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Saufnix
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Dieses Thema hat 111 Antworten
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 Akute Hilfe
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Solgar ( gelöscht )
Beiträge:

01.12.2003 16:11
#46 RE: Trinkender Ehemann antworten

Zitat
Gepostet von Spieler
Hi Solgar,

ich bin schweinemäßig neugierig.


Dachte ich mir, klingt schon vom Nick her so...Spieler...man bin ich neugierig ob ich gewinne oder verliere....


Bist du ein echter Hobbit, mit fellbewachsenen Füßen?

Nö, ich bin eher so ein Hobbit mit Haaren auf den Zähnen......




Gruss Solgar


dianatraurig Offline




Beiträge: 22

03.12.2003 20:52
#47 RE: Trinkender Ehemann antworten

Hallo Leute,
habe das Beratungsgespräch hinter mir. War auch wirklich hilfreich. Es war sicher erst das erste von vielen die noch folgen werden. Nur habe ich schon wieder das nächste Problem vor mir. Am kommenden Montag soll ich meinen Mann
mitbringen. Nur so kann man da uns helfen. Aber wie soll ich das machen. Er hat im Moment wieder ein absolutes Tief.
Trinkt fast ununterbrochen. Ist kaum ansprechbar für irgend
welche Belange der Firma. Familie damit hat gar nix mehr am Hut. Er überläßt alle Entscheidungen mir. Und ich kann das nicht. Er irrt zu Teil völlig benebelt durch die Stadt um sich Flüssige Nahrung zu beschaffen. Regelmäßige Mahlzeiten nimmt er sowieso kaum noch zu sich. Obwohl ich immer koche und auch für ihn eine Portion stehen lasse. Das Wochenende
und die letzten Tagen waren für mich kaum noch zu ertragen.
Habe mich endlich an Familienangehörige gewandt. Am kommenden Sonntag wollen mein Bruder und sein Bruder mit ihm
sprechen, das es so nicht weiter geht. Aber ich weiß nicht, ob dieser Termin etwas bringt. Es kann auch ins Gegenteil umschlagen. Er bekommt dann ja mit, das ich mit anderen über unser ,,Kleines Problem`` spreche. Und das wäre mein
größter Fehler. Dabei wissen schon viel mehr Leute über unsere Sorgen bescheid als mir lieb ist. Aber um mich geht es hierbei schon lange nicht mehr.
Der Mann von der Caritas hat mir mehrere Formen der Entziehung vorgeschlagen. Bei wem hat welche Form am besten
geholfen? Was soll ich am Sonntag machen? Soll ich es zu dem Treffen lassen oder alles absagen?
Bitte schreibt mir bald.
Gruß Diana


Sternfaenger Offline



Beiträge: 81

03.12.2003 21:10
#48 RE: Trinkender Ehemann antworten

Hi dianatraurig,

finde ich super, daß du bei dem Beratungsgespräch warst.
Wenn dein Mann nicht will, kannst du ihn natürlich nicht zu einem Beratungsgespräch zwingen.
Ich denke ich würde es ihm aber sagen, daß du dahin gehst und er doch mitkommen soll und daß ihm da niemand böses will und ihn keiner zu irgendwas zwingt.
Mache ihm aber auch klar, daß du da nicht hingehst, umihn bloßzustellen, sondern für dich, weil es dir schlecht geht, vielleicht kann er es dann besser verstehen.
Nach meinen Erfahrungen, versuche aber nicht mit ihm darüber zu sprechen, wenn er getrunken hat, das bewirkt wahrscheinlich eher das Gegenteil von dem was du erreichen möchtest.
Du schreibst, daß er ständig betrunken ist,dann verschiebe es ihn mitzunehmen, aber gehe für dich hin.
Du hast ja geschrieben, daß es dir geholfen hat,die werden dich dann auch nicht rauswerfen deshalb.
Besser noch, suche dir eine SHG, da triffst du auf Leute denen es vielleicht ähnlich geht und die dich verstehen können.
Den Termin am Sonntag würde ich nicht absagen, damit er vielleicht mal mitbekommt, daß siche inige Leute Gedanken machen und er es nicht länger verheimlichen kann.
Ich denke ich würde aber bei diesem Gespräch nicht anwesend sein, vielleicht kann er ja auch denen gegenüber zugeben, daß er ein Problem hat, was er sich bei dir nicht traut.

So, das waren erstmal meine Gedanken dazu.

