dies Sauferei nach der Beisetzung will ich in keinster Weise entschuldigen. Es tut mir alles so unendlich leid. Ich fühle mich wie in ein tiefes Loch gefallen. Ich will gerade jetzt durchhalten.
Gruß
Rainer


fallada Offline



Beiträge: 2.386

19.06.2004 19:31
#12 RE: Ich halte durch, ein Erfahrungsbericht antworten

Hallo Rainer,

du bist dir selbst sicher der strengste Richter... Anders gehts ja auch gar nicht.
Hat denn dein Bruder Bescheid gewußt über deinen Vorsatz? Du hast es jetzt aber klar, daß wir uns zum Saufroboter programmiert haben?! Ein, zwei Glas und der Rest geht automatisch bis zur "Erfüllung". Am Nein-Sagen zum ersten Glas mußt du also noch arbeiten.

Ich fang genau heute Woche 6 an; mir gehts nich gut, aber besser.
Es ist zwar kein Wettbewerb, weil jeder will es ja in erster Linie für sich selbst, aber ich bin trotzdem auf mich gespannt, ob ich zu der Minderheit gehöre, die drei Monate ohne Rückfall schafft... Die Chancen stehen nicht schlecht. Ich bin hypersensibilisiert in Dingen die ich so um mich rum über Alkohol hören muß: Eine gutaussehende Schauspielerin "fällt" mit 3,1 %o aus dem Fenster, ein Öko-Bierbrauer meint Biergenuß "in Maßen" sei gesund, ein Schauspieler tönt Schauspielerei und Alkohol gehörten (fast) zusammen,...
Ich krieg dabei neuerdings immer eine Rebellion im Hirn! Ich bin mir nicht sicher, ob mir diese Reaktion gefallen muß. Ich werd doch nicht noch ne Tanke als "Quell des Bösen" abfackeln

So, jetzt habe ich wieder mal nur von mir geredet. Aber interessieren tuts mich wirklich, ob dich dein Bruder belabert hat und zum anderen, ob nach zwei Tagen "volles Programm" auch wieder die volle Ladung Entzugserscheinungen folgen? Nö, is nich wegen Vorbereitung oder so, nur aus kindlicher Neugier.

fallada - jetzt wieder mit aufbauender sig


Adobe Offline




Beiträge: 2.561

19.06.2004 21:54
#13 RE: Ich halte durch, ein Erfahrungsbericht antworten

Hallo Rainer,

ein Tod eines geliebten Menschen kann einen schon umhauen. Ich wüßte nicht, wie ich da reagieren würde. In meinem schlauen Buch steht, Rückfälle gehören zum Trockenwerden. Also nicht verzagen und auf ein Neues.


Hallo Fallada,

nach 2 Tagen kommen Entzugserscheinungen nicht volle Power aber erhöhter Puls und Nervosität sind da.


Viele Grüße
Adobe


RainerAlk Offline




Beiträge: 34

27.06.2004 21:05
#14 RE: Ich halte durch, ein Erfahrungsbericht antworten

Hallo Ihr Lieben,
möchte mich mal wieder melden. Bin jetzt schon wieder 3 Wochen trocken. Gestern abend war ich mit alten Freunden zusammen. Es gab wie immer jede Menge Bier und Schnaps zu trinken. Ich hatte nur Cola getrunken. Die ersten 10 Minuten kamen Fragen, warum kein Bier, "ist mir heute nicht nach" und dann war das Thema vom Tisch. Hatte nicht gedacht wie leicht dies geht. Habe mich über mich selbst gefreut. konnte dann spät abends auch mit dem Auto nach Hause fahren. Ein Tolles Gefühl. Werde auch die kommende Woche troicken bleiben.
Gruß an Alle die es geschafft haben und nach schaffen wollen
Rainer


LisaBen Offline



Beiträge: 85

28.06.2004 17:20
#15 RE: Ich halte durch, ein Erfahrungsbericht antworten

hallo rainer,

tut mir leid wegen deinem vater.
es ist aber gut, dass du gerade jetzt nichts trinkst, denn das erschwert die trauerarbeit immens oder macht sie gar unmöglich.
mein vater ist vor 1 1/2 jahren gestorben und ich hab'
genau das falsche gemacht, mich betäubt, jeden tag.
dafür häng ich jetzt durch und komm' nicht recht raus aus meinem tief.
du machst es besser

Zitat
Gepostet von RainerAlk
Es gab wie immer jede Menge Bier und Schnaps zu trinken.



hey rainer, warum tust du dir sowas eigentlich an?
das ist ja fast masochistisch, ich vermeide solche situationen tunlichst, immernoch.

schön, dass du wieder da bist

lisa


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