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Saufnix
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Dieses Thema hat 14 Antworten
und wurde 1.101 mal aufgerufen
 Akute Hilfe
Andrea39 ( gelöscht )
Beiträge:

19.08.2003 22:18
RE: Entzug zuhause..und bin ich wirklich Alkoholiker? antworten

Hallo zusammen!
Ich kenne euch nicht, würde mich aber freuen, euch kennenzulernen.
Ich heisse Andrea, bin 39 Jahre alt. Ich habe angefangen zu trinken, als mein Mann mich vor 5 Jahren das erste Mal betrog. Ich konnte diesen Schmerz nicht ertragen und habe ihn mit Whiskey betäubt.
Naja, und dann konnte ich irgendwie nicht mehr aufhören. Ich trinke 1 Flasche Wodka (in 3 Tagen) oder halt auch Whiskey.
Mit meinem Mann und mir läuft es nach wie vor nicht so gut, wobei er das auf meinen Alkoholkonsum schiebt. Aber ich denke, damit will ich euch nicht langweilen.
Bin ich Alkoholiker? Oder bin ich auf dem Weg dorthin? Seit 2 Tagen habe ich nichts getrunken, fühle mich aber auch dementsprechend. Gereizt, nervös...wie auf der Flucht. Es steht genug Zeug im Schrank, aber ich will einfach versuchen, es nicht zu trinken
Ich habe gelesen, dass ihr jemand Anderem hier von Delirium geschrieben habt. Meint ihr, das könnte mir auch passieren? Mit welchen Entzugserscheinungen muss ich rechnen und gibts etwas, was ich dagegen tun kann? Mein Mann wird mir nicht helfen, er erwartet einfach, dass ich aufhöre...und zwar sofort.
Ich möchte so ungern zu einer Gruppe hier im Ort gehen, da ich ein eigenes Geschäft habe und mich jeder kennt.
Ich danke euch!
Andrea


ulli59 ( gelöscht )
Beiträge:

19.08.2003 23:06
#2 RE: Entzug zuhause..und bin ich wirklich Alkoholiker? antworten

Hallo Andrea,

der Entzug zu Hause könnte lebensgefährlich sein, ich würde an Deiner Stelle zu einem Arzt, besser noch zu einer Suchtberatung gehen.

Die, von Dir angesprochene Trinkmenge ist - wenn sie denn stimmt eher uninteressant, Steigerungen nach oben sind (leider)locker möglich.

Die Frage, ob Du Alkoholikerin bist kannst am ehesten nur Du selber beantworten, vorausgesetzt, Du bist einigermaßen ehrlich zu Dir selber. Du findest im Internet einige virtuelle Fragebögen, bei deren (ehrlichem) Ausfüllen Du sicher einen Schritt weiter kommst.

Die Idee, zu einer Gruppe zu gehen ist nicht schlecht, wenn Du (anfangs) nicht in Deinem Ort gehen möchtest gibt es sicher im nächsten Ort, der nächsten Stadt eine andere Gruppe.


Michimichi ( gelöscht )
Beiträge:

19.08.2003 23:14
#3 RE: Entzug zuhause..und bin ich wirklich Alkoholiker? antworten

Hallo Andrea!

Ob du Alkoholikerin bist? Diese Frage kannst du dir nur selbst beantworten.

Es gibt verschiedene (psychiatrische) Kriterien für die Alkoholabhängigkeit: z.B. Kontrollverlust d.h. man trinkt mehr als man ursprünglich vorhatte, Suchtdruck - man trinkt etwas obwohl man es eigentlich gar nicht will. Ein ganz wichtiges Kriterium ist die Gewöhnung des Körper(organismus) an den Stoff und damit ursächlich verbunden die Entzugserscheinungen. Bei sehr extremer Gewöhnung d.h. bei dauerndem Alkoholkonsum über viele Jahre bei gleichbleibend hohem Pegel ist ein Delirium bei plötzlichem Entzug möglich.