Es tut mir leid für Dich

Liebe Grüße


dianatraurig Offline




Beiträge: 22

03.12.2003 21:24
#49 RE: Trinkender Ehemann antworten

Danke Sternfaenger für Deine Zeilen. Ich verstehe mich ja selbe nicht warum ich das alles mit mir machen lasse.
Ich weiß aber keinen Ausweg für mich. Die meisten Sorgen
mache ich wegen der Firma. Da stehen über 30 LEUTE auf der
Straße und viele von Ihnen haben eien Familie.
Der Scheiß Alkohl, was der alles anrichten kann. Ich glaube fast nicht mehr das wir noch die Wende hinbekommen.
Was soll nur werden? Bis bald, Diana


Sternfaenger Offline



Beiträge: 81

03.12.2003 21:57
#50 RE: Trinkender Ehemann antworten

Hi Dianatraurig,

versuche doch mal an dich zu denken und wie es dir geht.
Die Leute in der Firma sind wichtig, aber DU bist wichtiger und wenn DU DIR nicht hilfst, kannst du auch keinem anderen helfen.
Suche jemanden, der vielleicht für eine Zeit die Leitung der Firma übernehmen kann, auch wenn es erstmal Geld kostet, aber nur so denke ich gibt es eine Chance.
So wie sich das anhört, kann dein Mann im Moment keine Entscheidungen mehr treffen, wenn das so weiter geht, wird das denke ich noch mehr Geld kosten, als jemand, der das mal für eine Zeit übernimmt.
Du machst dich selbst total fertig und versuchst alles alleine zu schaffen.
Gibt es denn niemanden in der Firma, dem du dich anvertrauen kannst?
Gibt es nicht jemanden, der sich ein bißchen mit dem was dein Mann normal gemacht hat auskennt und da vielleicht die Verantwortung übernehmen könnte?

Denk an Dich und versuche nicht alles alleine zu schaffen, das klappt nicht.

Wünsche dir Alles Gute

Deine Situation tut mir unendlich leid.

Lieb Grüße


duennerwolf Offline




Beiträge: 444

04.12.2003 00:24
#51 RE: Trinkender Ehemann antworten

Hi Diana,
prima, dass du den Beratungstermin wahrgenommen hast.
Wenn dein Mann dir alle Entscheidungen in der Firma überlässt und du dich damit überfordert siehst, dann gibt es doch nur eine Möglichkeit: Hol dir Hilfe !
Informiere dich bei der Innung, der Handwerkskammer oder wer immer für euren Bereich zuständig ist, informiere dich, das Problem alkoholabhängiger Unternehmer ist dort sicher nicht unbekannt.
Und sorge für dich, mache dich nicht für alle Probleme verantwortlich.
Wenn erst etwas Bewegung in die ganze Sache kommt werden auch Kraft und Zuversicht zu dir zurückkehren.


dianatraurig Offline




Beiträge: 22

04.12.2003 08:25
#52 RE: Trinkender Ehemann antworten

Hallo Sternfaenger, Hallo Duenner Wolf,
jeden Tag eine andere Situation bei mir. Heute ist Mann im Büro und mich hat er augesperrt, keine Chance für mich rein zu kommen. Bin jetzt zu haus und grüble wieder ununterbrochen. Eigentlich könnt ich den Tag ja mal nutzen um mich auszuschlafen. Das habe ich dringend notwendig.
Aber so auf Komando geht das nicht.
Habe vorhin mit ihm telefoniert und er unterstellt mir doch allen ernstes ich bin an der ganzen Situation schuld.
Ich entziehe ihm die Liebe, keiner hat Verständnis für ihn,
keiner hat ihn gern. Ich muß zugeben, er ist sehr allein.
Aber hat sich doch selbst in diese Einsamkeit gebracht. Ich wäre doch die erste die ihm helfen will alles zu meistern.
Aber er muß doch aufhören mit trinken. Oder es zumindest versuchen. Er muß es wollen, nicht ich. Es bin zu 90 ig %
ich die wieder versucht aufeinander zu zu gehen. Aber ich im Moment fühle ich mich so schwach, kraftlos und antriebslos. Vielleicht liegt es auch am Wetter. Bei uns ist heute sehr viel Nebel. Alles grau in grau.
Wer kann mir denn sagen welche Therapie wohl am besten wäre
und nicht so zeitintensiv ist. Es gibt leider keinen der
mir bei der Firmenbewältigung helfen kann. Habe mir den Kopf
schon mehrfach zerbrochen. Es ist alles zu vielseitig.
Bis bald Diana


Biene ( gelöscht )
Beiträge:

