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Saufnix
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Dieses Thema hat 45 Antworten
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 Akute Hilfe
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Smina Offline



Beiträge: 69

04.05.2004 01:15
RE: warum, warum?? antworten

Hi Ihr Lieben

warum? was soll das? was ist mit mir los???

findet ihr mich normal????
morgen hab ich eienn termin zur suchtberatung. den hab ich am freitag bekommen.
Oh suchtberatung wie toll, da wird mir ja geholfen, also brauch ich ja selber nichts mehr tun. fazit seit freitag trinke ich auch wieder. ja warum? weil mir ja morgen geholfen wird.

ich habe so schöne sachen hier reingeschrieben.. meine freude.. alles ist weg.
warum? weil ich ja gar kein problem habe! klar ich hab getrunken .. und? dicker kopf am nächsten tag.. ich weiß ja das ich auch ein paar tage ohne schaffe. ich bin nicht krank...
es will mir nicht in den kopf. zu trinken ist so normal für alle und ich soll krank sein? nicht mal einen sekt zu sylvester?
ich bin soweit das ich morgen nicht hingehen will. weil ich wieder denke es ist doch normal mal was zu trinken. aber jeden tag???

ich habe so viel hier gelesen. ich bin froh ich hatte die tage keinen entzug wie er hier beschrieben wird. also kann ich doch nicht krank sein!!

was soll ich denn dem mann morgen sagen? hallo ich bin die tanja und ich trinke ganz gern mal einen??

ich habe angst das er mich auslacht und sagt gehen sie nach hause und trinken sie einfach mal etwas weniger.
aber ein bier zum grillen ist erlaubt.

warum das alles jetzt?
ich meide schon als dieses forum damit ich keine schlechtes gewisen bekomme. ich frage mcih ob mein trinkverhalten wirklich sooo schlimm ist. mach ich hier panik? oder bin ich naiv? oder ist es meine krankheit die mich das nciht erkennen läßt?

ich bin seit eingen tagen wieder total depressiv. solte ich meine tabletten wieder nehmen? ich mag keine tabletten lieber trink ich mir einen, so scheint es. mir geht es gut wenn ich meine medikamente nehme. aber es sträubt sich in mir alles gegen tabletten. aber so gehts doch auch nciht. ich bin so hin und hergerissen zwischen ich will nicht und es ist doch egal, weil es scheinbar nicht soo schlimm mit mir ist


muß ich denn erst das mitmachen was viele andere auf diesem bord erlebt haben? muß ich dahin kommen zu zittern würgen schweiß, unterm tisch liegen????
dann sag ich mir wieder, ach bei mir nicht ich kanns ja kontrollieren...
aber ich bin zu schwach. einem glas folgt das nächste.. egal rein damit bis nichts mehr geht


oh bitte.. was soll ich nur tun? soll ich in einem jahr nochmal hierherkommen wenn mir der ernst bewußt ist? warum will ich es nicht begreifen??? warum, warum, warum???

LG
Tanja






[f1][ Editiert von Smina am: 04.05.2004 1:18 ][/f]


antabus ( gelöscht )
Beiträge:

