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Saufnix
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Dieses Thema hat 84 Antworten
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 Akute Hilfe
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Saftnase Offline




Beiträge: 1.206

17.01.2004 04:36
#16 RE: schaff ich es allein? antworten

Hallo Randolf,

na Gott sei Dank, noch ein Paddelsolist aus dem Alkmeer, der es ans Ufer geschafft hat. Ich kam mir schon vor wie ein Alien unter den Alkis. Nach dem Motto: Einzelkämpfer gehen unter.

Bis zum nächsten Mal
liebe Grüße
Laila


Randolf ( gelöscht )
Beiträge:

17.01.2004 08:59
#17 RE: schaff ich es allein? antworten

hey Laila,

4:36 Uhr, mann, was bist du früh auf den Beinen!!!Berufsbedingt, oder hast Du trocken durchgemacht? *kicher*
Wollte nur kurz zurückposten, ansonsten bin ich noch zu müde, um längeres zu schreiben.

Bis bald

Randolf


WolframK Offline



Beiträge: 383

17.01.2004 09:36
#18 RE: schaff ich es allein? antworten

Hallo Laila ,

damit Du und Randolf Euch hier nicht als einsame Freischwimmer definiert, möchte ich mich auch noch dazu gesellen.

Ich weiss nicht, ob Du mein erstes Posting gelesen hast. Darin konntest Du lesen, dass ich lange 8 Jahre trocken war und jetzt erstmalig einen Rückfall hatte, den ich mittlerweile seit über drei Wochen voll im Griff habe.

Natürlich weiss ich aus eigener Erfahrung, dass es sehr schwer ist, alleine von dem Teufelszeug los zu kommen, aber es ist durchaus zu schaffen. Vor langer Zeit habe ich auch anfangs AA-Gruppen besucht, dies jedoch nach relativ kurzer Zeit wieder eingestellt, weil es mir persönlich nichts gebracht hat. Wie gesagt, diese SHG haben mir persönlich nichts gebracht, aber sie sind dennoch sehr sehr wichtig, weil eine Ünterstützung in den meisten Fällen dringend notwendig ist.

Eine achttägige Entgiftung im Krankenhaus hat mir allerdings damals sehr geholfen. Diesmal - nach den langen Jahren der Trockenheit - habe ich es (nach zweimonatiger "patschnasser" Phase - alleine geschafft. Lediglich die erste Woche war relativ schwer zu überstehen, weil der ganze Dreck erst einmal vom Körper ausgestossen werden musste. Die unangenehmen Begleiterscheinungen waren innere Unruhe, starke Schlaflosigkeit, Magenbeschwerden, Appetitlosigkeit und heftige Schweissausbrüche. Aber mit einem festen Ziel vor Augen und der Gewissheit, dass diese Unannehmlichkeiten bald vorüber gehen, ging es doch recht gut.

Mittlerweile fühle ich mich wieder pudelwohl und die Lebenslust und Aktivitäten werden von Tag zu Tag stärker.

Dies zum Thema "Paddelsolist aus dem Alkmeer".

Viele liebe Grüsse und eine trockene Zeit !

Wolfram


Max mX Offline




Beiträge: 5.878

17.01.2004 10:02
#19 RE: schaff ich es allein? antworten

hallo ihr "Paddelsolisten" all,
seid ihr die einsamen Heroen gegen den Strom der Verfinsterung, im Unterschied zu den sich gegenseitig festhaltenden Gruppenmenschen?
Für mich ist das ziemlich gleich, wie jemand von uns trocken geworden ist. Spannend finde ich es erst dann, wenn wir aus dem Sprit-Meer heraus sind, eine echte Umkehr zustande gebracht haben und uns nun offenkundig anders als zuvor entwickeln oder benehmen.
Darüber können wir uns austauschen, das tun wir z.B. auf diesem Bord.
Die Köche machen einen Kongress über's kochen, die Musikanten machen ein Festival, die Unzufriedenen machen eine linke Demonstration und trockene Alkis versammeln sich eben hier (oder woanders).
Seid ihr wat Besseres, oder wat nu?? (grins)
Grüße von Max


WolframK Offline



Beiträge: 383

17.01.2004 10:12
#20 RE: schaff ich es allein? antworten

Hallo Max ,

etwas "Besseres" sind die Alk-Freipaddler" mit absoluter Sicherheit nicht.

Aber jeder Mensch ist eben anders und bei mir war es eben so, dass mir die SHG nicht viel gebracht hat.

