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Saufnix
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Dieses Thema hat 62 Antworten
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 Ganz, ganz viele Fragen
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Ganznette Offline



Beiträge: 180

22.10.2003 09:26
RE: Schwangerschaft antworten

auf vielen seiten habe ich gelesen, dass es zu missbildungen kommt bzw. kommen kann, wenn die frau während ihrer nassen zeit schwanger wird. angenommen, sie merkt es erst nach 4 wochen (wenn die periode ausbleibt) sie aber während der ersten 4 wochen massiv !!! getrunken hat. missbildungen entstehen während der ersten monate. hat jemand erfahrungen mit diesem problem? und wenn die werdende mutter umgehend mit dem trinken aufhört, können dann schäden vermieden werden? kann man deformationen durch eine fruchtwasseruntersuchung feststellen? ich denke, die ersten wochen sind schon "problem" genug. man tut dem kind keinen gefallen, wenn es behindert zur welt kommt (sich natürlich auch nicht).


laufchrissi ( gelöscht )
Beiträge:

22.10.2003 10:49
#2 RE: Schwangerschaft antworten

Hallo Ganznette,

das kann wohl nur ein Ultraschall oder auch andere Untersuchungen klären. Aber warum stellst Du die Frage hier im Board. Hattest Du nicht enge Beziehungen zu Medizinmännern. Das ist sowas besser aufgehoben. Außerdem kann man so eine Frage sicher auch besser bei ProFamilia beantwortet bekommen. Die machen auch telefonische Beratungen.
LG Christiane


Beachen Offline




Beiträge: 3.654

22.10.2003 11:11
#3 RE: Schwangerschaft antworten

Hallo Ganznette !

Ich glaube das es da schon zu fetalen Schädigungen gekommen ist, in den ersten 4 Wochen. Alkohol ist durchlässig für die Plazentabarriere.
Es erhöht sich natürlich auch das Risiko einer Fehlgeburt.
Bei Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kommen die Kinder zur Welt mit einer med. Bezeichnung Alkoholembryopathie.
Sie sehen in etwa so aus wie mongoloid, schmale Lippen, breite Nase etc.
Sie sind geistig retardiert und auch organisch ist wohl nicht alles ok.

Bei einer Fruchtwasseruntersuchung kann man das meines Wissens nicht feststellen, da man nur auf gen bedingte Erbkrankheiten untersuchen kann.

Gruß
Bea


Ganznette Offline



Beiträge: 180

22.10.2003 12:03
#4 RE: Schwangerschaft antworten

die die ich kenne, haben von diesen Dinge keine Ahnung, jedenfalls nicht mehr als ihr:-). Ich kenne eine werdende Mutter,die ist diesbezüglich mehr als unvernünftig. Da ich mir ja immer mehr sorgen um andere mache, als um mich, finde ich das thema ziemlich traurig. vor allem, da ich jetzt ein herrliches kind gesehen habe, die mutter hat das dritte bekommen, es hat das down syndrom. weil eben keine untersuchung durchgeführt wurde. aber das ist natürlich wieder ein anderes thema. das war aber kein alk sondern vereerbung.

traurig macht mich das thema halt.... angeblich hat ihr gyn gesagt, in den ersten wochen ist das nicht schlimm zu trinken. ich konnte mir das nur nicht vorstellen, da ich vom typus her dann lieber selbst recherchiere, als einem einzelnen zu glauben! es könnte ja sein, dass einer von euch da "persönliche" erfahrungen hat.
viele grüsse
sabine


schwarzgelockte Offline



Beiträge: 52

22.10.2003 12:43
#5 RE: Schwangerschaft antworten

Hi Ganznette,

Bevor sie selbst die SS bemerkt , du schreibst von 4 Wochen nach aus bleiben der Mens, passiert nicht viel außer die SS wird durch eine Fehlgeburt beendet.
Trinkt sie aber im 1. Trimenon, also bis ende 12. Woche , ist die Gefahr einer Fehlbildung sehr hoch, bzw. die Organentwicklung noch nicht abgechlossen und es enstehen dadurch Organschäden. Wenn diese Schädigungen schon da sind hilft auch kein SAUFNIX mehr.
Bei Amnioszentese oder Fruchtwasseruntersuchungen werden nur die Chromosomen ausgewertet, das schließt keine Krankheit des Kindes aus, bzw. Fehlbildung.