Ich bin kein Mediziner, aber bei dem was du so schreibst kann ich mir das nach zwei Tagen ohne Alkohol eigentlich nicht mehr vorstellen (Ich hab das jetzt sehr vorsichtig formuliert).

Egal wie das Verhältnis zu deinem Mann ist, ich kann mir nicht vorstellen, dass er keinen Notarzt ruft, wenn du anfängst zu halluzinieren (das müssen nicht unbedingt die weißen Mäuse sein, aber wenn du über Dinge redest, die eindeutig nicht real sind real sind, merkt er das schon) oder wenn du zu krampfen abfangen solltest.

Hier im Forum werden die m ö g l i c h e n Folgen eines Entzuges zum Teil sehr drastisch dargestellt. Diese Folgen können aber sie müssen nicht eintreten. Es ist für m i c h kein sinnvoller Grund mit dem Trinken weiterzumachen oder in deinem Fall wieder anzufangen aus Angst vor den negativen Folgen.

Trotzdem kann ich dir mit so einem Schrieb natürlich nicht die Verantwortung für deine eigene Gesundheit abnehmen, daher auch mein erster Antwortsatz. Ob du wirklich Alkoholikerin bist, diese Frage kann dir niemand wirklich beantworten. Die AA's haben zwei Kriterien für die Selbstbeantwortung.

Bist du dem Aljkohol gegenüber machtlos? d.h. gerät dir dein Trinken (immer wieder)außer Kontrolle u n d kannst du dein Leben meistern?

Ich wünsche dir für die Nacht viel Kraft
(und dass dein Mann ab und zu nach dir kuckt)
Michael


Andrea39 ( gelöscht )
Beiträge:

19.08.2003 23:36
#4 RE: Entzug zuhause..und bin ich wirklich Alkoholiker? antworten

Danke euch beiden!
@Ulli..die Trinkmenge stimmt wirklich! Ich weiss, dass Untertreibungen nix bringen ;-) Wenn mich der Arzt fragt, wieviel ich rauche, dann antworte ich auch immer ehrlich und der Doc zählt heimlich nochmal 10 Zigaretten dazu ;-)

@Michi: Mein Mann wird sicher nicht nach mir sehen... er schläft schon lang. Ich war den ganzen Abend eher brummig, weil er nicht mal zur Kenntnis nahm, dass ich nichts getrunken habe.. Aber, WENN ich was getrunken hätte, DAS hätte er gemerkt.
Er wird nicht nach mir sehen...er wird höchstens morgen wieder sämtliche Schränke kontrollieren. Weils immer so viel Ärger gab wegen meiner Trinkerei, habe ich die leeren Flasche in den Schränken versteckt. Klar lagen dann da irgendwann 10 Flaschen in allen möglichen Schränken...Aber die waren teilweise noch von Weihnachten (was er mir natürlich nicht glaubt, aber der Wahrheit entspricht)Sonntag hat er sogar die Mülltonne kontrolliert- ich hatte eine leere Flasche reingeschmissen und er hat tatsächlich extra im Müll gestochert um sie zu finden.
Ich habe mich geschämt, weil ich die Flaschen verstecke...

Gestern hat er mir dann einen Zettel auf den Tisch geworfen- Suchtgruppe... ich soll da mal hingehen oder es wär aus.
Ich tue nichts Unüberlegtes, wenn ich getrunken habe. Also ich meine, ich flippe nicht aus, schlage niemanden oder so. Ich glaube, ich begrabe meine Probleme im Whiskey. Ich werde eher ruhiger...

liebe Grüsse
Andrea


Michimichi ( gelöscht )
Beiträge:

20.08.2003 00:10
#5 RE: Entzug zuhause..und bin ich wirklich Alkoholiker? antworten

Hallo Andrea!

Also ich trau mich mal ausm Fenster, ich kann mir nicht vorstellen, dass da nach 2 Tagen nix trinken noch was nachkommt. Klar Krämpfe sind immer möglich, aber die kann man auch kriegen wenn man säuft. Mach dir also mal jetzt keine Angst heute nacht.