04.05.2004 01:44
#2 RE: warum, warum?? antworten

hallo smina.
ich kann dir gut nachfühlen. ich habe heute zwar meinen 21.tag geschafft. aber das ist noch nicht viel und in beängnstigender nahe zu meinen bisherigen rekorden.
und tabletten hab ich auch, die ich in den inseln der trockenheit und jetzt wieder nehme. die verheißen alleine aber auch keine glückseligkeit.
man kann wirklich sehr glücklich sein wenn man mehere tage nichts getrunken und sich vom letzten exzess erholt hat. das hält aber nicht bei jedem ewig an. nach 21 tagen bin ich wieder ausgenüchtert und nüchternheit hält einzug, ich kann dir da also keine versprechungen über ein trockenes paradies machen, denn meine situation in der welt hat sich nicht wesentlich verändert. aber meiner ausgangspunkt. ich bin halt ich und ich bin in der lage mein leben zu leben anstatt mich nur zu hassen, zu bedauern und an mir über meinen gestrigen suff zu verzweifeln.
die frage ist nicht ob du normal bist oder nicht. du hast nur gar keine zeit dich wirklich umzusehen, wenn du immer wieder ins trinken abtauchst.
ich würde dir natürlich raten, morgen zu der suchtberatung zu gehen. gerade die tatsache, dass du morgen croggy oder verzweifelt oder beides sein wirst, sollte dich dorthin treiben. und du musst auch keine ehrenrunden mehr drehen für die nächsten 12 monate.
du hast so zynisch geschrieben, als hättest du für dich analysiert, der gebongte termin bei der suchtberatung hätte dich nochmal dazu angetrieben, ein vermeintlich letztes mal zu saufen. ich kenne diese verhaltensweise gut. die frage ist, ob du den weg der abstinenz gehen willst. damit kannst jederzeit anfangen, aber du musst ihn dann auch anfangen.
vielleicht nützt dir die erfahrung deines letzten rückfalls, wo die andere alternative noch so spürbar ist, bei deiner entscheidung. ich halte mir für mich jeden tag halt vor augen, was die alternative zu der realität ist und am liebsten stelle ich mich dabei morgens während meiner rückfälle vor
kann nich sagen, was in ein paar wochen ist. aber lust auf einen rückfall habe ich keinen, nur angst davor. die angst hat mich mittlerweile in die arme eines merkwürdigen medikaments getrieben, für das ich aber nicht unbedingt werbung machen will.

ich wünsche dir jedenfalls viel kraft. ich fühle mit dir. mir ging es vor 21 tagen nicht anders. wollte nicht belehrend klingen. selbst wenn du die nächsten tage depri sein solltest, du bist es wert, die herausforderung anzugehen, nicht zu trinken und ich würde voll gerne mich auch trauen, in diesem forum oder anderswo über meine nüchternen gedanken sprechen zu können, die mich traurig oder ängstlich machen, denn ich fühle mich schon wie ein zerrupftes huhn in der welt. aber ich will halt nicht noch mehr federn lassen, sondern lieber zaghaft gackern und so.

liebe grüße
a.


Smina Offline



Beiträge: 69

04.05.2004 02:15
#3 RE: warum, warum?? antworten

danke.. manchmal hilft es einfach mal wieder wachgerüttelt zu werden.

während ich das hier lese schenke ich nch mal das glas nach..
und frage mch immer noch warum warum will ich nicht begreifen.
der anfang schien so einfach, ich habe gejubelt ohne ende. aber dann kam die ernüchterung . klar fühlte ich mcih besser aber die realität war die geleiche. tagsüber leichter zu ertragen wennman ncit mit einem dicken kopf umherrennt.. aber abends schneller zu vergessen wen man mal was trinkt.
warum habe ich mich nicht einfach ins bett gelegt um zu sclafen? warum bin ich zum maibaumfest gegangen? warum habe ich drei wasser getrunken und als mir jemand ein bier ausgab, warum habe ich nicht nein gesagt?


ist der druck von außen zugroß? alle trinken und dawill ich ja nciht auffalen weil ich nichts trinke und das erklären muß , warum ich nciht trinke?? es gibt ne menge leute die ich kenne die nichts trinken die enfach neine sagen. es ist ncihts schlmmes dabei, ich hab das immer akzeptiert, warum konnte ich nicht nein sagen.

neben mir saß ein mann nicht viel älter als ich. an seinem gesciht war zu erkennen das er entweder krank war oder auch ein alkohol problem hatte. der gastgeber der runde hat ihm ein wasser ausgegeben. ich habe mich den ganzen tag geärgert. denn ich dachte mir wennder ein wasser bekommt warum ich dannein bier. nun stand es da.. mittags um 1. und abends war grillen angesagt.