Mein Naturell ist eben so, dass ich quasi polarisiere. Entweder ich mache eine Sache richtig und ziehe sie gnadenlos komplett durch (auch im Studium, Beruf,...) oder ich lasse es ganz bleiben. Das ist gewiss nicht die optimale Lebenseinstellung, aber ich bin nun mal eben so.

Viele liebe Grüsse

Wolfram


Bernd48 Offline




Beiträge: 979

17.01.2004 10:18
#21 RE: schaff ich es allein? antworten

Hallo Max

Ich würde mich gern für all die aufgeführten Veranstaltungen anmelden.


Max mX Offline




Beiträge: 5.878

17.01.2004 10:40
#22 RE: schaff ich es allein? antworten

hallo Wolfram,
wir stimmen 100 % überein. Auch ich bin gnadenlos konsequent, in manchen Dingen. Manchmal auch schlaksig bis zum Abwinken. Aber ich kann mir eben quasseln, quatschen und auch diskutieren nicht verkneifen. Darin bade ich schon mein Leben lang.
Grüße von Max


Seemaus Offline




Beiträge: 216

17.01.2004 10:41
#23 RE: schaff ich es allein? antworten

Hallo Ihr Lieben,

ich oute mich hier jetzt auch! Ich habe es alleine "geschafft". Eigentlich wollte ich es gar nicht sagen, denn immerhin sind es eben erst 3,5 Monate Trockenheit, das könnte ja auch nur eine Trinkpause sein.

Ich habe für mich persönlich entschieden, eine sehr lange Trinkpause einzulegen. Gegen Ende meines Lebens möchte ich dann noch ein Gläschen trinken....aber wann ist das denn eigentlich?

So, jetzt hör ich lieber wieder auf, ich scheine ja nur Blödsinn in meinem Kopf zu haben...zu viel kleben geblieben vielleicht

Eigentlich geht es mir gar nicht gut. Das liegt aber mehr an dem männlichen Geschlecht dieses Planeten und überhaupt nicht am Alkohol. Die letzten Monate waren für meine Seele echt der Horror, ich hätte mir wirklich keinen schlechteren Zeitpunkt zum Trockenwerden aussuchen können, als diesen!

Aber andererseits denke ich, wenn ich jetzt nicht mehr zur Flasche gegriffen habe (die übrigens immer noch griffbereit hier rumsteht), was kann dann noch passieren?
Obwohl, ich sehe für uns Süchtige schon die ständige Gefahr. Es gab da letztes Wochenende ein Raucher, der unglaublich gut küssen konnte. Ich hätte nicht gedacht, dass ich nach 14 Jahren Nichtrauchens plötzlich Gefallen daran finden würde, dass ich beim Küssen nachdem er an der Zigarette gezogen hat und ich es dadurch auch eingeatmet habe, Gefallen finden würde. Noch viel schlimmer, nun verbinde ich den mir bis dahin unangenehmen Zigarettengeruch als sehr angenehm, da ich es mit etwas Angenehmen in Erinnerung bringe. Gerne hätte ich selbst eine Zigarette geraucht und das nach 14 Jahren!
Das macht mir etwas Angst, die Warnglocken läuten bei mir. Ich ziehe sehr gerne irgendwelche Konsequenzen aus meinen Erfahrungen und deshalb werde ich mich die nächste Zeit hüten, einen Mann zu küssen, der Alkohol trinkt

So, ich wünsche Euch Allen einen schönen Tag,
es schneit uns hier im Allgäu völlig ein.

Gruß
Sabine


WolframK Offline



Beiträge: 383

17.01.2004 12:34
#24 RE: schaff ich es allein? antworten

Hallo Max ,

in den vielen Postings, die Du hier schon abgelegt hast, ist mir natürlich aufgefallen, dass Du absolut konsequent und zielstrebig Deinen Weg gehst - und das ist auch gut so.

Wir scheinen wirklich annähernd das gleiche Naturell zu haben, Dinge entweder gnadenlos durch zu ziehen oder ganz bleiben zu lassen.

Diese wohl kaum zu ändernden Eigenschaften haben mir im Berufsleben natürlich ab und an ein paar Schwierigkeiten bereitet, aber das war mir relativ wurscht. Zum Glück bin ich jetzt im Vorruhestand und kann all das machen, was mir Freude macht und das ist bei der wieder hergestellten Trockenheit eine ganze Menge.

Ich stamme übrigens auch aus der ehemaligen DDR (aus einem kleinen Nest bei Altenburg in Thüringen). Meine Eltern sind aber bereits 1957 mit Sack und Pack und natürlich auch mit mir rüber in den Westen gemacht.