Patricia mit Gott sei Dank gesundem Maximilian(8Wochen)


lilli 100 Offline



Beiträge: 89

22.10.2003 13:54
#6 RE: Schwangerschaft antworten

hi - hier spricht die fachfrau :-)

in den ersten wochen der schwangerschaft ( bis zum ausbleiben der periode) herrscht das "alles oder nichts" prinzip.
entweder es geht gut oder nicht...

eine alkoholembryopathie kann NICHT durch eine fruchtwasseruntersuchung ausgeschlossen oder diagnostiziert werden.
sichtbare missbildungen können ggf bei einer ultraschalluntersuchung bzw bei einem 3-D ultraschall erkannt werden.
es gibt aber auch folgen, die nicht sichtbar sind.

http://www.uni-essen.de/~ibp010/alkemb/homepage.htm
http://www.uni-bamberg.de/~ba3sw1/refera...ber-helmuth.htm

noch fragen?

lg
Lilli


tommie Offline




Beiträge: 10.571

22.10.2003 17:17
#7 RE: Schwangerschaft antworten

Hi Ganznette ,

Besondere Gefahren beim Alkoholkonsum im 1. Schwangerschaftsmonat:
In dieser Phase besteht die größte Gefahr für körperliche Fehlbildungen. Durch den Alkohol wird die Zellvermehrung, aber auch die Zellteilung ungünstig beeinflusst, so dass es zu Fehlbildungen kommen kann.
Die Entwicklung des Gehirns ist dabei besonders anfällig. Infolge Alkoholeinwirkung ist das Zellenwachstum im Gehirn gestört und vermindert: Es bleibt in der Entwicklung zurück und ist deutlich kleiner. Die geringere Zahl der Gehirnzellen wird auch mit späteren Entwicklungsstörungen der Kinder in Verbindung gebracht.
Das Baby trinkt mit. Es erhält Alkohol über die Nabelschnur und bleibt länger alkoholisiert. Wenn eine Schwangere alkoholische Getränke zu sich nimmt, verbreitet sich der Alkohol schnell in Ihrem Körper und macht auch vor der Plazenta nicht Halt, über die das Kind mit allen lebenswichtigen Nährstoffen versorgt wird. Der Alkohol erreicht so den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes und verbreitet sich auch hier rasch im ganzen Körper. Innerhalb weniger Minuten haben Mutter und Kind denselben Alkoholspiegel ! Während die Aufnahme von Alkohol bei Mutter und Kind fast gleich schnell geht, dauert der Abbau des Alkohols beim Ungeborenen erheblich länger.


Wird die Eizelle durch Alkohol in den ersten Tagen der Schwangerschaft in der Entwicklung gestört, nistet sie sich nicht in der Gebärmutter ein und die Schwangerschaft wird beendet. Vielfach wird dieser Vorgang überhaupt nicht bemerkt und eine solche Fehlgeburt wird als eine etwas verspätete Regelblutung wahrgenommen.
Die Feststellung der Schwangerschaft sollte möglichst früh erfolgen, um einen vielleicht riskanten Alkoholkonsum schnellstens zu ändern. Hat sich die Eizelle in der Gebärmutter eingenistet - das ist etwa 10 bis 14 Tage nach der Befruchtung der Fall -, nimmt das Risiko für eine Schädigung des Kindes durch Alkohol erheblich zu.

Quellen:
Alberta Alcohol and Drug Abuse Commission (AADAC) , Edmonton, Canada
Department for Primary Health Care , University of Newcastle upon Tyne, U K
Substance Misuse Services (SMS) , Manchester, U K

tommie


Gast ( gelöscht )
Beiträge:

22.10.2003 17:37
#8 RE: Schwangerschaft antworten

Hallo ganznette,

einige Infos hast Du ja nun schon bekommen.