haute hab ich michertappt . meiner mutter fiel ein das ich ja morgen einen termin hab. trauergeschwängert hat sie es ihrem freund gesagt. ( meine arme tochter geht zum henker sozusagen) ich wollte losschreien nun fang nicht an jedem davon zu berichten, ist doch ihr freund mein treuer saufkumpan.
es gab tage (die wenigen die ichhatte) wo ich am liebsten ein reisen plakat vor das haus stellen wollte *ich bin alkoholikerin und will jetzt trocken werden!!*
aber heute wollt ich mich nur noch schämen. mit einem glas bier in der hand soll ich sagen , morgen hab ich einen termin bei der suchtberatung???
ich weiß nicht was schlimmer ist . die niederlage eingestehen oder nicht merh trinken zu dürfen, wollen, müssen.

noch dazu habe ich geatern und heute noch mehr eine so arg herbe freundschaftliche enttäuschung erlebt die keine worte mehr findet. deswegen möchte ich einfach nur schreien.. aber ich tu es nicht ich trinke halt.

nur eins weiß ich morgen muß ich nüchtern bleiben.. ich habe einen wichtigen abend vor mir.
ach lieber himmel .. ich hab so viel geschriben dabei wollt ich nur danke sagen..
das ist wohl der alkohol der mich geschwätzig macht. ich sollte leiber mien tagebuch rausholen, aber das schreiben it dem stift fällt schwerer als ds mit der tastatur.

ich hoffe ganz stark das mein umfeld bald auch einsehen hat. denn nein zu sagen ist eine sache wenn etwas angeboten wird, aber nein zu sagen wen etwas vor mir steht ist noch schlimmer.

ich bin truarig über mich .. und alle die mich nciht verstehen (damit men ich nicht euch sondern mene familie die denkt ich spinn mir mal wieder was zurecht weil ich zum essen 3,4 bier hatte)

LG
Tanja


Beachen Offline




Beiträge: 3.654

04.05.2004 08:43
#4 RE: warum, warum?? antworten

Hallo Tanja !

Glaub nur nicht ich kenne solche Gedanken nicht.
So in etwa hab´ich wohl auch herumgeeiert, bevor ich aufhörte zu trinken. Zuerst hab´ ich meinen Trinkrhythmus geändert ( also zb nur einmal die Woche trinken) aber das änderte garnichts an meinem Problem.
Ich konnte auch dann nach einem Bier nicht aufhören zu trinken, das Problem war irgendwie nur zeitlich verzögert.
Die Wende kam erst, als ich ganz aufhörte zu trinken.

Was mich aufhorchen läßt, ist das du schreibst, " dann darf ich nichts mehr trinken", solange du denkst, du mußt auf etwas verzichten, ( "alle anderen dürfen ja auch trinken") oder es ist eine Strafe/Opfer nichts mehr zu trinken, solange wird es sehr schwer sein für dich.
Ich für mich denke, endlich BRAUCHE ich nicht mehr zu trinken.
Und das befreit mich ungemein.