04.12.2003 08:31
#53 RE: Trinkender Ehemann antworten

Hallo Diana,Hallo an alle,

habe mit grossem Interresse gelesen,was da im Moment bei Dir abläuft.
Ich habe den Eindruck gewonnen,dass dein Mann eine sehr,sagen wir mal "verstockte" Persönlichkeit ist,die sich nicht gern helfen lässt.Diese Wesensart ist mir absolut nicht fremd.
Auch ich hatte meinem Mann verboten,sich mit anderen über mich auszutauschen.Das war meine Ur-Eigene Sache und damit basta.
Hilfe von Familienangehörigen wäre das letzte gewesen,was ich gewollt hätte.Und schon mal gar keine wohlwollenden Ratschläge.
So und jetzt kommt meine Frage an Euch alle.
So wie ich das sehe,steht Dianas Mann kurz vor der Kapitulation,oder sehe ich das falsch?
Ich habe in meiner nassen Zeit niemals länger als zwei Wochen geschafft,durchgehend ohne Essen ect. zu saufen.
Na gut,ich bin eine "zarte" Frau.
Aber ich habe immer noch den Eindruck,er will im Grunde gar nicht mehr.
Wie lange kann man das denn eigentlich so durchhalten?


dianatraurig Offline




Beiträge: 22

04.12.2003 08:40
#54 RE: Trinkender Ehemann antworten

Hallo Biene,
ich muß Dir recht geben. Auch ich denke mein Mann will nicht mehr kämpfen. Es geht ja schon seit Jahren so das er mich mit seinen Selbstmordgedanken erpresst. Aber ich weiß einfach nicht wie kann ich zu ihm vordringen. Sobald ich
ihn in irgend einer Form kritisiere kommt der Satz ,,Lass dich scheiden`` Na wenn das nur so einfach wäre. Ohne mich würde er restlos untergehen. Und mit dieser Schuld weitermachen, das würde ich nicht können.
Es interessiert ihn null komma null wie es mir geht. Ich
habe ständig Herzraseb von der ganzen Anspannung und Aufregung. Sehe im Gesicht sehr gealtert aus. Möchte aber lieber nicht zum Arzt gehen. Würde dort vielleicht einen Heulanfall bekommen und der hält mich dann für plemplem.
Meinst Du ich sollte den Termin am Sonntag absagen?
Wie bekomme ich ihn dazu das er mit mir am Montag zu der Suchtberatung fährt? Wie hast Du es geschaft Dein Problem
in den Griff zu bekommen?
Gruß Diana


Biene ( gelöscht )
Beiträge:

04.12.2003 08:57
#55 RE: Trinkender Ehemann antworten

Hallo Diana,

ich habe mein Problem nicht in den Griff bekommen,das haben auch andere für mich erledigen müssen.
Nur seltsamerweise hatte ich im Vorfeld auch schon vorgehabt,eine Suchtberatung aufzusuchen,doch es immer wieder vor mir hergeschoben.
Komischerweise hatte mein Sohn die ganze Sache ins Rollen gebracht.Er ist eines Morgens,als ich nach 10 Tagen Dauersaufen morgens nicht pünktlich aus dem Bett kam,ganz allein in den Kindergarten marschiert.Sah wohl aus wie Nachbars Lumpi.
Daraufhin ist die Leiterin des Kindergartens zu uns gekommen,hat den Ernst der Lage erkannt und eine Zwangseinweisung eingeleitet.
War im Grunde genommen das Beste,was mir passieren konnte,aber stinkig bin ich auf die Frau immer noch.
Bin immer noch so ein kleiner Dickschädel.Aber ich denke mir mal,das ich das mit etwas Abstand anders sehen werde.

So und jetzt zu Deinem Männe.
Warum glaubst Du,schliesst er die Türen der Firma vor Dir?
Bist Du wirklich sicher,dass da nichts im Busche ist?
Kann es sein,dass er das Trinken überzieht,um aus irgendeiner Situation zu flüchten?