Das mit der Gruppe ist übrigens eine gute Idee. Wenns die Anonymen sind brauchst du dir keine Sorgen machen. Was glaubst du was da an Prominenz angetroffen werden kann.

Es gibt so den Spruch bei den Anonymen: Es ist keine Schande (alkohol)krank zu sein aber es ist eine Schande nichts dagegen zu tun.

wahrscheinlich wird dir das schlafen nicht so leicht fallen heute nacht, aber dann schreib noch was, ich bin auch noch ein bischen wach und wahrscheinlich nicht der einzige

tschüß
Michael


Andrea39 ( gelöscht )
Beiträge:

20.08.2003 00:19
#6 RE: Entzug zuhause..und bin ich wirklich Alkoholiker? antworten

Hi Michi,
stimmt, schlafen wird wohl schwierig werden. Irgendwie bin ich putzmunter ;-)
Schade, dass niemand im Chat ist. Aber nicht jeder hat momentan Urlaub (so wie ich ;-))
liebe Grüsse
Andrea


Michimichi ( gelöscht )
Beiträge:

20.08.2003 00:29
#7 RE: Entzug zuhause..und bin ich wirklich Alkoholiker? antworten

Hi

Wir können uns ja dort unterhalten


Andrea39 ( gelöscht )
Beiträge:

20.08.2003 00:40
#8 RE: Entzug zuhause..und bin ich wirklich Alkoholiker? antworten

gern


MopsLs Offline



Beiträge: 7

24.08.2003 18:02
#9 RE: Entzug zuhause..und bin ich wirklich Alkoholiker? antworten

Hallo Andrea ich habe das gelesen ich würde auf alle fälle auch raten suche eine Beratungsstelle auf den wer seine Flaschen versteckt um nicht enteckt zu werden der hat ein problem weitere kommen noch hinzu du zerstörst mit dem gesaufe dich und deine Familie es kommt früher oder später zum gedächtnisverlust alptäume schlaflosigkeit durschfall tägliches erbrechen später mit Blut und weis Mäuse so groß wie Schränke spreche aus erfahrung bin seit 4 Jahren trocken
Gruß Peter;


Gast ( gelöscht )
Beiträge:

24.08.2003 18:12
#10 RE: Entzug zuhause..und bin ich wirklich Alkoholiker? antworten

Zitat
Gepostet von Andrea39 [Gast]
Hallo zusammen!
Ich kenne euch nicht, würde mich aber freuen, euch kennenzulernen.
Ich heisse Andrea, bin 39 Jahre alt. Ich habe angefangen zu trinken, als mein Mann mich vor 5 Jahren das erste Mal betrog. Ich konnte diesen Schmerz nicht ertragen und habe ihn mit Whiskey betäubt.
Naja, und dann konnte ich irgendwie nicht mehr aufhören. Ich trinke 1 Flasche Wodka (in 3 Tagen) oder halt auch Whiskey.
Mit meinem Mann und mir läuft es nach wie vor nicht so gut, wobei er das auf meinen Alkoholkonsum schiebt. Aber ich denke, damit will ich euch nicht langweilen.
Bin ich Alkoholiker? Oder bin ich auf dem Weg dorthin? Seit 2 Tagen habe ich nichts getrunken, fühle mich aber auch dementsprechend. Gereizt, nervös...wie auf der Flucht. Es steht genug Zeug im Schrank, aber ich will einfach versuchen, es nicht zu trinken
Ich habe gelesen, dass ihr jemand Anderem hier von Delirium geschrieben habt. Meint ihr, das könnte mir auch passieren? Mit welchen Entzugserscheinungen muss ich rechnen und gibts etwas, was ich dagegen tun kann? Mein Mann wird mir nicht helfen, er erwartet einfach, dass ich aufhöre...und zwar sofort.
Ich möchte so ungern zu einer Gruppe hier im Ort gehen, da ich ein eigenes Geschäft habe und mich jeder kennt.
Ich danke euch!
Andrea



Hallo Andrea hatte unten bei meiner post noch was vergessen
du kannst sicher sein das es zum Delerieum kommt.
Eine Gruppe ist in jeder Stadt anzuteffen versuch es einfach sonst ist alles zu spät.
Gruß Peter


tommie Offline




Beiträge: 10.571

24.08.2003 18:44
#11 RE: Entzug zuhause..und bin ich wirklich Alkoholiker? antworten

du kannst sicher sein das es zum Delerieum kommt.