Tanja, ich habe den Eindruck du leidest unter deinem Alkoholkonsum, reicht das allein nicht, dagegen etwas zu unternehmen ? Im Endeffekt kannst du doch "froh" sein, nicht noch stärker drinzuhängen mit Entzugserscheinungen am Morgen. Oder willst du genau darauf warten ?
Ich rate dir dringend, den Termin heute wahrzunehmen.
Und dort offen und ehrlich zu sagen, was dich belastet.
Empfinde das auch nicht als Niederlage, versuche es doch mal als Chance zu sehen.
Du hast die Chance auf ein zufriedenes Leben, nutze sie !
Du kannst dort auch deine Probleme mit der Depression ansprechen, dort sitzen Psychologen ( zumindest hier bei unserer Suchtberatungsstelle) die kennen sich aus mit dieser Kombi Alkohol/Depression.
Was ich noch etwas unglücklich finde, ist das dein Umfeld auch sehr alkoholgeschwängert ist ( Freund der Mutter Saufkumpan). Von dort wirst du nicht viel Unterstützung zu erwarten haben, ich hatte den Eindruck, da ist man eher traurig dich als Zechkumpan zu verlieren, oder man muß man dann mal über den eigenen Alkoholkonsum nachdenken, und das ist sicher nicht sehr willkommen.
Ich denke, du mußt dich da unbedingt abgrenzen, zumindest was das Trinken betrifft.
Sicher es ist deine Mutter, aber du mußt erst mal an dich denken und einen Weg finden.
Ich habe auch meinen gesamten trinkenden Bekanntenkreis lange nicht gesehen.

Tanja ich wünsche dir alles Gute und nur Mut !!!
Es ist eine Möglichkeit, eine Chance !

Gruß
Bea


Adobe Offline




Beiträge: 2.561

04.05.2004 09:40
#5 RE: warum, warum?? antworten

Hallo Tanja,

auch ich verstehe Deine Reaktion. Im Gegensatz zu mir damals bist Du aber schon einen Schritt weiter. Du erkennst selber, daß mit Deinem Trinkverhalten was nicht stimmt. Ich hatte darüber überhaupt nicht nachgedacht, für mich war das normal. Dann bin ich eines Tages wegen einem anderen Problem zur Ärztin. Sie hat einen Grundcheck gemacht und mir beim Abschluß gesagt, ich hätte wohl ein Alkoholproblem. Da war ich ganz schön geschockt und habe das erstmal weit von mir gewiesen. Erst dann fing ich aber an nachzudenken und meinen Alkoholkonsum einzuschränken. Das war ganz schön schwierig. Und 4 Wochen später habe ich mich total zugedröhnt (das hatte ich sonst nie gemacht, ich war Spiegeltrinker) und dann kamen die Entzugserscheinungen. Erst da habe ich mir selber eingestanden, daß ich wohl krank bin und habe was unternommen. Heute bin ich sehr froh darüber, auch daß ich dann diese Ärztin hatte. Eine der wenigen, die sich wohl mit dieser Krankheit auskennen, weil die meisten verharmlosen sie ja.

Tanja, geh heute unbedingt zur Suchtberatung. Was Du denen sagen sollst? Na das gleiche, was Du hier schon gesagt hast. Die Tatsache, daß - wenn Du einmal angefangen hast - nicht aufhören kannst bis Du genug hast, spricht für Alkoholismus. Normales trinken wäre jetzt zum Essen 1 - 2 Gläschen und damit hat sich das ohne sich dabei was zu denken oder mit sich einen Kampf führen zu müssen.

Heute im Nachhinein denke ich oft, ich hätte mir viele schlimme Stunden erspart, wenn ich sofort auf meine Ärztin gehört hätte. Da konnte ich noch aufhören ohne Entzugserscheinungen usw. Habe es sogar mal für 3 Tage probiert und es ging. Und 4 Wochen später war das nicht mehr möglich (so schnell kann es auf einmal gehen). Da habe ich eine Klinik gebraucht.

Viele Grüße
Adobe


Max mX Offline




Beiträge: 5.878

04.05.2004 10:23
#6 RE: warum, warum?? antworten

hallo Tanja,
"oh bitte.. was soll ich nur tun? soll ich in einem jahr nochmal hierherkommen wenn mir der ernst bewußt ist?"
Wenn dir dein eigener Leidensdruck noch nicht ausreicht und du immer noch nicht loslassen kannst oder willst, dann musst du eben trinken (da gibt es übrigens einen Fachausdruck: Alkoholismus). Deinen Zustand kannte ich Jahre, bis dann eines Tages. Dein Tag kann morgen sein (weil du heute noch getunken hast) oder in einem Jahr. Das ist ganz einsam dein Leid, das wir auch nicht teilen können (leider).
Raff dich bitte auf, ohne Verstand. Einfach so, jetzt!
ich grüße dich, Max