Viele liebe Grüsse

Wolfram


Randolf ( gelöscht )
Beiträge:

17.01.2004 12:50
#25 RE: schaff ich es allein? antworten

Hallo Max,

...nö,was besseres ganz bestimmt nicht(auch*grins*), ich habe mir die Option SHG auch nie versagt, und sollten sich unvorhergesehene Schwierigkeiten einstellen, werde ich sicher auch 'Hilfe von außen' annehmen.

Bei mir war's eben so, daß sich der Auslöser des Alk-Verzichtes auf eine etwas ungewöhnliche Weise eingestellt hat, aber dennoch sehr effektiv ist. Ich kann nur sagen: es funktioniert, es funktioniert, es funktioniert.....!!!

In mir toben keine inneren Kämpfe,auch auf den Dämon 'Saufdruck' warte ich bislang vergebens.Dies alles ist mir allerdings auch nicht durch 'Hände-in-den-Schoß-legen'geglückt, ich arbeite schon daran. Wie? Nun, ich beschäftige mich schon seit vielen Jahren mit z.T.östlichen Traditionen (Yoga)als auch mit westlichen Ansätzen. Nur war es in meiner nassen Zeit so, daß König Alkohol ev.aufkommende Ergebnisse meiner Bemühungen regelmäßig zunichte gemacht hat. Tja, und jetzt isses so, daß diese Übungen ungleich bessere Resultate bringen. Fühle mich sehr ausgeglichen - einfach rund.

Beim Schwimmen muß nicht ständig gekrault werden, es gibt auch das weniger anstrengende Rücken-Schwimmen.

Best wishes

Randolf


StellaLuna Online




Beiträge: 3.538

17.01.2004 13:26
#26 RE: schaff ich es allein? antworten

Hallo

jetzt möchte ich mich doch auch mal zu Wort melden, da ich gestern zum 1.Mal bei so einem AA Treffen war, um einfach mal zu sehen, wie das so ist und wie die mir helfen können, falls ich mal in so eine Notsituation von Saufdruck - nicht so eine Kris wie neulich - kommen sollte.
Ich kämpfe nämlich nun wirklich, ob ich das brauche oder nicht,und ich tendiere eher zu Letzerem.
Also, ich wurde recht freundlich aufgenommen, die Gruppe hat sich und ihre Arbeit vorgestellt.
Positiv aufgefallen ist mir, dass einem zugehört wird, bis man fertig ist, und das daurch eine wahnsinnige Ruhe und Intensität entsteht.
Ich weiß nicht recht, , ist das was für michß
Es macht mir doch mächtig Mut, dass es hier auch Adere ohne Gruppen schaffen und ich fühle mich soweit eigentlich auch willensstark. Wenn, so wie vor ein paar Tagen,mal die Lust aufkommt, mein Gott, da passiert noch eniges mehr am Tage, was ich im Moment nicht will und einfach tun muß, da kann ich nicht nach meinen Gelüsten fragen.
Die haben sich da Gestern echt gewundert, wie selbstbewußt ich da saß und erzählte,Fagen gestellt habe, dass es mir sichtlich super geht und ich keine Schwierigkeiten sufdruckmäßig habe.
Die Atmosphäre war wirklich sehr angenehm, aber ich glaube nicht, dass mir DAS zur Trockenheit verhilft, ICH bin das, womit Alles steht und fällt.
Gut, diese Rituale waren dann auch nicht so ganz mein Ding, aber der nette Nachbar von mir hatte mich absolut verstanden und mir erzählt, wie er so damit umgeht.
Nee, nett was dat schon, aber lohnt sich der Aufwand für mich, freue allabendlich, wenn der Tag gelaufen ist und ich mich mal widmen kann, oder dem Kleinsten, der manchmal zu wenig bekommt tagsüber, oder meinem Mann, oder genüsslich mit meinem Mann EISESSEN .
Wenn Kleinmaxe etwas älter sein wird, werde ich auch wieder mehr Zeit zum Lesen haben, oder, oder.
Das bissel Zeit für mich ist so kostbar, dass selbst diese Zeit hier im Forum verschenkt ist, d.h., es fehlt mir irgendwo anders wieder.
Also, ich kämpfe nun noch ein bisschen, mit mir,aber ich erahne schon meinen Weg, den ich so wie Randolf gehen werde.
Hatte ich glaube ich auch ganz zu Anfangs mal geschrieben, " wenn es zu schwer werden sollte, es alleine durchzuziehen, werde ich mir Hilfe von aussen suchen."