????????????????????????????????????????????

Peter, woher willst du das wissen ?

Es hat niemand etwas dagegen, wenn Betroffenen geraten wird sich professionelle Hilfe zu suchen und diese dann in Anspruch zu nehmen.
Aber : so eine - entschuldige bitte - dumme Behauptung deinerseits muss wirklich nicht sein, das nutzt nämlich niemandem etwas.

tommie


Andrea39 ( gelöscht )
Beiträge:

26.08.2003 23:19
#12 RE: Entzug zuhause..und bin ich wirklich Alkoholiker? antworten

Hi,
also erstens mal..es ist nicht zum Delirium gekommen..!!!!
Dein Tip ist echt was für'n Eimer gewesen. Hätte ich das früher gelesen, wäre ich vermutlich vor Angst ausgeflippt. Also dahingehend...verkneif Dir besser solche Ratschläge für die Zukunft. Ich war 4 Tage absolut trocken, kein Bier, kein Schnaps. Ich hab mich zwar gefühlt wie auf der Flucht, war fahrig und nervös...aber ein Delirium stelle ich mir anders vor!

2. bin ich "relativ" trocken, was nicht heisst, dass ich den Alk ganz lasse, was natürlich nicht Sinn der Sache war. Die Probleme mit mir und meinem Mann lassen mich momentan nicht so Abstand nehmen, wie ich gern würde. Ich denke, es wird sich bald lösen. Und dann will ich nur noch eines...NIEEEEE wieder zur Whiskey-Flasche greifen wollen. Momentan trinke ich ein Bier, jeden Abend gegen 20 Uhr..und ich gestehe, heute bin ich blau...Streit mit meinem Gatten, vermutlich endgültige Trennung wegen unüberbrückbarer Vertrauensfragen. Aber, meinst Du, wenn ich wirklich richtig blau wär, könnte ich mich derartig gut artikulieren? ;-)
Gruss
Andrea


Beachen Offline




Beiträge: 3.654

27.08.2003 09:42
#13 RE: Entzug zuhause..und bin ich wirklich Alkoholiker? antworten

Hallo Andrea !

.... nur das ich das richtig verstehe, du willst nicht mehr bei einer halben Flasche Whisky landen, aber Bier trinken ist in Ordnung ?
Du kannst es gerne versuchen .... schreib mal wie es dir dabei ergeht, ich glaube das klappt nicht.
Vielleicht ist dir dein Problem nicht wirklich bewußt.
Und zu deinen anderen Problemen .... die können im Alkohol schwimmen, weg sind sie dadurch nicht, ich schreib das aus eigener Erfahrung.
Und bist du sicher, ob du diese nicht durch das Trinken hast ?
Eine erste und grundsätzliche Einsicht bei mir war nämlich, das ich nicht trank weil ich Probleme hatte, sondern Probleme hatte weil ich trank.

Grüßle
Bea


alea Offline



Beiträge: 115

04.09.2003 23:31
#14 RE: Entzug zuhause..und bin ich wirklich Alkoholiker? antworten

Hallo Bea

Du hattest Probleme durch das Trinken, aber weshalb hast Du ?

Was war zuerst da ? Henne oder Ei ?

alea


Ganznette Offline



Beiträge: 180

05.09.2003 08:51
#15 RE: Entzug zuhause..und bin ich wirklich Alkoholiker? antworten

wie ist es dir bisher ergangen andrea?
hast du aufgehört?


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