gepard Offline




Beiträge: 851

04.05.2004 10:27
#7 RE: warum, warum?? antworten

"Darf ich nichts mehr trinken..." - Scheinst ja ganz schön verliebt zu sein in den Alkohol. Aber gut geht es dir ja auch nicht damit! Vielleicht hast du eine Art Torschlusspanik. Die hatten wir alle, denke ich. Und dann war alles ganz anders, viel besser als man es sich als Trinkender ausgemalt hatte. Da wirst du auch bald draufkommen. Du schaffst das.

Jeder von uns kann dir versichern: Wenn du eine Zeit lang nichts mehr getrunken hast und anfängst dich wieder wohl zu fühlen, dann wirst du dich eher freuen, dass du nicht trinkst. Wenn andere trinken, wirst du froh sein, dass du nicht trinken musst. Du wirst froh sein, dass du die Anfangsschwierigkeiten hinter dir hast und dass es dir endlich gut geht und wieder normal leben kannst. Es gibt auch viele Menschen, die prinzipiell keinen Alkohol trinken. Glaubst du, dass es denen schlecht geht deswegen? Im Gegenteil. Was ist denn eigentlich ein "normaler Alkoholkonsum"? Zwei Gläser Wein zum Essen, igitt! Manchen scheint das zu schmecken. Ich genieße lieber das Essen selber. Und wenn ich durstig bin, gibt es eine riesige Auswahl an Durstlöschern oder leckeren Getränken. Alkohol gehört nicht dazu.

Suchtberatung wird dir auf jeden Fall gut tun, egal in welchem Zustand du bist (die erwarten ja wohl keinen Antialkoholiker), die sind genau für Leute wie dich und mich da.


Amtsschimmeli Offline



Beiträge: 12

04.05.2004 11:12
#8 RE: warum, warum?? antworten

Hallo Tanja,

Dein Problem kommt mir nur zu bekannt vor. Man ist zwar abhängig,
aber irgend wie noch nicht genug. Die ersten Tage vergehen ganz easy,
nichts tut weh und die Laune sowie das Befinden könnte besser gar nicht sein.
Von allen Seiten - speziell von den Leuten hier - wird man gewarnt.
Meine Meinung war, dass ich von Anfang an mit der Einstellung rangehe, nie wieder
Alkohol und Basta. Hat mit Zigaretten jedenfalls schon über 2 Monate funktioniert.

Ich wollte sowieso mit dem Bier aufhören. Den Zeitpunkt wählte meine bessere Hälfte. Und genau
die sagte am Samstag nach dem Grillen "Mal kannste ja, aber nicht jeden Tag.".
Das musste irgend wann kommen. Natürlich nach fast 2 Wochen. Die innere Stimme sagt:
"Das war so einfach, willst Du jetzt wirklich lebenslänglich trocken bleiben? Tut doch
nicht not!". Der Verstand sagt: "Klar. Deshalb reden die AA ja auch von 24 Stunden und nicht
vom ganzen Leben. Sei froh, dass es so einfach war. Das nächste mal wird es schlimmer".

Und es kommt wie es kommen musste. Samstag habe ich dann doch was getrunken. ich wurde
quasi von jemandem ermutigt, der (die) sich das Rauchen angewöhnt hat, als der Vater an
Lungenkrebs starb. Paradox. Der Grund war, dass ich es einfach Leid war, über Alkohol nachzudenken.
Ich wollte eine Pause.
Es war nicht mal viel Bier. Sonntag dann noch die restlichen 2
Bier, jetzt ist alles alle. Und das Schlimmste: Ich habe damit kein Problem. Es heisst ja
nicht umsonst "SUCHT". Die Welt geht nicht unter. Seit Sonntag bin ich nun wieder "trocken".
Vielleicht nicht ein Leben lang. Die nächsten 24 Stunden aber mit Sicherheit.