Grundsätzlich sollte Alkohol während der Schwangerschaft vermieden werden. Zu jedem Zeitpunkt der SS kann es zu einer Schädigung des Emryos kommen. Wie bei allen anderen Giften: Es kann!

Zu viele Frauen wissen einfach noch nichts von einer bestehenen SS, um ihr Verhalten darauf einzustellen. Auch ich habe in meiner ersten Schwangerschaft noch feuchtfröhlich Silverster gefeiert, ohne etwas zu ahnen und ich und mein Sohn haben einfach Glück gehabt.

Ich möchte aber auf etwas ganz anderes zurück kommen: Es ist eine Formulierung, die mir den Atem Stocken lässt: "...,es hat das down syndrom. weil eben keine untersuchung durchgeführt wurde." In Dienem ersten Post zum Thema schreibst Du sowas wie "weil es ja nicht behindert auf die welt kommen soll." Nur sinngemäß.

Wahrscheinlich bin ich einfach nur empfindlich, aber Sprache kann je nach gebrauch so viel mehr beinhalten als die konkrete Aussage. Und nur zu meiner eigenen Beruhigung möchte ich das aufklären.

Das ungeborene Leben im Bauch einer Frau kann eine Fehlentwicklung nehmen oder durch das mitgebrachte Erbgut andere Merkmale ausprägen als der Durchschnitt aller Kinder.
Eine Untersuchung des Fruchtwasser kann einige dieser Veränderungen feststellen, Behandlungen - welcher Erbveränderungen auch immer - sind nach wie vor kaum machbar.
Aber auch nach erfolgter Fruchtwasseruntersuchung kommt ein Kind mit einem Downsyndrom mit dem Downsymdrom auf die Welt. Zum Glück!
Es bedarf der Entscheidung der werdenden Eltern, die Schwangerschaft zu beenden und das Kind nicht zu gebären.
Es gibt wohl keinen Menschen auf der Welt, der sich für sein noch nicht geborenes Kind eine Mißbildung, Krankheit oder Schädigung wünscht. Es gibt wohl auch kaum Menschen, die ohne Not die Gesundheit ihres Ungeborenen aufs Spiel setzten, vielleicht grob fahrlässig oder unbewußt.

Es gibt aber auch Eltern, die sich trotz Fruchtwasseruntersuchung mit einem Befund, der eine wie auch immer geartete Schädigung des Kindes vermuten lässt, sich bewußt für dieses Kind entscheiden. Oder gegen eine Fruchtwasseruntersuchung. Weil auch ein abweichendes Kind ein Recht auf Leben hat.

Meiner Meinung nach gehören die behinderten Menschen in unser Leben. Sie bereichern unser eigenes Leben und haben eine gesellschaftliche Funktion. Kürzlich las ich das Zitat eines Vaters über seinen Sohn mit Downsyndrom: Mein Sohn ist nicht behindert, es ist besonders.

Vermutlich hast Du nichts anderes sagen wollen. Ich muß leider immer Zucken, wenn solch mißverständliche Aussagen auftauchen.

Gruß

prinzesserin


Beachen Offline




Beiträge: 3.654

22.10.2003 18:26
#9 RE: Schwangerschaft antworten

Hallo prinzesserin und alle anderen !

Ich kann da dein post nur unterstreichen.
Was mich immer ein wenig ärgert ist dieser Glaube an die Machbarkeit der heutigen Medizin.
Im speziellen meine ich damit diese leidige Fruchtwasseruntersuchung. Meines Wissens nach können da bis jetzt nur 6 Erbrankheiten erkannt werden wie zb Trisomie 21 oder Mukoviscidose. Mehr nicht !
Alle sonstigen kindlichen Schädigungen finden meist unterhalb der Geburt statt durch Sauerstoffmangel o.ä.
Also ist es immer und jederzeit möglich ein behindertes Kind zu bekommen, daran ändert auch eine Fruchtwasseruntersuchung nichts. Nur, stellt das einen dann vor eine sehr, sehr schwierige Entscheidungssituation, da man "solche" Kinder bis zur 32 SSW abtreiben kann, also bereits lebensfähige Babys. Man man kann da alles in den Begriff "medzinische Indikation" packen.