Im Übrigen glaube ich nicht,dass der Laden mit 30 Leuten den Bach runtergeht,nur weil der Chef nicht da ist,da brauchst Du Dir meiner Meinung nach keine Sorgen machen.


dianatraurig Offline




Beiträge: 22

04.12.2003 09:39
#56 RE: Trinkender Ehemann antworten

Liebe Biene,
toll was Du für Dein Kind schaffst. Ich glaube ich kann es recht gut einschätzen was das für eine Leistung ist.
Wie lange hat bei Dir der Entzug gedauert? Was meinst Du soll ich mit dem geplanten Termin am Sonntag machen?
Ich habe solche Angst das ich damit alles verschlimmere, aber mir fällt kein anderer Weg ein wie ich eine Wende herbeiführen kann.
Sicher kann die Firma ein paar Tage ohne ihn laufen. Aber kümmert sich ja seit ein paar Wochennicht ausreichend drum.
Und das hat schon eine Menge Schaden angerichtet. Wenn
er nur noch bis Weihnachten sich ein wenig zusammen nehmen könnte. Im Januar und Februar läuft recht wenig bei uns.
Eigentlich wollen wir im Feb. in Urlaub fahren. Aber daraus wird dieses Jahr nix.
Ich habe zum ersten mal in meinem Leben zu den ganzen anderen Sorgen auch noch richtig finazielle Probleme.
Die hängen mit der Firma zusammen. Aber ich kann sie nicht alleine lösen. Mein Mann sagt dann immer wenn ich ihn darauf anspreche, wir sperren zu. Aber das muß doch er einleiten. Es ist doch seine Firma. Ich bin doch nur einen Angestellte wie die anderen Arbeitnehmer auch.
Er hat mich heute nicht ins Büro gelassen, weil er nicht auf irgend ein Problem angesprochen werden möchte.
Da ist es für Ihn besser mir auf diese Art aus dem Weg zu gehen. Aber ich glaube er kümmert sich gerade um ein paar dienstliche Belange.
Bis bald Dina


Schneeflocke Offline



Beiträge: 485

04.12.2003 09:57
#57 RE: Trinkender Ehemann antworten

Liebe Diana,

ich schreibe Dir als Co. Ob ich mit meinen Gedanken richtig liege weiß ich nicht: Mein Eindruck ist, dass Dein Mann sich von Dir total bedrängt und in die Ecke getrieben fühlt. Das heißt nicht, dass Du das wirklich machst, aber ich denke er bildet sich das so ein.
Auf alle Fälle würde ich schon den Bruder und Schwager mit ihm sprechen lassen, aber sie sollten nicht sagen: "Diana hat uns erzählt ...", sondern sollten nur auf eigene Beobachtungen zurückgreifen. Damit Du ein wenig aus der Sündenbockrolle herauskommst.
Mach Deinem Mann deutlich, dass es Dir schlecht geht, dass Du Dir Hilfe holst und deshalb zu der Beratung gehst. Ihn zwingen mitzukommen, halte ich für gar nicht gut. Welche Therapie günstig ist, kann erst entschieden werden, wenn er sein Problem erkennt. Vielleicht musst Du die kommenden Beratungsgespräche mehr als Hilfe für Dich ansehen und notfalls diese Hilfe einfordern.
Bei uns hat mein Mann sich erst bewegt und wirklich etwas gegen die Sauferei unternommen, als ich ihn nicht mehr bedrängt habe. Ich habe ihm fast wörtlich gesagt, dass ich es eingesehen habe, dass ich keinerlei Möglichkeit und Mittel habe, ihn vom Saufen abzuhalten, dass er erwachsen ist und voll für sich selbst verantwortlich. Ich werde nicht mehr versuchen ihn vom Saufen abzuhalten. Und das habe ich dann auch, so gut es mir möglich war, eingehalten.
Allerdings war bei uns nie die gegenseitige Achtung und Liebe völlig auf Punkt Null.
Liebe Diana, sehr betroffen hat mich gemacht, dass Dein Mann mit Selbstmord droht und gleichzeitig Dir die Schuld gibt. Das ist so ziemlich das Mieseste, was er Dir antun kann. Vielleicht steckt er wirklich in einer Depression drin und hat diese Gedanken, aber Dir die Schuld dafür zu geben, ist obermies. Ich weiß von was ich rede. Eine nahe Verwandte hat sich so zu mir verhalten. Davon musst Du Dich unbedingt abgrenzen. Jeder erwachsene Mensch ist selbst für sein Leben verantwortlich. Immer!
Das sind so meine Gedanken, liebe Diana. Such' Dir jede Hilfe, die Du bekommen kannnst. Vielleicht auch einen Arzt, zu dem Du Vertrauen hast, warum nicht? Deinem Mann gegenüber würde ich nur davon sprechen, dass Du Deine Probleeme in den Griff bekommen möchtest, denn Dir geht es schlecht. Entlasse ihn aus der "Sündenbock"-Rolle und guck, was passiert.