Schöne Grüsse

Patricia


Max mX Offline




Beiträge: 5.878

17.01.2004 13:46
#27 RE: schaff ich es allein? antworten

hi Randolf,
da kannste ma sehn wie ma sich doch täuschen tut.
Nach deinem (für mich) ersten Beitrag dachte ich, dass du entweder ein verkappter Psychiater bist, oder (noch schlimmer) ein diesbezüglicher Amateur.
* auch ich hatte nach der Trockenlegung keinen Saufdruck, bis heute. (Außer den 3-4 krakheitsbedingsten Krisen von wenigen Stunden.)
* In jenen "asiatischen" Übungen bin ich sicher nur ein blasses Licht, aber auch ich konnte schon vorher Joga-Atmung ziemlich perfekt, auch im Kopfstand bis zu 10 Minuten. Du erinnerst mich jetzt daran, weil auch ich diese Übungen nach der Trockenlegung ganz anders empfinde habe.
* Die Knochen werden in zunehmendem Alter denn doch immer morscher, auch bei mir. Und deshalb laufe ich ja auch durch meinen Wald, immer mal wieder 20 Kilometer. Ich laufe weil ich laufe, Schritt für Schritt, die Zeit ist abgeschaltet, Gedanken kommen und gehen usw. das kennst du ja dann ganau. Bei Musik (also aktiv musiziert, eigene Gesänge zum piano forte oder einfach improvisieren) geht das mit mir ganz genauso. Da hatte ich das erste Mal gemerkt, dass ich auf dem Klavierstuhl sitze und komponiere, und gleichzeitig sitze ich daneben und wundere mich über meine unrationale Leistung in Wort und Musik, welche dasjenige auszudrücken imstande ist, was tatsächlich in mir (gerade jetzt) abläuft. Und so kann ich es aufheben, juhu, ein Geschenk des Himmels!! Schreiten wir alsi zur großen Erleuchtung! mal sehenwie groß sie tatsächlich wird?!
Na nu werd ich mal aufhören. Jedenfalls freue ich mich, dass wir beide mit den Jahren recht ähnlich uns verhalten, ohne Sprit. Nur bin ich wohl wesentlich geschwätziger?
Grüße an dich von Max


Bernd48 Offline




Beiträge: 979

17.01.2004 14:11
#28 RE: schaff ich es allein? antworten

Hallo Patricia

Prima, dass Du Dir erst mal eine Gruppe angesehen hast.

Ich kann hier nur schreiben, wie es mir ergangen ist.
Willensstark bin ich auch, aber das hat nicht gereicht.
Mit Vernunft und Willen allein besiegt man einfach keine solche Krankheit. Und bei unserer gibt es meist eine Reihe falscher Verhaltensmuster. Auf die Richtigen kommt man nicht immer alleine.
Von einem Gruppenbesuch aus könnte ich auch nicht urteilen. Da sollte man schon mehrmals hingehen, ehe man sich entscheidet.

Jedenfalls habe ich es viele Jahre allein versucht, bis zu einem halben Jahr bin ich auch trocken geblieben, aber jetzt ist für mich die Gruppe einmal pro Woche wichtig. Ich habe keinen Saufdruck, es geht mir auch gut - aber ich möchte einfach, dass das so bleibt. Und die Gespräche helfen mir dabei.


Max mX Offline




Beiträge: 5.878

17.01.2004 14:16
#29 RE: schaff ich es allein? antworten

hallo Patricia,
bei mir war es zuerst ganz wie bei Bernd.
Und von den etwa 20 Leuten, die da am Tisch saßen, redeten (oder auch schwiegen!) 4-5 gescheit? beruhigend? wissend? abgeklärt? keine Ahnung. Aber: diese 4-5 waren immer die selben, kamen auch immer wieder, waren stets ihrer gleichen Meinung, haben micvh niemals bevormundet, aber immer sachlich freundlich aufgeklärt. Solange bis ich alles gelöffelt hatte.
Ich räume jedoch ein, dass ich genügend Zeit hatte.
liebe Grüße von Max


Saftnase Offline




Beiträge: 1.206

17.01.2004 20:47
#30 RE: schaff ich es allein? antworten

Hallo Randolf,

also, es ist so, dass ich nicht berufstätig bin. Da hat der Alk in gewisser Weise auch mitgewirkt. Deshalb habe ich ja auch Probleme ohne Ende.....

Warum ich so spät in der Nacht oder so früh am Morgen noch oder schon wieder auf bin, hängt damit zusammen, dass ich an einem Buch schreibe und in der Nacht die besten Einfälle habe, bzw. auch die meiste Ruhe und mich niemand stört.
Zwischendurch springe ich zur Entspannung in Internet rum und lande oft hier. So einfach ist das.

Bis dann
Laila


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