Das ist jetzt sicher weitab vom Thema, aber wie dich bin ich auch bei ganznettes post über das "weil man keine Fruchtwasseruntersuchung gemacht hat" gestolpert.
Weil das nämlich eigendlich nichts sooooo tolles ist - da es wie gesagt die häufigsten Behinderungen gar nicht anzeigen kann - , bringt es die Mütter doch immer wieder in grausame Entscheidungskonflikte.

Das war so meine Meinung
Bea


Radieschen Offline



Beiträge: 27

22.10.2003 22:14
#10 RE: Schwangerschaft antworten

Hallo.

Ich möchte Euch kurz von meiner Adoptivtochter erzählen.
Ihre leibliche Mutter hat während der Schwangerschaft tagtäglich mehr oder weniger große Mengen Alkohol zu sich genommen.
Das Kind kam als sogenannte Mangelgeburt zur Welt. Das heisst unterentwickelt und mit einen viel zu niedrigem Geburtsgewicht.
Da die leibliche Mutter nicht in der Lage war sich um ihr Kind zu kümmern, wurde es zur Adoption freigegeben.
Es kam dann mit 2 Jahren zu uns.
Zu diesem Zeitpunkt konnte das Kind nicht laufen, nicht sprechen und war unterernährt.
Wir waren dann beim Kinderarzt und der hat die Diagnose Alkoholembryopathie mit Mikrocephalus (zu kleiner Kopf) und Wahrnehmungsstörungen gestellt.
Mit viel Liebe, Zeit, Geduld und einer unzähligen Anzahl an Therapien (Sprachtherapie, Ergotherapie, Krankengymnastik u.v.m.) haben wir es geschafft, dass unsere Tochter ein einigermaßen normales Leben führen kann.
Heute ist sie 14 Jahre alt. Sie besucht die 7. Klasse einer integrativen Hauptschule. Sie hat viele Freunde und man könnte fast glauben sie wäre ein normaler pubertierender Teenager.
Nach wie vor hat sie jedoch Wahrnehmungsstörungen, eine Diskalkulie (Rechenschwäche) und sie ist in ihrer Entwicklung zurück. (Ihr Kopfumfang beträgt 51 cm. Meine 3jährige Tochter hat jetzt schon einen Kopfumfang von 52 cm)

Wir lieben unsere Tochter über alles und ich möchte sie gar nicht anders haben, als so wie sie ist.
Doch jeder der Alkohol in der Schwangerschaft zu sich nimmt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass das ungeborene Leben mittrinkt.
Es hat keine Chance Nein zu sagen.

Mein Kinderarzt hat es einmal so ausgedrückt: Der Verstand wird Mutterleib ertränkt.

Übrigens hat die leibliche Mutter noch ein weiteres Kind geboren.
Dieses Kind hatte nicht so viel Glück wie unsere Tochter.
Es hat neben den geistigen Retardierungen auch körperliche Schädigungen davongetragen. Es hat Deformierungen der Gliedmaße und eine Hasenscharte.

Karin (jetzt angemeldet)