Ganz viel Kraft wünsch ich Dir

Sylvia.


debbie Offline




Beiträge: 642

04.12.2003 10:02
#58 RE: Trinkender Ehemann antworten

Hallo diana,

du fragst was du mit dem Termin am Sonntag machen sollst, lass sie doch kommen, dann sieht er mal das die anderen auch wissen was mit ihm los ist.

Was will du noch verschlimmern? Das es noch mehr trinkt, darauf hast du sowieso keinen Einfluss und eine Wende kannst du auch nicht herbeiführen, höchstens eine Wende für dich in dem du wieder mehr an dich denkst.

Ich bin jetzt seit Freitag von zu hause weg. Habe meinen Mann am Freitag nachmittag angerufen und gesagt das ich nicht mehr nach hause komme, antwort: Ja ist gut. Ich glaube er hat es bis heute noch nicht begriffen wie ernst es mir ist. Habe am Montag noch mal kurz mit ihm telefoniert und seitdem nichts mehr von ihm gehört. Ich mache mir auch keine Gedanken wie es ihm geht, ich weiss nur das es mir besser geht als ich gedacht habe. Gut die Wochenenden sind ein bischen eintönig, aber zu hause war es eigentlich auch nicht anders.

Was du mit der Firma machen sollst kann ich dir leider auch nicht sagen, ich verstehe auch das du dir darüber Sorgen machst.

Sei recht herzlich gegrüsst und denke an dich.


dianatraurig Offline




Beiträge: 22

04.12.2003 10:16
#59 RE: Trinkender Ehemann antworten

Hi Schneeflocke, Hi Debbi,
es ist schon so das er sich von mir in Ecke gedrängt fühlt.
Er weiß selbst nicht was er will. Wenn ich mich um ihn kümmere, dann unterstellt er mir das ich ihn nicht liebe.
Und wenn ich etwas tue das ist ihm auch nicht recht.
Mit ihm reden, ihm etwas klar machen ist kaum möglich. Zum einen weil er ( dedingt durch die Firma) immer recht hat.
Zum anderen hat er völlig verlernt zuzuhören. Das ist auch sicher meine Schuld weil ich seit Jahren immer ( meistens )
nachgegeben habe um ihn nicht zu reizen. Es ist auch nicht immer leicht gewesen so eine Firma aufzubauen. Wir haben vor 12 Jahren bei null angefangen. Und den größen Anteil hat er. Aber jetzt setzt er alles aus Spiel was wir so mühsam geschaffen haben. Ich würde auch so gerne manchmal
alles hier verlassen. Bei mir geht das nur nicht. Wo soll
ich hin? Und er würde untergehen. Habe auch den beiden Männern gesagt, das sie am Sonntag nicht sagen sollen, das sie mit mir gesprochen haben. Mein Schwager wurde von seinen
Freunden auf seinen Bruder angesprochen. Die haben ihn bei der Alk.-Beschaffung im angetrunkenen Zustand gesehen.
So weit ist es schon das sich andere Leute den Mund über uns zerreißen. Klar müsste mich das nich anheben. Tut es aber doch. Es ist mir peinlich, ich schäme mich und hasse meinen Mann dafür, das er das sich, mir und den Kindern antut. Er lebt immer noch in seiner Traumwelt, das keiner außerhalb unserer Familie etwas mitbekommt. Dabei kam gestern z.B. völlig schmutzig nach haus.(ich habe ihn natürlich aus Büro abgeholt) Er muß irgend wo in den Schlamm gefallen sein.
Tschau Diana


Gast ( gelöscht )
Beiträge:

04.12.2003 11:02
#60 RE: Trinkender Ehemann antworten

Hallo Diana

Mach Dir bitte nicht so viele Gedanken, was die Leute über Deinen Mann denken. Dass er es nicht mitkriegt, ist in dieser Phase Teil der Krankheit. Mir ging das ganz genau so.
Wenn er wirklich auf den Crash zusteuert und dann etwas dagegen unternimmt, wird er die Achtung der vernünftigen Menschen zurück gewinnen, die anderen können Euch ohnehin egal sein.
Ich kann es nur unterstreichen - versuche Dich soweit es geht abzugrenzen und hole jede erdenkliche Hilfe für Dich.
Er selbst muss merken, dass es nicht mehr geht, spätestens wenn der Körper streikt. So bitter, wie das ist.
Ich wünsche Dir, dass Du es schaffst und er bald zur Einsicht kommt.

Ich bin in der dritten trockenen Woche, guter Laune, voller Zuversicht und heilfroh, dass ich auf die vielen Stimmen hier auf dem Board und sonst um mich herum gehört habe.
Es ist wieder Licht am Ende des Tunnels.


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