Jedenfalls Hut ab vor Deiner Entscheidung mit der Beratung. Das bekomme ich (noch) nicht hin.
Ich habe da noch zu viele Sachen mit mir selber abzumachen. Hätte mich statt "Amtsschimmeli"
wohl lieber "Analytiker" nennen sollen.


elogio do deus Offline



Beiträge: 25

04.05.2004 14:15
#9 RE: warum, warum?? antworten

@ Amtsschimmeli und Smina

Hi ihr zwei; weil wir drei uns etwa zur selben Zeit, unabhängig voneinander, was vorgenommen haben, melde ich mich jetzt auch mal wieder.
Ich konnte bisher widerstehen, wenns auch über die Wochenenden mühsam war.
Ich hab mir gegenüber dann immer so argumentiert: "Jetzt hast du es 2 Wochen geschafft. Ist diese oder jene Situation es wirklich wert, wieder bei Null mit Zählen anfangen zu müssen?"
Bisher hats auf diese Weise funktioniert!


Grüsse


Sinn ( gelöscht )
Beiträge:

04.05.2004 15:29
#10 RE: warum, warum?? antworten

Hallo Tanja,

Dein Beitrag hat mich sehr nachdenklich gemacht und es fällt mir recht schwer, Dir etwas vernünftiges mitzuteilen.
Aber ich versuchs mal :

Vielleicht hast Du Dich zu sehr verrückt gemacht - könnte meiner Meinung nach schon zutreffen.

Geh doch einfach mal einen kleinen Weg, einen ganz kleinen und zwar wie folgt.
1. Aufsuchung Deiner Suchtberatungsstelle ( immer gut so was und zwar ohne jegliche Ausnahme ) aber auch machen. GELLE ???

2. So heute keinen Tropfen Alkohol - rein gar nichts.
3. Morgen auch nix - okay.
4. Am Donnerstag meldest Du Dich wieder hin und erzählts wie es Dir ergangen ist.

Glaub mir das ist kein Pappenstiel die meisten haben diese Erfahrung gemacht. Geh einfach den Weg der kleinen Schritte.
Es ist schwer, weiß ich, aber so schwer halt auch wieder nicht.
Versuchs mal so.
Ich wünsch Dir gutes Gelingen.
Gruß
Sinn


Amtsschimmeli Offline



Beiträge: 12

04.05.2004 15:42
#11 RE: warum, warum?? antworten

@elogio

hi, ich hab' mir schon Sorgen gemacht, wie es Dir so geht. Ich zähle zwar jetzt anders als Du, kann Dir aber aus Erfahrung mitteilen, dass es NICHTS gibt, was es Wert wäre, auszusetzen. Hast völlig Recht.
Dass die Entscheidung aufzuhören richtig ist, war mir sogar in dem Moment im vollsten Bewusstsein, als ich die Bierflasche aufgemacht habe.
Man zweifelt plötzlich daran, ein Alkoholproblem zu haben
Was mich dabei so stört: Ich WUSSTE, das das kommen wird.
Egal, die Vergangenheit kann man nicht ändern. Heute ist Tag 2 und fertig.