Ganznette Offline



Beiträge: 180

23.10.2003 09:44
#11 RE: Schwangerschaft antworten

Behinderungen gehören zum leben dazu, natürlich. ich bin auch mit behinderten cousinen aufgewachsen, deswegen war das für mich völlig normal. die entwicklung war nur unterschiedlich, die eine ist "so" behindert, dass sie einfach liebenswert glücklich ist. wunderschön, diese lebensfreude mit anzusehen. da kann sich jeder eine scheibe von abschneiden! die andere ist einfach geisig unterentwickelt, bekommt sehr wohl mit, dass sie "anders ist" und leidet darunter. sie war sogar bis zur 8. klasse auf einer hauptschule, man hat bei ihr alles versaut, anstatt sie richtig zu fördern. sie wirkte nur "dumm", die behinderung wurde zu spät erkannt. sie ist jetzt eine unzufriedenen, neidische, gehässige person geworden, die allen das leben zur hölle macht, auch den heimbewohnern.
aber zum thema zurück, mich regt es einfach auf, dass die werdende mutter keine rücksicht nimmt, weil ihr frauenarzt gesagt hat, alles halb so wild. ein bischen aklohol schadet nicht. das bischen beginnt aber schon mit den prossecos mittags in oberkassel, wenn sie den designerhund ausführt und ein päuschen im "in-café" macht. aber gestern erzählte sie mir, der frauenarzt sei in urlaub, die vertretung hätte genau das gegenteil behauptet. ui, war sie erschrocken! aber, als ausrede kam, der hat ja keine ahnung, der ist ja noch jung und der alte,schon um die 60, der mit der richtigen ahnung, kommt ja bald wieder!!! das erinnert mich ein bischen an einen freund der familie, früher immer geraucht, aber wie. kehlkopfkrebs und dann hat er trotzdem weiter praktiziert, mit loch im hals. und immer mit dem spruch auf den lippen und dem finger auf dem loch: lieber patient: soll es ihnen so ergehen wie mir? das hat viele ziemlich schnell zur einsicht kommen lassen.
hach, jetzt bin ich wieder am thema vorbei und kam ins schwafeln. ich hoffe, das war nicht schlimm.
viele grüsse
sabine


laufchrissi ( gelöscht )
Beiträge:

23.10.2003 10:52
#12 RE: Schwangerschaft antworten

@ ganznette

sag mal, wie sieht es eigentlich mit Deinem "Problem" aus.
Ich habe irgendwie schon lange nichts mehr davon gehört, wie es Dir so geht.

Gruß von Christiane
die Morgen nach Düsseldorf kommt


Ganznette Offline



Beiträge: 180

29.10.2003 19:22
#13 RE: Schwangerschaft antworten

als hätte ich es geahnt, als ich dieses thema ansprach....aber vorher aus anderen gründen! ich war gestern beim frauenarzt und in der 4. woche schwanger. gemerkt habe ich nichts. nur dass seit einigen tagen meine mens ausblieb, und das noch nie passiert ist! test in der apotheke besorgt und alles leuchtete. oh gott!
dann bin ich zum arzt und der hat dann gratuliert. suuuuuuuuper.......... ich war am boden zerstört. ich habe gesagt, dass ich viel zuviel trinke und ob jetzt schon schäden da sein könnten, er meinte nicht in dem stadium, erst später, wenn der mutterkuchen da ist und so. jetzt sollte ich mir bloss keine sorgen machen, es sein noch nichts passiert. aber so langsam sollte ich dann aufhören, wenn ich das kind behalten will, viel schlimmer wären bestimmte anibiotikaetc. und will ich das? das kind? das krempelt mein leben komplett um! ich habe angst vor der verantwortung, ggf. vor dem sozialen abstieg. mein partner zieht auch nicht richtig mit, war völlig überfahren, scheut ebenfalls die verantwortung. wir leben nicht zusammen, und so kommt ein problem zum anderen. wollen wir zusammen leben? er ist freier, muss halt sehen, wie die aufträge so reinkommen. ich müsste weiterarbeiten, aber machen wir uns nichts vor, als mutter bin ich mit sicherheit nicht die für die firma "passende" managerin, ich kenn den laden zu gut. das sind ja rosige zukunktsaussichten! das ist die eine seite.... die andere seite ist die, ich denke, vielleicht hat der liebe gott dir genau das zeichen gegeben um dir zu sagen: schluss mit deinem sinnlosen halligalli-leben, den jil-sander täschchen, die in die ecke fliegen, den dicken autos, die mich eh nicht interessieren und den sterne-restaurants, wo es nicht unbedingt schmeckt, der frequent-traveller-card, die kein mensch braucht, und einem job, den ich hasse, aber weil ich den abstand nicht hatte und dieser ziellosigkeit an sich. einem leben, dass mich wohl zum saufen gebracht hat
was soll ich tun? kind wegmachen lassen? ich bin 36, das wäre schon krank, oder? es bekommen? ich bin kein typ, der mal so eben sein leben ändert, der dinge organisieren kann. bisher hatte ich immer glück und das haben mir andere abgenommen. keine energie, keinen willen, keine kraft. kein ziel. wie soll bei solch einer mutter ein kind aufwachsen? der vater ist auch nicht besser, ein ganz liebenswerter netter kerl, aber eben auch nicht der superstarke, entscheidungsfreudige. zudem muss ich ja wohl bald mit dem trinken aufhören und das rauchen zumindest einschränken. aufhören zu trinken.... ob das so leicht wird?! ich werde es wohl endlich mal "müssen". bisher habe ich mich ja immer verpieselt, den ganzen tag getrunken. von morgens bis abends. im grunde: bloss nicht aufhören. jetzt muss ich. tabletten kann ich nicht mehr nehmen, vielleicht noch baldrian etc, aber kein doxepin, dass entzugserscheinungen erleichtert. vielleicht geht das kind ja auch "ab", meine geheime hoffnung.... der gyn meinte aber, das sei wohl eher unwahrscheinlich. ich habe dieses ultraschallbild vor mir liegen, ein kleiner weisser punkt, und in der nächsten woche ist wohl der herzschlag da. ätzend! ich kann mich nicht freuen, heule ein bischen und weiss nicht, was ich tun soll! wenn ich abtreibe, werde ich mir das bestimmt nie verzeihen, mache ich das nicht, weiss ich nicht, wie es weitergeht. freunde, die ich natürlich genervt habe, meinen, ich soll es bekommen. klar, hätte ich wohl auch erzählt, aber keiner kennt ja mein akutes alk-problem. wie es wirklich um mich steht. nur ihr. auch mein partner nicht, er sieht ja nur, wieviel ich trinke, wenn wir zusammen sind. was ich vorher trinke, weiss er nicht. sehr praktisch, wenn man nicht zusammenwohnt, gelle... (ironie). ich habe angst vor einer entscheidung. ich wünschte, mir würde diese mal wieder abgenommen, in dem das kind einfach abgeht. ach, ist das ein mist! ich weiss, keiner kann raten, ich wollte mich auch nur ausjammern. merci fürs lesen.
sabine


