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Saufnix
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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 483 mal aufgerufen
 Akute Hilfe
Uli ( gelöscht )
Beiträge:

01.12.2003 01:07
RE: Hilfe - möchte Jemandem beim Entzug helfen! antworten

Hallo,

Mein Name ist Uli. Ich selbst habe kein Alkohol-Problem. Allerdings der Bruder meiner Freundin. Er ist 31 Jahre alt und hat seit ca. 15 Jahren ein Suchtproblem. Er hat so ziemlich alles durch: weiche und harte Drogen (auch Heroin), und natürlich Alkohol. Er saß dieses Jahr wegen mehrerer kleiner Delikte (u. a. Schwarzfahren) für 6 Monate im Knast. Er war ein richtiger Junkie, momentan trinkt er "nur" noch. Nach eigenen Angaben trinkt er ca. 3 Flaschen harten Stoff am Tag.

Er ist jetzt seit ca. 2 Monaten aus seinem bekannten Dunstkreis weg und hoch nach Norddeutschland gezogen. So ist er den Drogenkollegen aus Süddeutschland aus "seinem" Viertel entflohen und trink wie gesagt nur noch. Er hat bereits mehrere Entzüge/Therapien hinter sich (nicht erfolgreich). Mittlerweile ist er aber zu der Erkenntnis gekommen, dass er wirklich nur noch eine Chance hat, und zwar ganz aufzuhören. Eigenen Angaben zufolge hat er seinen Konsum auf 1 Flasche/Tag heruntergefahren Ich weiß natürlich nicht, ob das stimmt. In Therapie oder auf Entzug wird er sich sicherlich nie mehr freiwillig begeben, er hat da richtige Angst davor.

Vielleicht sollte ich erwähnen, dass es gesundheitlich wohl nicht all zu gut aussieht bei ihm. Er hat Hepatitis und durch sein jahrelanges Leben auf der Straße, sieht es eher düster aus mit seinem Gesamtgesundheitszustand. Noch dazu kommt, dass er denkt, evtl. AIDS zu haben (Test wird er wohl nächste Woche machen).

Meine Frage: wie kann ich ihm den helfen? Ich habe heute mit ihm telefoniert und ihm den Vorschlag gemacht, dass ich im Januar mit meiner Freundin zusammen zu ihm hochfahre, um einen "Selbstentzug" mit ihm zu machen bzw. ihn dabei zu überwachen und zu betreuen.

Jedoch habe ich vorhin ein bißchen das Netz durchforstet und denke, dass dies wohl keine so gute Idee ist.

Sowas geht wohl nur mit professioneller Unterstützung. Ich habe allerdings keine Ahnung, wie man das nun am besten anpacken kann. Meine Freundin und ich haben ja leider nicht viel Zeit, um nen Entzug mit ihm zu machen. Aber alleine packt er das nicht.

Hat denn jemand eine Idee, wie ich ihm helfen kann?

Ich muss dazu sagen, dass ich mich mit der ganzen Materie nicht so gut auskenne. Bin erst seit 10 Monaten mit meiner Freundin zusammen und habe ihren Bruder erst 2 Mal gesehen. Aber die Familie macht natürlich schon seit 15 Jahren ganz schön was mit, es waren auch schon alle in psych. Behandlung.

Also bitte gebt mir doch ein paar Tipps!


Vielen Dank!

Uli


nochance Offline




Beiträge: 64

01.12.2003 07:35
#2 RE: Hilfe - möchte Jemandem beim Entzug helfen! antworten

hoi uli
toll das du dich so kümmerst *respektzoll*
so traurig das auch klingt du kannst ihm net helfen
er muss sich selber helfen mit drogen und so kenne ich mich net so aus und dieses "runterfahren" kenne ich auch das ist nur ne ausrede um weiter zu trinken .
du hilfst ihm indem du für ihn da bist sei einfach für ihn da
mit entzug kenne ich mich da net aus er ist ja doppelt abhängig das sollte er schon unter ärztlicher aufsicht machen
drücke dir alle daumen
Frank


Uli ( gelöscht )
Beiträge:

01.12.2003 09:33
#3 RE: Hilfe - möchte Jemandem beim Entzug helfen! antworten

Hallo,

danke für die Antwort. Es ist aber so, dass er wirklich nur noch Alkoholiker ist. Den Drogenentzug hat er im Knast gemacht; er hat auch gar keine Kohle für Drogen. Momentan läuft es sogar echt gut (für seine Verhältnisse). Er hat ne Wohnung, bekommt Sozialhilfe, ist beim Arbeitsamt (macht dort ein Profiling, anschließen so eine Art "Training"). Er hat auch eine Frau dort kennengelernt (keine Süchtige), die sich um ihn kümmert. Alles in Allem Voraussetzungen, die er in den letzten 6 Jahren nicht hatte.

Deswegen haben wir auch Hoffnung. Habe auch schon Adressen von Kliniken, Suchtberatungsstelen etc. in seiner Nähe herausgesucht. Gibt es vielleicht hier einen Süchtigen aus dem PLZ-Bereich 24...?

Danke!

Uli


Beachen Offline




Beiträge: 3.654

01.12.2003 12:54
#4 RE: Hilfe - möchte Jemandem beim Entzug helfen! antworten

Hallo Uli !

Erstmal willkommen hier von mir.

Was du beschreibst, klingt sehr schwierig.
Schwierig deswegen, weil es um Polytoxikomanie geht, und da nutzt es auch nichts, wenn er im Augenblick "nur" trinkt.
Das ist eine süchtige Art zu leben und denken, aus der man ohne Psychotherapie meiner Meinung nach nicht herauskommt.
Da hat man Verhaltensweisen verinnerlicht, die nicht mehr mit "normalen" Verhältnissen verglichen werden können, für Otto Normalbürger - ich möchte sogar sagen, Otto "Normalalkoholabhängiger" - völlig unverständlich, und da kommt man nur sehr, sehr schwer wieder heraus.
Ist meine Erfahrung.

Und was den Alkoholentzug angeht, bei dem Konsum den du angibst ist da mit schwerwiegenden Entzugserscheinungen zu rechnen. Vom Alkoholentzugskrampfanfall bis hin zum Delier ist da alles drin, das sollte er keinesfalls daheim "kalt" durchziehen !!! Das kann lebensbedrohlich werden.
Noch dazu bei seinem ohnehin angeschlagenem Gesundheitszustand.
Alles in allem wird das - vorausgesetzt er WILL wirklich sein Leben komplett ändern - ohne eine erneute Therapie meiner Ansicht nach nicht gehen.

Und noch was, DU kannst ihm nicht helfen. Der Wille, die Einsicht und die Veränderung können nur von ihm kommen und er muß die ersten Schritte gehen.

Grüßle
Bea


nochance Offline




Beiträge: 64

01.12.2003 14:59
#5 RE: Hilfe - möchte Jemandem beim Entzug helfen! antworten

jo beachen
dem ist nichts hinzuzufügen


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