Smina Offline



Beiträge: 69

04.05.2004 20:41
#12 RE: warum, warum?? antworten

ich wollte nur mal sagen..
ich war tatsächlich bei der suchtberatung.
ob es was gebracht hat.. hmm ichhab viel geredet und gleich einen termin für nächste woche festgemacht. anrufen wollte ich deswegen nicht, weil ich es vielleicht sonst nicht gemacht hätte.

er sagte wir halten erst einmal ein paar gespräche ab und sehen dann was eine geeignete therapie für mich ist.

von sich aus hat er nicht viel gesagt (lag wohl daran das ich ihn nicht zu worte kommen lassen hab)
nur eins hat mir angst gemacht. ich wollte wissen was der unterschied zwischen ambulanter und stationärer therapie ist.

ambulant wäre einmal die woche. die andere kann monate MONATE!!!!!!!! dauern.

das will ich nicht ! ich dachte so vier wochen vielleicht. aber nciht 4 monate oder 6 monate!!!
nein! auf gar keinen fall! und die ambulante finde ich recht wenig. gut dann gibts wohl auch noch einen gesprächskreis einmal in der woche , aber so 3 mal dachte ich wär das mindestens.

fazit: wenn mir die langzeit zu lang ist und ich sie nciht machen will, dann muß mir die andere genügen. das heißt um die eine zu umgehen muß ich mich auf die andere konzentrieren.

so und nun sitz ich hier mit meinem wasser. einem dicken kopf von gestern und bin hundemüde.. aber kann nicht ins bett weil wie gesagt heute ein wichter abend für mich ist und ich noch etwas wachbleiben muß.. und zwar hellwach!! *grmpf*

und bestimmt werde ich heute nichts trinken und morgenauch nciht.. aber ich hoffe auch auf den darauffolgenden tagen nichts..

ach leute ist das alles schwer, noch schwerer als mein kopf..

LG
Tanja


marlborohh ( gelöscht )
Beiträge:

04.05.2004 21:00
#13 RE: warum, warum?? antworten

Hallo Tanja,

ertmal Glückwunsch das du bei der Beratungsstelle warst.

Hat er mit dir über eine Entgiftung gesprochen?

Also bevor mein Suchtberater über eine Therapie mit mir gesprochen hat, hat er erstmal abgecheckt ob eine Entgiftung nötig ist (ambulant oder stationär).

Du schreibst Therapie für 4-6 Monate auf keinen Fall!
Warum nicht?

Du hast immer wieder geschrieben , das du von deiner Familie keine Unterstützung bekommst.
In diesem Fall wäre doch eine Langzeittherapie mit deinem Kind an einem anderen Ort genau das richtige.

Du solltest nicht gleich so ablehnent an die Sache rangehen,
Abstand von deiner Familie und deinem Umfeld ist im Moment das beste.
Du wärest nicht allein, denn in der Therapie hast du immer jemanden zum reden ( Leute die dich verstehen)

Also denk nochmal drüber nach.

Alles Gute
lieben gruss
Susan


Ralfi Offline



Beiträge: 3.522

04.05.2004 23:07
#14 RE: warum, warum?? antworten

Hi,

du mußt dir keine Sorgen machen, daß du vier bis sechs Monate in Therapie gehen mußt. In Zeiten knapper Kassen sind vielleicht sechs bis acht Wochen drin.

Die meisten Leute die ich kenne und die dachten die Therapie sei zu lange haben am Schluß verlängert.

Gehe erst einmal zu den weiteren Gesprächen. Vielleicht bist du ja so stabil das du eine ambulante Therapie machen kannst. Da du aber immer noch dem Alkohol nachtrauerst habe ich da schwere Bedenken.

PS: Man muß nicht körperlich abhängig sein um ein Alkoholiker zu sein. Trinkpausen wie lang sie auch sein mögen ändern daran auch nichts sondern sind typischer Suchtverlauf.

Ralf

[f1][ Editiert von Ralfi am: 04.05.2004 23:08 ][/f]


Max mX Offline




Beiträge: 5.878

05.05.2004 04:09
#15 RE: warum, warum?? antworten

hallo Tanja,
was sind eigentlich paar Monate Therapie gegenüber Jahren gesoffen?
Und woher weisst du wie dir zu helfen ist oder was für dich richtig ist? Ich hatte das erst in der Therapie gelernt. Und lieber gründlich als dann doch nicht haltbar.
ich grüße dich, Max


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