Rosa Krebs Offline




Beiträge: 436

29.10.2003 19:54
#14 RE: Schwangerschaft antworten

Hallo Sabine,

dass das "süße Geheimnis" erst mal ein Schock bei dir und deinem Partner ausgelöst hat kann ich mir gut vorstellen.

Egal wie du dich entscheidest.... Baby ja oder nein....
Es bringt auf jeden Fall dein ganzes Leben durcheinander.

Auch wenn dir die "Entscheidung" abgenommen werden sollte......
... wird sich das auch auf dein weiteres zukünftiges Leben auswirken.

Gehe so ehrlich wie es nur geht mir dir, deinem Partner, deinen Ärzten, deiner Familie, deinen Freunden um.
Jetzt heißt es Entscheidungen treffen!

Zu bist in einer sehr schwierigen Situation, ich hoffe du triffst die richtige Entscheidung.

Wünsche dir alles Liebe und ganz viel Mut und Kraft
Rosa Krebs


michimu Offline



Beiträge: 93

29.10.2003 22:10
#15 RE: Schwangerschaft antworten

Hi Ganznette Sabine

Ich trau mich mal, dir zu gratulieren.

ich bin vor zwei/einhalb Jahren Vater geworden. Wir haben uns damals furchtbar gestritten, Monatelang und konnten uns nicht trennen. Und in einer Streitpause ist es dann passiert. Auch während der Schwangerschaft gings mit Streiten weiter.

Trotzdem bin ich ein glücklicher Vater: Merle hat sich den Weg in die Welt gesucht, und ich bzw. wir sind ihr Wegbegleiter. Wir haben das Leben empfangen und geben es weiter, nicht mehr und nicht weniger.

Ich hab damals gerade meine letzte Prüfung gemacht, und der Abschluß von meinem Studium stand mehr wie auf der Kippe. Von wegen sozialer Perspektive: Wir hatten keinen Schimmer wie das was werden sollte:

Trotzdem: Es geht aufwärts und voran und ich kann mir nicht vorstellen ohne sie zu sein.

Kinder geben dem Leben noch keinen Sinn aber sie relativieren es

Ich wünsch dir und Euch
viel Glück

Michael


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